Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Kritik am Sparpaket im Bildungswesen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

 Die Gegner der staatsrätlichen Sparmassnahmen im Bildungswesen fordern den Kanton auf, auf die angestrebten Kürzungen in der Höhe von vier Millionen Franken zu verzichten und Sparpotenzial in anderen Bereichen zu suchen. SP und Grüne weisen darauf hin, dass diese Massnahmen zu den allgemeinen Sparanstrengungen des Staatspersonals hinzukommen.

 SP: Gegen grössere Klassen

So kritisiert die kantonale SP, dass der Staatsrat bei der Ausarbeitung der Vorschläge keine Prioritäten gesetzt habe. Er habe es versäumt, andere Wege für die Verbesserung der Staatsfinanzen zu suchen. Die SP hält zudem fest, dass die eingesparten vier Millionen Franken gegenüber einem Drei-Milliarden-Franken-Budget keinen hohen Betrag ausmachen. Sie betont, dass die Steuersenkungen der letzten Jahre für eine Verschlechterung der Einnahmen verantwortlich seien. Die SP stösst sich vor allem an der Erhöhung der Klassengrössen. Diese verhindere eine optimale Bildung für die Kinder. Die Verschärfung der Vorgaben in Bezug auf die Teilnehmerzahl bei Wahl- und Ergänzungsfächern schaffe zudem Ungleichheiten unter den Kollegien wie auch unter den Sprachgruppen.

Grüne: «Bildung für alle»

Die Grünen Freiburg sprechen sich für einen Service public aus, von dem die ganze Bevölkerung profitieren soll, wie sie schreiben. Wie die SP weisen sie darauf hin, dass die Staatsfinanzen dank Reserven aus guten Jahren keineswegs so schlecht dastünden, wie dies der Staatsrat behaupte. Die Grünen bedauern, «dass die vorgesehenen Massnahmen jede Rücksicht auf pädagogische Überlegungen vermissen lassen und die Qualität des Unterrichts und die Bedingungen, unter denen er erteilt wird, infrage» stellten.

Der kantonale Jugendrat ist laut seiner Mitteilung der Ansicht, eine Kürzung der für die Bildung zur Verfügung gestellten Mittel würde den Aufschwung des Kantons gefährden. Zwar sei er sich der Bedeutung eines ausgeglichenen Staatsbudgets und gesunder öffentlicher Finanzen bewusst. Abstriche im Bildungswesen seien aber das falsche Signal. «Es wäre bedauerlich, den zukünftigen Wohlstand des Kantons zu gefährden, indem man die für die Bildung zur Verfügung gestellten Mittel kürzt, die ja gerade mit ein Grund sind für den Aufschwung unseres Kantons», heisst es in der Mitteilung. Insbesondere spricht sich der Jugendrat gegen die vom Staatsrat angetönte Prüfung einer Kürzung der gymnasialen Bildung aus. Der Entwurf sei als Ganzes eine «Anhäufung kleinerer Massnahmen», die zu einer Verschlechterung des Angebots und der Qualität der Ausbildung führe.

Kritische Eltern und Lehrer

Der Verein der Eltern der deutschsprachigen Schüler an den Stadtfreiburger Kollegien schreibt, er lehne die Sparmassnahmen nicht a priori ab. Sie müssten aber mit dem «Grundsatz der Wahrung der Unterrichtsqualität und des Bildungsniveaus vereinbar sein und auch tatsächlich zu spürbaren Einsparungen führen.» Das vorliegende Sparprogramm gebe darauf keine schlüssigen Antworten. Sehr kritisch stehen die Eltern der als Möglichkeit erwähnten Verkürzung der Studiendauer bis zur Maturität gegenüber.

Wie schliesslich die Lehrer der deutschsprachigen Abteilung der Fachmittelschule (FMS) schreiben, solle der Staatsrat nicht punktuell nach Sparmöglichkeiten und Gelegenheiten suchen, dem Lehrkörper noch mehr Arbeit aufzubürden. Bereits jetzt werde im Lehrberuf die jährliche Arbeitszeit regelmässig überschritten. Die Lehrkräfte sind der Ansicht, die Regierung solle nach Entlastungsmöglichkeiten suchen, statt beispielsweise Berufseinsteigern Festanstellungen und Garantien vorzuenthalten. fca/uh

Mehr zum Thema