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Küken zum Anfassen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kükenausstellung im Naturhistorischen Museum eröffnet

Zum 19. Mal wird dieses Jahr die Kükenausstellung in Freiburg durchgeführt. Eine Ausstellung, die für einmal nicht für die Erwachsenen, sondern für die Kinder bestimmt ist. Ziel ist es, dass die Kinder «für die Natur sensibilisiert werden», wie Josef Kolly, der die Ausstellung seit neun Jahren mitgestaltet, erklärt. «Wir wollen ihnen die Möglichkeit bieten, ein lebendiges Küken für einen Moment lang in der Hand zu halten.»

Vom Ei zum Huhn

Mit etwas Glück können die Besucher die Küken in den aufgestellten Brutkästen beim Schlüpfen beobachten. Es kostet die kleinen Tiere nämlich sehr viel Kraft, sich aus der Eihülle zu befreien. Und nach dem Schlüpfen sind sie dann oft derart erschöpft, dass die kleinen Wollknäuel eine Zeitlang reglos liegen bleiben.

Ergibt sich jedoch nicht die Chance, einem Schlupf zuzusehen, bietet das Museum seinen Besuchern noch sehr viel mehr: «Wir haben alles vom Ei bis zum Huhn», meint Kolly stolz. Und tatsächlich: Da tummeln sich neben Tagesküken und frischgeschlüpften Wachteln auch ausgewachsene Hühner, Gänse und Enten. Da es sich um eine Osterausstellung handelt, dürfen natürlich auch die Hasen nicht fehlen. Doch berührt werden, dürfen nur die gelben Hühnerküken.

Stichwort «Tierschutz»

«Bei den Tieren löst jede Berührung eine Stresssituation aus», so Josef Kolly. Aus diesem Grund dürfen die Hasen und jungen Wachteln nicht von den Kindern in die Hand genommen werden. Und in den «zehn Geboten zur tierfreundlichen Handhabung der Küken» steht an erster Stelle: «Küken sind Lebewesen und keine Spielzeuge.» Zudem dürfen die Kinder nur in Begleitung ihrer Eltern zur Ausstellung, denn die Erwachsenen tragen die Verantwortung, «dass die Küken von den Kindern gut behandelt werden»; eine weitere Grundregel.

Atempause für Küken

Was tut das Museum denn sonst noch zum Schutz der Küken? «Wir haben sogenannte Ruhezeiten eingeführt, in welchen die Tiere nicht aus dem Gehege herausgenommen werden dürfen», bemerkt Aufseher Kolly. Das Gehege ist zudem im Vergleich zum letzten Jahr etwas tiefer, so dass tatsächlich nur die Erwachsenen nach den Küken greifen können. Den «Tierli» bleibt so auch die Möglichkeit, sich dem Ansturm zu entziehen, da auch die längsten Arme nicht zur Mitte des Käfigs gelangen.

Die Eier stammen übrigens von Privaten, die sie freiwillig dem Museum zur Verfügung stellen. Sie werden zunächst im Kühlschrank bei 11 Grad aufbewahrt, bevor sie dann in den Brutkasten gelangen. Dort entwickelt sich dann der Embryo zum Küken. Es kommt jedoch auch vor, dass die Eier nicht befruchtet oder die geschlüpften Tiere nicht lebensfähig sind. Das trifft immerhin in etwa 15% der Fälle zu. Unfälle hingegen geschehen ziemlich selten. Josef Kolly: «Letztes Jahr sind vier Küken aufgrund einer unsachgemässen Behandlung gestorben.» Es könne geschehen, dass ein Kind erschrickt und das Küken fallen lässt oder aber das Tier aus Versehen er-drückt.

Früher sogar ein Strauss

Die Kükenausstellung im Naturhistorischen Museum kann schon auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Idee entstand im Jahre 1981 als man die Durchführung einer Frühlingsausstellung ins Auge fasste. Damals wurden jedoch nur Tagesküken ausgestellt. Erst ein Jahr später schaffte das Museum die erste Brutmaschine an, so dass die Besucher die Küken auch beim Schlüpfen beobachten konnten. 1989 gelang es sogar, drei Strausseneier zu organisieren, wobei jedoch nur in einem ein kleiner Strauss heranwuchs. «Im nächsten Jahr stehen vielleicht auch Emus auf dem Programm», gibt Kolly bekannt.

Abgerundet wurde die Vernissage schliesslich mit einem Aperitif, wo die Besucher unter anderem auch gefärbte Wachteleier kosten konnten, und dem Gesang des Kinderchors «Les Gais Minois» aus Domdidier.

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