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Kultur mobilisiert gegen Budgetkürzung

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Autor: Regula Saner

Freiburg «Phare» ist wieder da. Der Verein von Kulturbewegten, welcher in den Achtzigerjahren gegen den Abriss der Fabrikhalle Ritter auf der Perolles-Ebene gekämpft hatte, sieht den Zugang zur Kultur wieder bedroht. Grund ist die Rückweisung des Budgets 09 der Stadt Freiburg. Seit dem 1. Januar bekommen unzählige kulturelle Institutionen (Freizeitcentren, Kleintheater, etc.) keinen Rappen mehr von der Stadt Freiburg, und zwar solange bis das neue Budget steht. Dies könnte einige von ihnen in arge Bedrängnis führen, denn die Löhne der Angestellten wollen bezahlt sein und Investitionen müssen getätigt werden. Ein Beispiel ist die Deutsche Bibliothek der Stadt Freiburg. «Wir können nur mit den Subventionen der Stadt überleben. Der Kauf von neuen Büchern ist derzeit unmöglich», sagte Ko-Bibliotheksleiterin Giovanna Riolo auf Nachfrage. «Die verantwortlichen Politiker wissen nicht, was sie tun», fasst sie die Situation zusammen.

Phare ergreift die Initiative

Aus diesem Grund lud SP-Generalrat, Kulturschaffender (Guignol à roulettes) und Phare-Mitglied Pierre-Alain Rolle am Mittwoch die von der Finanzpolitik der Stadt betroffenen Kreise zu einem Informationsabend. Gut 50 Personen, welche 28 kulturelle Institutionen vertraten, kamen in den Alten Bahnhof. «Ich bin sehr, sehr zufrieden» mit dem Ergebnis, meinte Pierre-Alain Rolle nach der Versammlung. Die Diskussion, welche unter Ausschluss der Medien erfolgte, sei ruhig und respektvoll geführt worden. «Es gibt eine grosse Solidarität unter den Kulturschaffenden der Region, sogar Institutionen wie das Fri-Son oder das Bad Bonn waren anwesend, welche von der jetzigen Situation nicht betroffen sind.» Denn unmittelbar betroffen von der Rückweisung des Budgets und möglichen Subventionskürzungen bei der Erstellung des neuen Budgets sind nur jene Organisationen, welche keine fixen Beiträge von der Stadt bekommen (sog. gebundene Ausgaben). Doch der Kulturdelegierte der Stadt Freiburg, Markus Baumer, warnte am Mittwoch. Die Gelder etwa von Coriolis Promotion sind nur gesichert, weil es ein Gemeindeverband ist, bei dem die Gemeinden fixe Beiträge leisten. Wenn Coriolis Promotion ab 2010 aber Teil der Agglomeration werde, werde das Kulturbudget gleichermassen verhandelbar wie heute das Budget der Stadt. Markus Baumer wies zudem auf den Kaskadeneffekt von möglichen Subventionskürzungen durch die Stadt hin. «Oft sind Beiträge des Kantons oder der Loterie Romande abhängig vom Umfang des Beitrages der Stadt.»

Ziel: Keine Kürzungen

Die Anwesenden beschlossen am Mittwoch einstimmig, dass unter der Leitung der Phare (im neuen Komitee sind Max Jendly, Serge Keller, François Mich und Pierre-Alain Rolle) eine Sensibilisierungskampagne lanciert wird (siehe Kasten). Ziel ist es, dass es zu keinen Subventionskürzungen in den Bereichen Kultur, Sport und Soziales kommt.

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