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Kunden übers Ohr gehauen?

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Kunden übers Ohr gehauen?

Sieben Klagen gegen Reisebüro «Brasil» eingereicht

Das Besitzerehepaar des Reisebüros «Brasil» in der Stadt Freiburg steht heftig unter Kritik. Es habe das Geld seiner Kunden in die eigene Tasche gesteckt, statt deren Flugtickets zu bezahlen. Das Paar beteuert jedoch seine Unschuld.

Autor: Von MARC-ROLAND ZOELLIG/ La Liberté

Seit Weihnachten ist das auf Brasilien spezialisierte Reisebüro in der St.-Peter-Gasse in Freiburg geschlossen. Und vom brasilianischen Besitzerpaar ist nicht mehr in der Schweiz, Einige Kunden – darunter viele Brasilianer – verdächtigen es, sich mit dem einkassierten Geld nach Brasilien abgesetzt zu haben. Bis heute sind sieben Klagen eingereicht worden; wegen Veruntreuung und Betrug wurde nun eine Untersuchung eingeleitet.«Ich habe ein ganzes Jahr lang in einem Bistrot gearbeitet – und den Rauch und die Alkoholiker aushalten müssen», klagt eine Kundin, die 3000 Franken ausgegeben hat, um ihre kranke Mutter in Salvador de Bahia zu besuchen. Sie glaubt, dass rund 80 Personen, darunter Leute aus Genf und der Deutschschweiz, um insgesamt mehrere 100000 Franken betrogen worden sind.Eine junge Frau suchte am Montagnachmittag das Reisebüro Brasil auf, da sie keine Bestätigung für ihren Flug nach Sao Paolo/Belo Horizonte erhielt. Sie stand vor verschlossener Tür. «Unglaublich ist das! Am Freitag wollte ich für acht Monate verreisen. Was soll ich jetzt machen?»Kurz vor Neujahr erging es auch einem Freiburger Ehepaar ähnlich: Es war im Flughafen Genf-Cointrin angekommen, aber dort lag kein Flugticket für sie bereit. Für ein Billett mussten sie der Fluggesellschaft 2000 Franken hinterlegen. Die brasilianische Ehefrau hatte dem Reisebüro Brasil – das auch im Bereich Geldtransfer tätig gewesen war – zudem eine grosse Geldsumme überwiesen, die ihrer Mutter zukommen sollte. Diese hat vom Geld jedoch noch nichts gesehen. Gemäss eigenen Angaben hat dieses Ehepaar rund 15000 Franken verloren.

«Wir haben nichts gestohlen!»

Die Verantwortliche des Reisebüros Brasil versichert derzeit ihre Unschuld. In einem Telefongespräch aus einer Kabine in Salvador de Bahia beteuerte sie: «Niemals haben wir jemanden übers Ohr hauen wollen.» Ihr vor vier Jahren eröffnetes Reisebüro befinde sich in grossen finanziellen Schwierigkeiten; fast habe sie vor den Festtagen Konkurs anmelden müssen.Ihre Schwiegermutter habe inzwischen ihre Wohnung verkauft. Mit diesem Geld könne sie rund die Hälfte des Fehlbetrags zurückerstatten.Wie sie im Gespräch weiter ausführte, versuche ihr Schwiegerbruder sein Auto zu verkaufen. Ohne Geld und ohne Retourflugbillett befinden sich die Reisebürobesitzer zurzeit noch in Brasilien … Die Frau ist jedoch zuversichtlich, dass sie Ende Woche wieder nach Freiburg zurückkehren kann. «Wir können beweisen, dass wir nichts gestohlen haben», behauptete sie entrüstet.Diese ganze Geschichte bedrücke sie und ihren Mann sehr: «Wir ha-ben abgenommen, ich muss Schlafmittel nehmen, und mein Mann hat bereits einen Selbstmordversuch hinter sich …»bearbeitet von at/FN

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