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Künstliches Hochwasser für die Natur

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Die Schleusen der Staumauer Rossens wurden gestern geöffnet. Riesige Strahlen von Wasser strömten durch die Staumauer und verwandelten die sonst gemächliche Saane in einen reissenden Strom. Die tosenden Wassermassen zogen unzählige Schaulustige an, die sich das imposante Spektakel nicht entgehen lassen wollten.

Das Energieunternehmen Groupe E hat im Auftrag des Kantons Freiburg und nach Absprache mit verschiedenen Umweltorganisationen ein künstliches Hochwasser erzeugt. Das künstliche Hochwasser auf der Saane ist wichtig für die Natur und das Gewässer.

Zustand verschlechtert

Wie Alexandre Fahrni, Sektionschef Gewässer vom kantonalen Amt für Umwelt, gestern vor den Medien sagte, war der Wasserablass durch die Saane eine unerlässliche Sofortmassnahme. «Die Saane braucht dringend eine Reinigung und mehr Dynamik.» Im Jahr 2016 wurde das erste künstliche Hochwasser in der Saane erzeugt. Dieser Wasserablass hatte laut Fahrni positive Effekte auf Flora und Fauna der Region.

Der Zustand der sogenannten Kleinen Saane – dem Flussabschnitt unterhalb von Rossens – habe sich seit dem letzten Wasserablass jedoch wieder verschlechtert. «Normalerweise reinigen die natürlichen Hochwasser eines Flusses das Gewässer», so Manuel Pompini, Bereichsleiter aquatische Fauna und Fischereiverwalter des kantonalen Amtes für Wald und Natur. Bei der Saane ist das seit der Errichtung der Staumauer von Rossens im Jahr 1948 nicht mehr der Fall. «Die Staumauer ist ein Schutz für die Menschen vor dem Hochwasser, aber ein grosser Nachteil für die Natur», sagte Gaël Micoulet, Regionalleiter Infrastrukturen von Groupe E.

Beste Jahreszeit

Durch das fehlende natürliche Hochwasser bewegt sich das Material auf dem Grund der Saane, auf der sogenannten Gewässersohle, weniger, was zu einer Verdichtung führt. Auch das Algenwachstum nimmt zu, was sich negativ auf die Fischpopulation auswirkt. «Ein Fluss braucht die Dynamik eines Hochwassers. Und wenn dies nicht von Natur aus geht, muss es eben künstlich hergestellt werden», sagte Manuel Pompini. Die beste Zeit für ein künstliches Hochwasser ist zwischen September und Oktober, denn dann sind die Fische des Vorjahres stark genug, um das Hochwasser zu überstehen.

Um 1.30 Uhr wurde die erste Schleuse geöffnet. Jede halbe Stunde wurde mehr Wasser durchgelassen. Um 8 Uhr morgens erreichte das Hochwasser schliesslich seinen Höchststand mit einem Maximalabfluss von 225 Kubikmetern pro Sekunde. Die tosenden Wassermassen spülten die Saane durch, entfernten die Algen, verringerten die Verdichtung und reinigten den Fluss. Es ist der erste Wasserablass an der Saane seit dem Jahr 2016. «Ein Hochwasser allein wird die Situation der Saane nicht verbessern. Es braucht mehr», sagte Pascal Vonlanthen, Präsident des Vereins La Frayère. Die nächste Saane-Durchspülung soll auch nicht erst in vier Jahren wieder stattfinden. Die Verantwortlichen möchten regelmässig künstliche Hochwasser erzeugen, um die Saane zu revitalisieren und die Tier- und Pflanzenwelt des Flusses zu schützen.

Zahlen und Fakten

225 Kubikmeter Wasser pro Sekunde

Zwischen der Staumauer Rossens und dem Schiffenensee wurde gestern die Saane durchgespült. 225 Kubikmeter Wasser pro Sekunde flossen mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 100 Kilometern pro Stunde durch die Schleusen. So waren gestern 1,6 Millionen Kubikmeter Wasser in der Saane, was dem Inhalt von 1800 olympischen Becken entspricht. Zum Vergleich: Normalerweise fliessen im Sommer 2,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ab, im Winter 3,5 Kubikmeter. Die Kosten für das Hochwasser belaufen sich für Groupe E auf 170 000 Franken: Die Energie, die durch das gestern abgelassene Wasser hätte erzeugt werden können, entspricht dem jährlichen Verbrauch von rund 400 Haushalten.

km

 

 

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