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Künstlerische Zusammenarbeit braucht intensive Diskussionen

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«Ich hätte diese Zusammenarbeit wohl mit keinem anderen Künstler gemacht», lobt Anna Coudray ihren Kollegen Bertrand Kurzo. Die beiden Freiburger haben für die neue Wechselaustellung «Die Kunst der Gegensätze» im Museum Murten insgesamt 63 Werke geschaffen. Rund die Hälfte davon ist in enger Zusammenarbeit entstanden, die übrigen stammen jeweils von einem der beiden Künstler. Es entstanden interessante Kunstwerke, die nicht selten mit Ironie, Provokation und Doppeldeutigkeit spielen.

Mehrdeutiger Titel

Bereits der Austellungstitel «Die Kunst der Gegensätze» ist mehrdeutig. Er bezieht sich einerseits auf die Künstler selber. Während Anna Coudray vor allem als Malerin und Goldschmiedin tätig ist, baut Bertrand Kurzo Skulpturen. Während rund eines Jahres haben Coudray und Kurzo gemeinsam Ideen entwickelt und verwirklicht. «Eine solche künstlerische Zusammenarbeit braucht viele und intensive Diskussionen», erklärt Anna Coudray. «Ich wusste nie, was Bertrand für Ideen bringt und umgekehrt.» Sie hätten jeweils beide von ihren eigenen Vorstellungen abrücken müssen, damit sie auf die Ideen des anderen eingehen konnten. So habe ihr Bertrand Kurzo einmal den Auftrag gegeben, einen Hund zu malen, obwohl sie in ihren Bildern lieber abstrakt bleibe. «Sogar die Rasse war vorgegeben.» Coudray schätzt den Geist des gegenseitigen Respekts, der ihnen die Arbeit erleichtert habe. Und Bertrand Kurzo ergänzt: «Je mehr Gegensätze wir an uns entdeckt haben, desto näher kamen wir uns.» Und Ivan Mariano, Direktor des Museums Murten, gibt zu: «Eine Ausstellung so aufzuziehen, war auch für mich ein Abenteuer.»

Mehrdeutige Werke

 Die Gegensätze finden sich aber auch in den Namen der Kunstwerke wieder. Diese heissen etwa «Anfang und Ende», «Feuer und Wasser» «Liebe und Hass».

Im ersten Werk steht ein Kinderwagen im Kleinformat mit hübschen Kissen und Decken auf dem Boden. Er symbolisiert den Anfang des Lebens. Über dem Kinderwagen fliegt ein Vogel mit einem erschlafften menschlichen Körper im Schnabel davon. Er steht metaphorisch für den unvermeidlichen Tod.

Etwas weniger philosophisch ist das Werk «Feuer und Wasser» angelegt. An der Wand hängt ein abstraktes Bild in Rottönen, auf dem drei Flammen erkennbar sind. Im untersten Teil des Bildes ist ein–ganz realer–Wasserhahn befestigt, aus dem Wasser in einen Kessel plätschert.

«Liebe und Hass» bietet Raum für Interpretationen. Es besteht einerseits wiederum aus einem Bild in starken Rottönen, an dem gleichzeitig eine eher rostige Rose aus Metall befestigt ist. Symbolisiert nun das Bild die Liebe und die rostige Blume den Hass oder umgekehrt? «Liebe und Hass liegen ja oft nahe beisammen», sagt Ivan Mariano dazu nur.

Gemäss dem Direktor des Museums wäre eine solche Ausstellung in einer Galerie nicht möglich gewesen. «Galerien haben ein anderes Publikum und sind auf den Verkauf von Werken ausgerichtet.» Ein Museum biete hingegen Raum für Experimente.

«Die Kunst der Gegensätze» ist von morgen Samstag bis Anfang Dezember 2015 im Museum Murten zu sehen.

«Ich hätte diese Zusammenarbeit wohl mit keinem anderen Künstler so gemacht.»

Anna Coudray

Künstlerin

«Je mehr Gegensätze wir an uns entdeckt haben, desto mehr näherten wir uns an.»

Bertrand Kurzo

Künstler

Künstler: Zwei Freiburger mit viel Erfahrung spannen zusammen

A nna Coudray wurde 1967 in Freiburg geboren. Sie ist ausgebildete Goldschmiedin, die Schmuck entwirft und gestaltet. Daneben beschäftigt sie sich als Malerin und Bildhauerin. Bernhard Kurzo wurde 1963 ebenfalls in Freiburg geboren. Nach einigen Jahren als Plattenleger arbeitet er heute beim Strassenunterhalt der Stadt Freiburg. Seine Arbeit brachte ihn auf die Idee, gefundene Objekte als Skulpturen zu verwerten. Seit 2013 stellt er den Gewinnerpreis des Murtenlaufs her. Coudray und Kurzo haben viel Erfahrung mit Ausstellungen. Bereits im August wurde zudem an der Murtner Seepromenade eine Skulptur der beiden Künstler eingeweiht. sos

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