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Landwirt blitzt mit seiner Einsprache ab

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2007 wurde in der Gemeinde La Sonnaz in einer Quelle des Sektors Lossy ein Nitratwert von über 60 Milligramm pro Liter gemessen–erlaubt wären 40 Milligramm. Daraufhin verurteilte das Bezirksgericht Saane den dort ansässigen Landwirt wegen Verschmutzung des Trinkwassers. Dieser hatte im Einzugsgebiet der Quelle unter anderem mit Pferde- und Hühnermist gedüngt, was laut Gericht erheblich zur Verschmutzung beitrug.

Wert immer noch zu hoch

«Ich möchte einen Freispruch», sagte der Mann, der Einsprache gegen die Verurteilung erhoben hatte, gestern vor dem Kantonsgericht. Obwohl er dieses Land nun seit mehreren Jahren nicht mehr bewirtschafte, habe eine Analyse ergeben, dass der Nitratwert der betreffenden Quelle immer noch über dem Maximalwert liege. «Meine Art der Bewirtschaftung kann also nicht der Grund für die Verschmutzung sein», schloss er.

Dagegen hielt Stefano Fabbro, Anwalt der klagenden Nachbarin: «Auch wenn der Wert immer noch zu hoch ist: Seit 2007 ist er doch deutlich gesunken, was einen Zusammenhang zwischen Bewirtschaftung und Verschmutzung nahelegt.»

Zusammenhang besteht

«Es ist nicht mit einer absoluten Sicherheit erwiesen, dass der Landwirt gänzlich für die zu hohen Nitratwerte in der betreffenden Quelle verantwortlich ist», schreibt das Kantonsgericht in seinem Urteil. Jedoch gebe es einen klaren Zusammenhang zwischen den landwirtschaftlichen Tätigkeiten und dem 2007 gemessenen Höchstwert von 64 Milligramm Nitrat pro Liter.

Deshalb wies das Gericht die Einsprache des Landwirts aus La Sonnaz ab und bestätigte das Urteil aus erster Instanz. Der Mann wurde zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 180 Franken auf Bewährung bei einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt. Zudem muss er einer geschädigten Nachbarin eine Summe von insgesamt 16 000 Franken bezahlen. Auch die entstandenen Gerichtskosten fallen zu seinen Lasten. rb

 

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