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Kunstwerke zwischen Natur und Zivilisation

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Autor: Carole Schneuwly

FreiburgSeit September 2007 ist die Französin Corinne Charpentier Direktorin der Kunsthalle Fri-Art. Jetzt präsentiert sie die erste Ausstellung, die unter ihrer Verantwortung entstanden ist: eine Auseinandersetzung der amerikanischen Künstlerin Amy O’Neill mit der Volkskultur ihrer Heimat und dem Zusammenspiel von Zivilisation und Natur.

Kurz nach ihrem Engagement als Direktorin des Fri-Art habe sie Amy O’Neill für die Eröffnungsausstellung eingeladen, sagte Corinne Charpentier gegenüber den FN. Die 37-jährige Amy O’Neill stammt ursprünglich aus Pennsylvania und wohnt seit kurzem in New York. Davor lebte und arbeitete sie längere Zeit in Genf. In der Romandie ist sie keine Unbekannte; dennoch ist die aktuelle Ausstellung im Fri-Art ihre erste Ausstellung dieser Grösse in der Schweiz.

Ein grosser Teil der gezeigten Werke ist eigens fürs Fri-Art entstanden. Für ihre Präsentation stand Amy O’Neill der gesamte Ausstellungsraum der Kunsthalle zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen zwei Arbeiten, die typisch sind für das Schaffen der Künstlerin, das häufig auf realen Gegebenheiten der amerikanischen Kultur beruht.

Bäume in Kunststoff

Im unteren Saal zeigt O’Neill ihre Auseinandersetzung mit dem «Schrein der Kiefer» («Shrine of the Pines»), einem Gebäude in Baldwin (Michigan), mit dessen Gestaltung sich Raymond Overholzer einst für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Weymouthskiefer einsetzte.

Amy O’Neill liess sich davon zu einer Reihe von Arbeiten inspirieren, die aus den Abdrücken realer Baumäste in erhitztem Kunststoff bestehen. In ähnlicher Weise befasst sich ein weiteres Werk, ein an einen Sarg gemahnendes, märchenhaftes Baumbett («Shrine Bed»), mit der Natur und deren Eroberung durch den Menschen.

Schweizer Holzmasken

Im Obergeschoss ist der Kurzfilm «Forest Park, Forest Zoo» zu sehen: Der gleichnamige Familienpark und Streichelzoo war in den Fünfzigerjahren ein beliebtes Ausflugsziel in Pennsylvania. Heute liegt die Anlage verlassen da. Kitschige Märchenbauten und übrig gebliebene Souvenirs erinnern noch an die Präsenz unzähliger Touristen, während die Rückeroberung des Geländes durch die Natur längst begonnen hat.

Amy O’Neill hat zudem den Luzerner Holzbildhauer Toni Meier eingeladen, einige seiner kunstvoll gearbeiteten Holzmasken zu zeigen. Meier, der regelmässig Holzarbeiten für O’Neill ausführt, fügt der amerikanisch geprägten Ausstellung auf diese Weise ein Stück künstlerisch interpretierte Schweizer Tradition bei.

Viel Raum für die Künstler

Um solche Symbiosen zu ermöglichen, will Corinne Charpentier auch in Zukunft auf monografische Ausstellungen setzen und den jeweiligen Künstlern die Möglichkeit einräumen, ihrerseits Persönlichkeiten einzuladen, die für sie und ihre Arbeit wichtig sind.

«Ich möchte den Künstlerinnen und Künstlern den Raum geben, den sie brauchen, um all ihre Facetten zu zeigen», so die Direktorin.

Kunsthalle Fri-Art, Klein-Rahmen-Gasse 22, Freiburg. Bis zum 11. Mai. Mi. bis Fr. 12 bis 18 Uhr, Do. 12 bis 20 Uhr, Sa. und So. 14 bis 17 Uhr.

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