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Kultband Rään trifft ein letztes Mal mitten ins Sensler Herz

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Die allerallerletzten Konzerte der Sensler Band Rään haben am Freitag noch einmal 3200 Menschen begeistert. Ein wenig Nostalgie, ein paar Tränen, vor allem aber viele Glücksgefühle prägten die Abschiedsvorstellungen der Kultgruppe.

Davon werden die Besucherinnen und Besucher der beiden Rään-Konzerte am Freitag noch lange zehren. Die sieben Jungs rund um die beiden charismatischen Cotting-Zwillinge erfüllten die Erwartungen der Fans voll und ganz und nahmen sie mit auf eine zweistündige emotionale Fahrt zurück in die goldenen Rään-Zeiten.

Mitsingen, mitklatschen und mittanzen – die Fans kamen auf ihre Rechnung.
Aldo Ellena

Jeder Darbietung zollte das Publikum Applaus und anerkennende Pfiffe. Die spezielle Stimmung in der Eishalle rührte auch von der ungewöhnlichen Zusammensetzung: Menschen im Pensionsalter waren dabei, ebenso gut gelaunte Mittelalterliche, aber auch auffallend viele junge Leute, die wesentlich weniger Jahre auf dem Buckel haben als die Lieder, zu denen sie mitwippten und mitsangen.

Jonas Scheuner, Sänger und Gitarrist der Band.
Aldo Ellena

Als Jonas Scheuner die ersten Takte von «As giit mer guet» anstimmte, war die Menge nicht mehr zu halten und sang aus vollen Kehlen mit. Emotional auch der Moment, als Julian, der Sohn des verstorbenen Rään-Gründungsmitglieds René Burri, auf die Bühne kam, um einen Song zu singen, der aus der Feder seines Vaters stammt.

Erwin Cotting nahm die Gelegenheit wahr und machte noch etwas auf «Musiker, ledig, sucht», in dem er Julian als «Sekundarlehrer mit guter Pensionskasse» versuchte, an die Frau zu bringen – und auch gleich dessen Mobiltelefonnummer durchgab. Kaum war das Lachen im Publikum verstummt, erklangen aus 1600 Kehlen die Textzeilen von «Laa mi no a chli». Es war 1996 der erste Rään-Song, der am Radio zu hören war.

Julian Burri singt ein Lied seines verstorbenen Vaters René Burri.
Aldo Ellena

Eine Überraschung

Erwin Cotting führte mit lockeren Sprüchen und erklärenden Worten als Tafelmajor, wie er sich selber bezeichnete, durch die Konzerte. «Wir haben Durst», unterbrach er gegen Ende des Abendkonzerts den Programmablauf. Es dauerte nicht lange, und ein Kellner brachte ein Tablett mit Gläsern auf die Bühne. «Das ist der Peter, der macht Musik. Aber nicht so erfolgreich wie wir», stellte er ihn vor. Spätestens da wurde das Raunen immer lauter, bis allen in der Eishalle klar war, dass niemand Geringeres als der Schweizer Sänger und Komponist Peter Reber der Band die Erfrischung gebracht hatte.

Es hat viel geregnet in den letzten Tagen, aber es kann nicht genug Rään geben!

Peter Reber
Schweizer Liedermacher

«Wir kennen ihn schon lange und schauen ein wenig zu ihm, damit er gut über die Runden kommt», spasste Erwin weiter, bevor er Peter Reber als den «besten Liedermacher der Schweiz» bezeichnete. Als alter Freund der Band war dieser mit seiner Familie zu ihrem letzten Auftritt angereist. Um sie zu hören, aber auch zu würdigen. «Es hat viel geregnet in den letzten Tagen, aber es kann nicht genug Rään geben!», rief Peter Reber ins Publikum und erntete tosende Zustimmung. Als er die Musik dieser Gruppe Mitte der 1990er-Jahre erstmals im Radio gehört habe, habe er gewusst, dass da etwas Grosses entstehen könne. «Sie haben Schweizer Musikgeschichte geschrieben», betonte der Liedermacher. «Sie haben dem Sensler Dialekt mit ihren schönen Liedern eine Stimme gegeben.»

Tafelmajor Erwin Cotting …
Aldo Ellena
… und sein stilleres Gegenstück Hugo Cotting.
Aldo Ellena

Ganze Palette

Mit dieser Wertschätzung im Rücken spielte die Band weiter. Die Musiker stellten mit dem Lied «Marie-Louise» auch gleich unter Beweis, dass die «Rentnerband», wie Erwin Cotting sie liebevoll bezeichnete, immer noch flinke Finger an Gitarren, Akkordeon, Tasteninstrumenten, Waschbrett und Schlagzeug hat. Sie wechselten die Stile, das Tempo und die Instrumente und gaben sich mal melancholisch mit «Bessersch verdient» und mal rassig und lustig mit «Trottinet» und «Dicki Lùft».

«Wier sy uusgschosse», sagte Erwin Cotting nach gut zwei Stunden, und Hugo zeigte auf der Songliste auf seinem Notenständer, dass der letzte Programmpunkt mit dem Lied «Unterwägs zu dier» durch war. Die Band verneigte und bedankte sich. Doch so leicht liessen die Zuschauerinnen und Zuschauer die Jungs nicht ziehen. «Ja, gut, dann spielen wir noch eins, wir sind ja dann in Rente», kommentierte Erwin und machte klar, dass das Publikum halt mit Wiederholungen vorliebnehmen müsse. Dem schien dies nichts auszumachen, im Gegenteil, so erhielten die Leute erneut die Gelegenheit, bei «De Gschnüüggete» nach einem Text des Sensler Dichters Meinrad Schaller aus vollen Kehlen mitzusingen. Von ihm stammen auch die Verse einer weiteren «Rään»-Mitsing-Hymne: «Seislerbode», die an dieser Finalvorstellung nicht fehlen durfte.

Die Band bedankt sich beim Publikum und muss noch ein paar Zugaben spielen.
Aldo Ellena

«Tschau, tschau, mengs hùndert Maau, ùf en as andersch Maau, bis zùm näächschte Maau» so die Liedzeile von einem der Räänsongs, die am Freitag in Düdingen zu hören waren. Doch ein nächstes Mal wird es nicht geben. Dies seien definitiv die letzten Konzerte, hatten die Cotting-Zwillinge nach der Abschiedstournee letztes Jahr gesagt.

Rään spielte zweieinhalb Stunden ohne Pause durch.
Aldo Ellena

Die Musik lebt weiter

Einige Zeit werden die Bandmitglieder sicher noch von der super Stimmung bei ihren Abschiedsvorstellungen zehren können. Sie treten mit der Gewissheit ab, vielen Menschen für ein paar Stunden ein Lächeln ins Gesicht gezaubert zu haben. Vergessen wird ihre Musik sowieso nicht. Dafür sorgen etwa Coverversionen, wie jene des Lieds «Bärge» von Trauffer. Dafür sorgen aber auch Hunderte von Mobiltelefon-Aufnahmen, die während den Konzerten gemacht wurden – und natürlich die Ohrwürmer, welche die Band dem Publikum mit nach Hause gegeben hat.

Für alle, die noch nicht genug bekommen haben: Rään wird bald in anderer Mission noch einmal in Erscheinung treten. Geplant ist nämlich ein Dokumentarfilm. Die Details sind noch nicht klar – nur, dass die Idee dazu von Peter Reber kommt.

Die Fans kamen voll auf ihre Kosten.
Aldo Ellena

Kommentar (1)

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