Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Landi – eine Firma der Schweizer Bauern – wohin?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kürzlich habe ich in einem Landiladen einen Dörrex aus Schweizer Produktion kaufen wollen. Doch dieses Qualitätsprodukt ist inzwischen durch ein billiges Imitat aus Fernost ersetzt worden. Das hat mich doch sehr erstaunt. Landi, ein genossenschaftliches Unternehmen der Schweizer Bauern, eine wichtige Drehscheibe zwischen Produzent und Konsument (gemäss Werten und Visionen der Fenaco), wird nach meinem Eindruck mehr und mehr ein Verkaufspunkt billigster Importware aus nicht nachhaltiger Produktion aus Fernost (so wie beispielsweise der billige Tell Roller oder die Elektrogeräte der Landi). Für mich ist diese Landipolitik nicht glaubwürdig. Die schweizerische Landwirtschaft vertritt über ihre (politischen) Interessenvertreter Werte wie Qualität, Nachhaltigkeit, Ökologie, soziale Verantwortung – Werte, die offenbar für den den Bauern gehörenden Produktevermarkter Landi nicht mehr gelten. Wenn die Fenaco-Landi auf ihrer Internethomepage ihre «Werte & Visionen» mit hoher Unternehmensethik und sozialer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt unterstreicht, ist dies nicht mehr als eine leere Worthülse und entsprechend unglaubwürdig. Ich unterstütze solches Geschäftsgebaren nicht und habe daher meinen Dörrex in einem richtigen Fachgeschäft erworben. Die Frage, ob sich die schweizerische Landwirtschaft mit dieser Geschäftspolitik schlussendlich nicht selber schadet, ist damit nicht beantwortet.

Verliert die Subventionierung von unseren in der Schweiz hergestellten landwirtschaftlichen Produkten in Anbetracht der Geschäftspolitik der den Bauern gehörenden Landi nicht ihre Berechtigung? Brotmehl oder Kartoffeln könnten doch auch zur Hälfte des Preises importiert werden?

 Stellungnahme der Fenaco-Infostelle:

 Fenaco und Landi geben der Swissness in ihren Sortimenten eine hohe Priorität. Dies gilt auch für das im Leserbrief genannte Dörrgerät «Dörrex» aus Schweizer Produktion. Wir führen das Modell der Marke Stöckli seit Jahren im Sortiment (bitte beim Verkaufspersonal nachfragen, falls das Gerät gerade ausverkauft sein sollte) und stellen fest, dass der Trend bei den Verkaufszahlen nach oben weist. Dies, obwohl wir mittlerweile ein zweites, deutlich günstigeres Dörrgerät im Angebot haben, mit dem wir gezielt preisbewusste Kundinnen und Kunden ansprechen. Die Landi misst den Swissnessanteil in ihren Sortimenten regelmässig und bevorzugt Schweizer Produkte, wann immer ein vergleichbares Angebot erhältlich ist. Rasenmäher und Roller beispielsweise werden wir jedoch weiterhin importieren müssen. Oft deshalb, weil es in der Schweiz gar keine entsprechenden Hersteller mehr gibt.

 Hans Peter Kurzen,Leiter Kommunikation Fenaco, Bern

Mehr zum Thema