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Künftig 20 Prozent weniger Energie verbrauchen – aber wie?

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Autor: irmgard lehmann

Ambitioniert nennt der Staatsrat seine Energiestrategie. Tatsächlich: Bis ins Jahr 2030 soll im Kanton Freiburg gut rund 20 Prozent weniger Energie verbraucht werden. Das heisst, nur noch 4000 Watt pro Kopf anstelle von heute 5500 Watt. Dieses Ziel geht aus einer ausführlichen Studie hervor. Den entsprechenden Bericht zuhanden des Grossen Rates hat Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen am Montag den Medien vorgestellt. Darin sind die Gewohnheiten der Energieverbraucher, die Auswirkungen auf die Umwelt und die mittel- und langfristigen Aussichten festgehalten.

Energiesparpotenzial

Ein Energiesparpotenzial wird in den Bereichen Wärme, Elektrizität und Mobilität festgestellt.

Vermehrt zum Zuge kommen sollen aber auch erneuerbare Energiequellen wie Holz, Biomasse, Windkraft und Photovoltaik. Dass das Energiesparen auf offene Ohren stösst, hat übrigens das Programm «Energie 2009» gezeigt. Waren doch die Subventionen (5 Mio. Franken vom Kanton und 3,7 Mio. vom Bund) für den Bau von photovoltaischen Solaranlagen innert Wochen aufgebraucht.

Gebäude sanieren

Ein grosses Energiesparpotenzial sieht der Staatsrat im Gebäudebereich. «Ein Haus aus den 80er-Jahren verbraucht drei Mal mehr Energie als ein neues Gebäude», bemerkte der Volkswirtschaftsdirektor. «Mit der Sanierung der Fenster oder der Gebäudehülle könne bis zu 50 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden», ergänzte Dienstchef Martin Tinguely.

Als konkrete Massnahme hat der Kanton die Sanierung von jährlich 600 Privathäusern im Visier. Mit Subventionen will man zuzsätzlichen Anreiz schaffen (Bis anhin konnten die Sanierungskosten bei den Steuern abgezogen werden). Gemäss Tinguely ist die Höhe der Subventionen allerdings noch nicht festgelegt.

Im Kanton sind rund 60 000 Gebäude sanierungsbedürftig.

Die Verantwortung der Gemeinden

Die Kosten für die gesamten Energiesparmassnahmen belaufen sich auf rund 17 Millionen Franken – finanziert durch Bund, Kanton und Unternehmen. «Auch die Gemeinden müssen ihre Verantwortung wahrnehmen», betonte der Staatsrat. «Sollten die Anreizmassnahmen ihre Wirkung verfehlen, so müsste allenfalls Druck ausgeübt werden.»

Um die Massnahmen zu unterstützen, soll ein kantona- ler Energiefonds geschaffen werden.

Windkraftanlage Schwyberg

Der Kanton verfüge über ein bedeutendes Potenzial bezüglich Produktion erneuerbarer Energie, sagte Staatsrat Vonlanthen. Er erwähnte u. a. die Windkraftanlage auf dem Schwyberg und wies auf gewisse Kreise hin, die zwar «erneuerbare Energien fordern, im gleichen Atemzug aber konkrete Projekte bekämpfen» (der Betrieb der Anlage mit 9 Windrädern sollte 2012 aufgenommen werden).

Energieverbrauch

Seit dem Jahr 2000 hat der Energieverbrauch im Kanton Freiburg jährlich um 0,5 Prozent zugenommen. 2007 waren es rund 7300 Gigawattstunden. Dies entspricht 3 Prozent des Energieverbrauchs der Schweiz. Dabei wurden nur 15 Prozent mit Energie aus erneuerbaren Ressourcen gedeckt. Staatsrat Vonlanthen: «Durch sparsamen Energieverbrauch könnten jährlich bis zu 1770 Gigawattstunden (24 Prozent) eingespart werden.»

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