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La Tuile will mehr Geld vom Kanton

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Der Kanton Freiburg ist in der einzigartigen Lage, keine Obdachlosen im öffentlichen Raum zu haben. Das ist nicht zuletzt der Arbeit des Ve­reins La Tuile zu verdanken, der Menschen in Not auf vielfältige Weise hilft. Seit 1992 betreibt er eine Notschlafstelle an der Marlystrasse in Freiburg mit rund dreissig Betten. Dort können Obdachlose bis zu drei Monate lang die Nächte verbringen. Weil es mit der Nothilfe nicht getan ist, hat La Tuile in den letzen Jahren parallel dazu ein ganzes «Dorf» aufgebaut. Es gibt Studios für Menschen mit gesundheitlichen oder psychischen Problemen, Angebote für vorübergehendes begleitetes Wohnen, soziale Betreuung und ein Atelier für begleitetes Arbeiten.

Diesen Ausbau konnte der Verein mithilfe eines gut funktionierenden Teams bisher meistern, wie Direktor Eric Mullener gestern anlässlich der Generalversammlung sagte. Doch 2018 ist der Verein definitiv an seine Grenzen gestossen. Bei einem Budget von knapp 1,5 Millionen Franken weist die Rechnung 2018 ein Minus von knapp 57 000 Franken auf. Damit dies im laufenden Jahr nicht nochmal passiert, half die Loterie Romande bereits mit zusätzlichen 60 000 Franken aus. Der Kanton schoss weitere 20 000 Franken ein. Doch damit ist es nicht getan. «Wir brauchen eine neue finanzielle Basis», sagte Mullener. So soll der jährliche Beitrag ab 2020 um rund 200 000 Franken erhöht werden auf 933 000 Franken. «Denn die Arbeit, die wir leisten, hat ihren Preis.» 2019 wurde eine zusätzliche Stelle nötig, und im Jahr 2020 werden es zwei weitere sein. Gleichzeitig müssten die Löhne der Qualität der Arbeit entsprechend nach oben angepasst werden.

«Réduire la fracture sociale, cela veut aussi dire réduire la facture sociale.» Mit diesem Wortspiel machte Mullener zudem deutlich, wie viel die Einrichtung der Gesellschaft bringt respektive was sie ihr erspart. So beziehen bei Eintritt in das Programm «begleitetes Wohnen» 63 Prozent der Nutzer Sozialhilfe. Bei Austritt sind es noch 32 Prozent. Dank dem Angebot von La Tuile können auch Hospitalisierungen oder die Unterbringung in viel teureren Institutionen verhindert werden. Dies und vieles mehr führe dazu, dass der Kanton jährlich 1,6 Millionen Franken einspare.

Um dem Verein mehr politisches Gewicht zu geben, wählten die Mitglieder gestern CSP-Grossrat Benoît Rey in den Vorstand, zusammen mit dem Journalisten Charly Veuthey. Corinne Siffert trat zurück.

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