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Landschafts- und Naturschutz gegen Haldimann

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Die Pläne für das Biomassenzentrum und den Energiepark an der Kantonsstrasse beim Chablais in Galmiz stossen auf Widerstand. Drei Einsprachen sind gegen das Projekt von Christian Haldimann eingegangen, sagt Thomas Wyssa, Ammann von Galmiz, auf Anfrage. Die Einsprachen betreffen die Umzonung, wie sie von der Gemeinde vorgenommen wurde, und das Baugesuch an sich. Weiter sagt Wyssa, dass sich eine Einsprache gegen die für den Bau notwendige Aufschüttung des Bodens richte. Die Einsprecher forderten, die Umzonung nicht zu genehmigen und die Baubewilligung nicht zu erteilen. Die Gemeinde werde Einspracheverhandlungen aufnehmen.

Evaluation im Fokus

Die Einsprachen kommen von Pro Natura Freiburg, Birdlife Schweiz und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, wie diese per Medienmitteilungen bekannt geben. Sie kritisieren darin insbesondere die Evaluation von 31 möglichen Standorten, die Haldimann vor der Auflage seines Baugesuchs hat durchführen lassen. Aus der Sicht von Pro Natura Freiburg sind die Anzahl und die Gewichtung der Naturschutzkriterien in der Evaluation ungenügend. Zudem seien die Auswirkungen auf das benachbarte Wasser- und Zugvogelreservat und die Auenlandschaft von nationaler Bedeutung nicht ausreichend untersucht worden.

Gemäss Birdlife Schweiz und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz ist den Natur- und Landschaftsschutzkriterien bei der Evaluierung «nicht genügend Bedeutung beigemessen» worden. Sie hätten Einsprache erhoben, «um die Gemeinde zur Suche eines alternativen, weniger problematischen Standortes zu bewegen».

Vor- und Nachteile abgewogen

Er kenne den Inhalt der Einsprachen noch nicht und könne sich deshalb nicht dazu äus­sern, sagt Christian Haldimann auf Anfrage. Der Murtner möchte seine Kompostieranlage mit einer Trocken- sowie einer Nassvergärungsanlage, verschiedenen Kompostproduktelagern, Überdachungen sowie Energiezentralen erweitern (die FN berichteten). Bislang umfasst das Areal rund 17 500 Quadratmeter. Neu sollen auf einer Fläche von rund 66 000 Quadratmetern 14 Bauten und Anlagen stehen. Hier sollen Gemüseabfälle aus der Region kompostiert und vergärt werden. Das dabei entstehende Biogas soll zur Produktion von Strom und Wärme für ein Fernwärmenetz genutzt werden.

Die Standortevaluation habe ergeben, dass das Areal in Galmiz «unter Abwägung aller Vor- und Nachteile und unter In­kauf­nah­me gewisser Einschränkungen in der Nutzung die insgesamt beste Lösung» sei, steht in den aufgelegten Projektunterlagen. Im Einzugsgebiet der Anlage gebe es keine alternativen Standorte ohne Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen.

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