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Landwirte sollen auf ihren Betrieben die Energie der Sonne nutzen

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Autor: Marc Kipfer

«Viele Leute denken, Landwirte seien nur für die Kühe da. Sie sind aber auch Unternehmer», sagte Max Meyer von der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie am Samstag in Bärfischen. Die SSES hatte auf dem Solar-Vorzeigebetrieb der Familie Aeberhard zur Veranstaltung «Vom Landwirt zum Energiewirt» eingeladen. Meyer pries den Verkauf von Solarstrom als eine zusätzliche Einnahmequelle für innovative Landwirtschaftsbetriebe an.

Potenzial auf den Dächern

Dass gerade Landwirte gute Voraussetzungen mitbringen, sich die Solartechnik zunutze zu machen, ist für Meyer klar: «Bauernhöfe verfügen über die für solche Anlagen nötige Dachfläche. Dazu befinden sich Bauernhöfe meist an Orten, wo die Installation keine Probleme verursacht.»

Dieser Ansicht ist auch Nationalrat Jacques Bourgeois. Der Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes illustrierte die Möglichkeiten der Landwirte, mit der Solartechnik etwas zu erreichen. «Wenn die vorhandenen Dachflächen konsequenter genutzt würden, könnten rund 300 000 Schweizer Haushalte mit Solarstrom aus der Landwirtschaft beliefert werden», so Bourgeois.

Eigentlich kommt auch das Energiegesetz den Landwirten entgegen, die Solaranlagen installieren möchten. Jede Person, die auf ihrem Dach Solarstrom produzieren will, kann seit Mai diesen Jahres ein Gesuch einreichen, um ab dem nächsten Jahr in den Genuss einer kostendeckenden Einspeisevergütung zu kommen. «Nur rund 1200 der 4000 bisher eingereichten Solarprojekte werden davon profitieren», relativierte Jacques Bourgeois jedoch den Gesamtumfang der Vergütungen.

Bloss fünf Prozent der verfügbaren Mittel für erneuerbare Energien habe das Parlament für den Solarstrom reserviert, kritisierte Max Meyer. Er präsentierte am Samstag eine Petition, mit der die SSES den National- und Ständerat dazu bringen will, diese Beschränkung aufzuheben. Auch Bourgeois kündigte an, der Schweizerische Bauernverband und Swissolar forderten diesbezüglich eine Überprüfung der gesetzlichen Grundlagen.

Verein bietet Hilfe an

Der Weg bis zur ersten selber produzierten Kilowattstunde sei lang, sagte Fritz Glauser, Präsident des Freiburgischen Bauernverbandes. In Form des Vereins zur Förderung erneuerbarer Energien (APER) böten der Bauernverband und die Groupe E den Landwirten jedoch nützliche Hilfestellungen und Checklisten an, ermunterte Glauser die Anwesenden.

Fürs Warmwasser im Haus

Derweil machte Urs Wolfer vom Bundesamt für Energie die Landwirte darauf aufmerksam, dass es nicht nur die Maximalvariante in Betracht zu ziehen gelte. Laut Wolfer kommen für Landwirtschaftsbetriebe auch thermische Sonnenkollektoren für die hauseigene Warmwasserversorgung in Frage – wobei überschüssiges Warmwasser im Gegensatz zum Solarstrom nicht in ein Netz eingespeist werden kann.

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