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Land in Sicht für Murtner Feuerwehr

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Rund 25 000 Quadratmeter Industrieland im Tioleyres und auf der Schützenmatt wechseln den Besitzer: Die Stadt Murten kauft die Grundstücke der Gemeinde Muntelier ab. Der Generalrat stimmte dem Landkauf am Mittwochabend zu. Der Grund für den Landerwerb ist der geplante Neubau des Stützpunktes der Feuerwehr Murten.

 Schon seit Jahren ist die Feuerwehr in der Region Murten auf der Suche nach einem Standort für eine neue Kaserne, da die alte zu klein geworden ist. Der Feuerwehrverband plant deshalb den Neubau der Kaserne auf einem rund 5000 Quadratmeter grossen Grundstück im Tioleyres. Der Platz ist ideal, weil er an der Hauptstrasse, ziemlich im Zentrum des Verbandsgebietes liegt und trotzdem in der Nähe der Murtner Altstadt ist.

Für die Gemeinderätin Katharina Thalmann (SVP) war das Traktandum Landkauf an der Generalratssitzung von Mittwochabend ein speziell wichtiges Thema. Sie ist auch Präsidentin des Feuerwehrverbandes Region Murten und war nach dem Entscheid erleichtert. Der neue Stützpunkt sei mit dem Landkauf nun einen grossen Schritt weiter. «Es ist fast wie ein Weihnachtsgeschenk, jetzt hat die Feuerwehr endlich einen Platz», sagte Thalmann. Geschenkt wird das Land aber nicht. Der Feuerwehrverband werde das benötigte Grundstück der Gemeinde Murten abkaufen, so Thalmann.

Neubau für 2017 geplant

Das Industriegebiet Tioleyres liegt zwar auf dem Gemeindegebiet von Murten, hat bis jetzt aber der Gemeinde Muntelier gehört. Nachdem beide Gemeinden dem Geschäft zugestimmt haben, hat die Feuerwehr Planungssicherheit. Auch Feuerwehrkommandant Claudio Mignot freut sich über den Entscheid des Generalrats. «Das ist ein erster wichtiger Meilenstein.»

Laut Mignot werde der Verband im Verlauf des nächsten Jahres ein konkretes Bauprojekt vorstellen. Über die neue Kaserne muss dann in allen zehn Verbandsgemeinden abgestimmt werden. Laut Mignot könnte bei einem positiven Verlauf Mitte 2016 mit dem Bau begonnen werden. Die Eröffnung ist für Ende 2017 geplant.

Landkauf ist unumstritten

 Alle politischen Fraktionen äusserten sich positiv zum Landkauf. Gelobt wurde das gute Einvernehmen mit Muntelier, das dem Landverkauf bereits Ende November zugestimmt hat. Zudem erhalte Murten so strategische Industrielandreserven. So ist denn auch geplant, das restliche Land an Industrie- und Gewerbebetriebe zu verkaufen. Ein möglicher Gewinn aus späteren Landverkäufen der restlichen rund 20 000 Quadratmetern werde mit Muntelier geteilt. Laut Gemeinderat Andreas Aebersold (FDP) gebe es bereits Anfragen von Firmen, die sich für den Kauf von Land im Industriequartier interessieren.

 Insgesamt kostet der Landerwerb der Gemeinde Murten 5,1 Millionen Franken: 2,5 Millionen als Kaufpreis und 2,6 Millionen für die Erschliessung. Geplant ist unter anderem ein Kreisel auf der Hauptstrasse, der auch das Quartier Schützenmatt erschliessen könnte.

Verschuldung: Anstieg auf fast 15 Millionen

D as Budget der Stadt Murten für das Jahr 2015 ist ausgeglichen. Bei einem Aufwand von 37,5 Millionen Franken rechnet der Gemeinderat mit einem Plus von 321 000 Franken. Allerdings kommt Murten nicht umhin, für die geplanten Investitionen weiteres Fremdkapital aufzunehmen. Mit einem Cashflow von 845 000 Franken und Nettoausgaben für Investitionen von 5,44 Millionen Franken verbleibt ein Finanzierungsfehlbetrag von rund 4,6 Millionen Franken.

Mehr Schulden

Gemeinderat Andreas Aebersold (FDP) sagte an der Generalratssitzung, dass sich die Verschuldung der Gemeinde Murten bis Ende 2015 auf maximal 15 Millionen Franken erhöhen könne. «Das entspricht einer Nettoschuld von 3939 Franken pro Einwohner.» Dies liege aber im Rahmen, die kritische Grenze liege bei 5000 Franken. Bereits im letzten Jahr stieg die Pro-Kopf-Verschuldung von 1300 auf 3300 Franken. Allerdings hat Murten im laufenden Jahr mit dem Schulhausumbau und einem grossen Anteil am Neubau des Spitals mit 15 Millionen Franken aussergewöhnlich viel investiert.

Die grössten Investitionen für das nächste Jahr sind Arbeiten an der Kanalisation von 1,8 Millionen Franken, der Anteil 2015 am Umbau des Spitals Meyriez von 1,6 Millionen Franken, die Sanierung der Gemeindeliegenschaften an der Rathausgasse 6 – 8 für eine Million Franken und der Anschluss der Primarschule an das Fernwärmenetz für 410 000 Franken. Der Generalrat genehmigte das Budget 2015 und gab grünes Licht für alle Investitionen. tk

Buess AG: Gemeinderat will das Reglement anpassen

D er Fall Buess AG beschäftigt den Gemeinderat weiterhin. Am Mittwoch informierte Gemeinderätin Ursula Schneider Schüttel (SP) an der Generalratssitzung, dass der Steinhauerbetrieb gemäss Entscheid des Oberamtmannes den Betrieb bis Mitte 2015 einstellen muss. Ursache ist die Bezeichnung «stilles Gewerbe» im Quartierplanreglement Merlachfeld: Die Tätigkeiten der Buess AG sind nicht zonenkonform.

Schneider Schüttel wehrte sich in ihren Ausführungen dagegen, dass die Schuld dafür – wie von der FDP vorgeworfen – beim Gemeinderat liege: «Das Reglement mit der umstrittenen Bezeichnung wurde von den damaligen Landeigentümern ausgearbeitet, also auch von der Firma Buess AG.» Zudem habe der Steinverarbeiter auf eigenes Risiko gebaut.

Schneider Schüttel sagte, dass der Gemeinderat den Detailbebauungsplan aus formalen Gründen anpassen müsse. Dabei werde auch die Definition der Bezeichnung «stilles Gewerbe» geprüft. «Wir werden schauen, wie wir helfen können, um für ähnliche Betriebe eine klare Regelung zu finden. tk

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