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Landwirte wollen Image verbessern

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Landwirte wollen Image verbessern

Mit Spruchbändern in der Landschaft die Bevölkerung aufklären

«Für diese wunderbare Landschaft sind Bauern zuständig.» Mit solchen Spruchbändern wollen die Freiburger Landwirte das Vertrauen und die Unterstützung der Bevölkerung gewinnen. Die Werbeaktion ist am Montag gestartet worden.

Von ARTHUR ZURKINDEN

«Der Boden, ein wertvolles Erbe für unsere Kinder.» «Die Landschaft mit Leidenschaft unterhalten.» «Hier wachsen die Tischfreuden.» «Hinter dieser Landschaft stecken Landwirte, die sie pflegen.» «Einheimische Produkte für eine gesunde Ernährung.» Dies sind weitere Überschriften, die es bis Mitte Oktober da und dort in der Freiburger Landschaft zu lesen gibt.

Ziel der Werbeaktion des Freiburgischen Bauernverbandes (FBV) ist es, die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass die Bauern nicht nur gesunde Nahrungsmittel produzieren, sondern auch die Landschaft pflegen und unterhalten. Und so wollen sie auch für ihre Anliegen werben.

Beziehung zur Landwirtschaft

Früher hatte fast ein jedes Kind eine Beziehung zur Landwirtschaft. Wuchs es nicht selber auf einem Bauernhof auf, so stammte zumindest ein Eltern- oder Grosselternteil aus bäuerlichen Kreisen. «Heute ist dies nicht mehr der Fall», meinte FBV-Direktor Daniel Blanc am Montag, als er auf dem Bauernhof der Gebrüder Stirnimann in Froideville die originelle Werbeaktion vorstellte.

Nach seinen Worten gilt es aber nicht nur, die Kinder «aufzuklären». Wie er ausführte, haben auch Eltern oft das Gefühl, dass es die Landwirtschaft heute nicht braucht, da alles importiert werden kann.

Mit Wettbewerb verbunden

Zehn Spruchbänder wurden kreiert, wovon zwei auf Deutsch. Sie werden jeweils während eines Monats am gleichen Ort zu lesen sein, bevor sie einen Standortwechsel vornehmen. Zu sehen sein werden sie vorwiegend entlang von Kantonalstrassen und der SBB-Linie Bern-Lausanne. Nicht unbedingt an Stellen, wo eine erhöhte Aufmerksamkeit der Fahrzeuglenker gefragt ist. So werden entlang der Autobahn keine Spruchbänder aufgestellt. «Die Standorte wurden mit dem Oberamt abgesprochen», hielt Daniel Blanc dazu fest.

Verbunden wird das Aufstellen von Spruchbändern im Freien mit einer Postkartenaktion und einem Wettbewerb. Gleichzeitig werden in Bäckereien, Metzgereien, Käsereien usw. des Kantons 10 000 Postkarten verteilt, welche für die Landwirtschaft werben. Und wer ein Spruchband gesichtet hat, kann dies sogleich auf der Rückseite der Postkarte vermerken und diese dem FBV schicken. Sieben Körbe der «Produkte aus dem Freiburgerland» sind dabei zu gewinnen. Jeden Monat wird eine Verlosung vorgenommen.

Wert der Landschaft hervorheben

«Wenn es eines Tages keine Bauern mehr gibt, so verschwindet auch die schöne Landschaft», gab FBV-Präsident Josef Fasel zu bedenken. «Es ist unsere Aufgabe, die Bevölkerung auf diese Tatsache aufmerksam zu machen», begründete er die Werbeaktion des FBV weiter.

Nach Ansicht von Francis Egger, Direktor des Landwirtschaftlichen Instituts von Grangeneuve, muss gezeigt werden, dass ein kultivierter Boden für eine attraktive, abwechslungsreiche Landschaft sorgt. «Wir haben nicht bloss Monokulturen», sagte er.

Er wehrte sich auch gegen die Attacken, welchen die Landwirtschaft seit den 90er-Jahren ausgesetzt ist und die oft mit Falschinformationen begleitet sind. So rief er in Erinnerung, dass ein Landwirt heute monatlich bloss 3500 Franken verdiene. Und wenn man von einem bäuerlichen Jahreseinkommen von 65 000 Franken spreche, so sei darin die Mitarbeit der ganzen Familie eingeschlossen.

Protestaktionen nicht ausgeschlossen

Mit den Spruchbändern werben die Bauern auf sympathische Weise für ihre Anliegen. Daniel Blanc schloss nicht aus, dass es auf schweizerischer Ebene auch zu Protestaktionen kommen könnte, falls die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen.

Er dachte dabei besonders an den Milchpreis, der immer wieder nach unten korrigiert werden soll. Allein die Ankündigung der Billig-Discounter Aldi und Lidl, sich in der Schweiz niederlassen zu wollen, habe die Grossverteiler veranlasst, eine erneute Preissenkungsrunde einzuläuten. «Die Freiburger Bauern sind nicht mehr einverstanden, sich auf dem Altar der Grossverteiler zu opfern, damit diese ihre Margen noch erhöhen können», betonte Daniel Blanc.

Freiburg hart getroffen

Auch die WTO-Verhandlungen und die Agrarpolitik 2011 des Bundes bereiten den Bauern grosse Sorgen. «Der Abbau der Zulagen für verkäste Milch würde den Kanton Freiburg hart treffen», hielt Josef Fasel fest. Er erinnerte daran, dass die Freiburger Landwirtschaft gut zehn Prozent der Schweizer Milch produziert. «Eine Umlagerung hätte einen Verlust von zirka 15 bis 20 Millionen zur Folge», gab er zu bedenken.

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