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La Tuile blickt auf eine dreissigjährige Erfolgsgeschichte zurück

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Am 26. Oktober 1992 wurde die Notschlafstelle La Tuile in einem früheren Baubarackenlager an der Bürglenstrasse eröffnet. An der Generalversammlung vom Donnerstagabend schaute der Verein zurück und in die Zukunft.

Der Name des Vereins La Tuile ist Programm: Seit dreissig Jahren bietet der Verein Obdachlosen im Kanton ein Dach über dem Kopf, gibt Menschen am Rande der Gesellschaft Würde zurück – unkompliziert und ohne moralinsaure Absichten, aber durchaus ambitioniert. Ausdruck dieser Haltung ist auch der Ort, in dem der Verein traditionellerweise seine Generalversammlungen abhält: das Theater Le Bilboquet an der Giessereistrasse. Es ist einfach, lebendig und gediegen zugleich und verströmt eine Prise Nostalgie. Und so war auch die Stimmung am Donnerstagabend.

Schwieriges Corona-Jahr

Die pädagogische Leiterin Sylvie Goumaz schaute auf ein bewegtes, von Corona geprägtes 2021 zurück. «Die gute Nachricht ist, dass die Pandemie kaum Auswirkungen auf die Nutzerinnen und Nutzer der Notschlafstelle gehabt hat», sagte sie. «Sie machten von unserem Angebot wie gewohnt Gebrauch.» Gleichzeitig seien die hygienischen Vorschriften eine grosse Herausforderung gewesen.

Jetzt geht es darum, aus der Krisenlogik herauszukommen und der Geselligkeit und der Spontaneität wieder mehr Raum zu geben.

Sylvie Goumaz
Pädagogische Leiterin La Tuile

Die Corona-bedingten Personalausfälle konnte La Tuile dank der Rekrutierung von Studierenden der Hochschulen für Sozialarbeit und Gesundheit auffangen. Eine positive Entwicklung verzeichnete La Tuile auch bei der Dauer der Aufenthalte, die sich stabilisiert hat.

Erfolge bei Wiedereingliederung

«Die Personen blieben selten sehr lange, was darauf hindeutet, dass sie eine andere Bleibe gefunden haben», folgerte Sylvie Goumaz. Entweder fänden sie eine private Unterkunft oder kämen in einem Notfallstudio oder in einer Unterkunft für begleitetes Wohnen unter, die La Tuile zur Verfügung stellt. Eine positive Bilanz für das Jahr 2021 zog Goumaz auch beim begleiteten Wohnen. «88 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer zogen nach ihrem Austritt in eine eigene Wohnung», sagte Goumaz. Während 70 Prozent beim Eintritt noch von der Sozialhilfe abhängig gewesen seien, seien es bei ihrem Austritt nur noch 31 Prozent gewesen. Sechs Prozent der Nutzerinnen und Nutzer hatten gemäss Goumaz zu Beginn des begleiteten Wohnens einen Job, bei Austritt waren es 35 Prozent. Im Gegenzug erhielten nach ihrem Austritt mehr Personen eine IV-Rente: nämlich 27 Prozent gegenüber 14 Prozent bei Eintritt.

Weiter habe sich die Betriebsübergabe des Cafés Le Tunnel an ein Wirtepaar – unter Beibehaltung des soziokulturellen Angebots von La Tuile – bewährt.

Stabile Finanzen

Im Hinblick auf die anstehenden Feierlichkeiten blickte Direktor Eric Mullener sodann auf die 30-jährige Erfolgsgeschichte von La Tuile zurück. «80 Plätze bietet La Tuile heute Menschen ohne Bleibe. 19 waren es, als die Organisation 1992 die früheren Baubarackenlager an der Bürglenstrasse eröffnete», bemerkte er nicht ohne Stolz. «In dieser Zeit haben wir fast jedes Jahr ein neues Projekt auf die Beine gestellt, und es werden weitere kommen», sagte er mit einem Augenzwinkern an den ebenfalls anwesenden Gesundheitsdirektor Philippe Demierre. Denn nebst Spendengeldern ist La Tuile vor allem auf die Beiträge des Kantons und der Loterie Romande angewiesen. Dank einem neuen Leistungsvertrag mit zusätzlichen Mitteln konnte der Verein nach drei Jahren Verlusten seinen Finanzen im vergangenen Jahr wieder ins Gleichgewicht bringen. 

Die Generalversammlung von La Tuile fand im Theater Le Bilboquet statt.
Regula Saner

Neue Projekte

Zu den neuen Projekten von La Tuile gehört die Erweiterung der Notschlafstelle an der Marlystrasse mit einem zusätzlichen Flügel für Notfallstudios. 2023 soll der Anbau in Betrieb genommen werden. Zusammen mit der Freiburger Stiftung für die Jugend baut La Tuile zudem einen Wohnwagen, der von Jugendlichen und Mitarbeitenden der verschiedenen Foyers der Jugendstiftung genutzt werden können und mit dem La Tuile in die Quartiere fahren kann. Zudem soll der Wohnwagen ein Fahrzeug des Austauschs zwischen der Jugendstiftung und La Tuile sein. 

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens in diesem Jahr organisiert La Tuile zudem verschiedene Events. Unter anderem stellt es zwischen dem 13. und 16. Oktober auf dem Georges-Python-Platz ein Zeltlager auf, in dem übernachtet und gefeiert wird.

Neuer Präsident

Die Vereinsmitglieder verabschiedeten schliesslich ihren Präsidenten Jean-Claude Jaquet. Nach zwanzig Jahren übergibt er das Zepter an Grossrat Benoît Rey. Neu in den Vorstand wurde Marjorie Jaquet gewählt.

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