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Kunstvolle Visitenkarten

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«Es ist eine grosse Ehre», sagen Stefan Ritler und Henrik Rhyn unisono auf die Frage, wie sie auf das Anliegen der Gemeinde Bösingen reagiert haben. Diese hatte die beiden lokalen Künstler gebeten, je eines ihrer Kunstwerke zur Verfügung zu stellen, um sie als Sujets für die neue Serie von offiziellen Karten zu verwenden. Die Gemeinde verschickt ihren Bürgern diese zum Beispiel, um zu hohen Geburtstagen zu gratulieren, oder zu beruflichen und politischen Erfolgen. «Sie werden sehr geschätzt», sagt Gemeindeschreiber Beat Riedo.

Diese Karten seien auch eine Art Visitenkarte für die Gemeinde, und sie seien eine Fortsetzung der Bösinger Broschüre, welche 2014 erschienen ist, ergänzt Gemeinderätin Yvonne Jungo. Deshalb hätten sie sich gut überlegt, was sie als Ersatz für die bisher seit mehreren Jahren verwendeten Sujets nehmen sollten. «Wir wollten Personen mit einem Bezug zu Bösingen», so die Gemeinderätin.

Inspiration in Australien

«Ich habe mich wahnsinnig gefreut, als die Anfrage kam», sagt Henrik Rhyn. Der 75-Jährige wohnt seit 44  Jahren in der Sensler Gemeinde. Der frühere Radio- und Fernsehmoderator hat nicht nur Hör- und Fernsehspiele sowie mehrere Bücher geschrieben. Er gestaltet auch schon seit längerem mit verschiedenen Materialien und malt.

«Ich habe früher im Radio Geschichten erzählt», sagt er. Damit habe er zwar aufgehört, als er in Rente gegangen sei. Doch er verarbeite seine auf Reisen gewonnen Eindrücke nun auf andere Art. «Es gibt Leute, die kreativ sein müssen, um nicht zu ersticken. So einer bin ich.» Die Inspiration für die Acrylzeichnung einer zinnoberroten Blume fand Henrik Rhyn auf einer Reise durch Australien, wo er einem ausgewanderten Schweizer begegnete, der 136 neue Geraniumsorten gezüchtet hat.

Stefan Ritler hat eine aquarellierte Tuschzeichnung als Vorlage für die Karten der Gemeinde ausgewählt. Das Werk zeigt die Kirche von Bösingen. «Sie hat einen speziellen Turm, den man gut darstellen kann und der einen hohen Wiedererkennungswert hat», erklärt er. Auch er hat sich über die Anfrage der Gemeinde sehr gefreut. Zwar wohnt er heute in Schmitten, doch er sei mit seinem früheren Wohnort noch sehr verbunden. «Ich kenne immer noch viele Leute.» Der 70-jährige Ritler hat viele Jahre an der OS Wünnewil Mathematik und Naturwissenschaften unterrichtet. Als Ausgleich hat er schon früh angefangen zu zeichnen und mit der Zeit neue Techniken ausprobiert. «Ich kann das nur empfehlen. Sobald man mit Malen anfängt, ist man weg von allen Problemen», sagt er. Einen Ausschnitt seines Schaffens zeigt er derzeit in einer Ausstellung in der Magdalena-Einsiedelei. Sie läuft noch bis Ende Monat, mit der Option, sie über den Sommer zu verlängern.

Eine dritte Karte

Die Gemeinde Bösingen verschickt ab sofort für offizielle Anlässe noch eine dritte neue Karte, die in einem anderen Stil gestaltet ist und sowohl farbig als auch schwarz-weiss verwendet wird: eine Ortsansicht von Bösingen, welche Yvonne Jungo fotografiert hat. Sie hatte für die Gemeinde Bösingen auch die Fotografien für die Bösinger Broschüre gemacht. Auch sie freue sich, dass nun eine ihrer Fotografien als Kartensujet eingesetzt werde, sagt sie.

Hommage an das Dorf

Auf der Karte steht das Gedicht «Mys Dorf», das der Sensler Lehrer und Mundartdichter Meinrad Schaller wohl in den 1940er- oder 1950er-Jahren über seinen Geburtsort Bösingen geschrieben hat:

«Füüf Totze Hüüser sy mys Dorf. I bchene jedes Tach. Am liebschte isch mer ds Vater­huus, mys Vaterhuus am Bach» – so lautet die erste Strophe.

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