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Langnau gleicht die Serie aus

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Langnau gleicht die Serie aus

Zweites Spiel im Playout-Halbfinal – Gottéron mit zu vielen Blackouts

Langnau glich gestern Abend vor 3707 Zuschauern mit einem diskussionslosen 5:2-Heimsieg die Serie (1:1) aus. Die wiederum fünf Gegentore waren eine zu grosse Hypothek für die Freiburger, die in den wichtigen Momenten glücklos agierten. Jetzt beginnt am Donnerstag im St. Leonhard wieder alles von vorne.

Von KURT MING

Am Samstag konnte Gottéron im letzten Drittel den Match noch kehren. Gestern rannten die Boys von Trainer Mike McParland in den letzten zwanzig Minuten einem Zweitore-Rückstand vergebens nach. Die Langnauer machten in den beiden ersten Dritteln ihre Hausaufgaben besser und gingen am Ende als verdiente Sieger vom Eis. Über die beiden ersten Spiele gesehen waren die Tigers sogar die bessere Mannschaft, und so gesehen schmeichelt der unentschiedene Spielstand den Freiburgern sogar noch.

Gottéron und einige seiner Schlüsselspieler werden sich in den kommenden Partien steigern müssen, will man nicht auch noch gegen Lausanne in den zweiten Ligakampf. In den letzten Meisterschaftsspielen vor den Playouts konnte der HCF unter der Leitung von McParland den Gegentor-Durchschnitt auf 2,5 Tore hinunterdrücken. Jetzt haben Mona und Co. zweimal fast ein halbes Dutzend Tore kassiert, und so kann man eben nur selten gewinnen.

Wieder ein frühes 1:0 verspielt

Wie schon am Samstag gelang Gottéron auch gestern ein frühes Tor: Letowski erwischte Pauli Jaks mit einem listigen Flachschuss. Es hätte sogar noch besser für die Gäste kommen können, wenn Sprunger nach acht Minuten ein Zuspiel seiner ausländischen Sturmkollegen im leeren Tor versenkt hätte. Ab diesem wichtigen Moment lief dann aber der Match für die Tigers. Praktisch im Gegenzug schoss Junior Moser den wichtigen Ausgleichstreffer. Und als Freiburg gegen Ende des ersten Drittels endlich auch mal in Überzahl spielen konnte, fiel nicht das 2:1 für die Drachen, sondern der SCL schoss schon seinen zweiten Shorthander in dieser Serie. Rhodin und Studer schauten dabei zu, wie das Duo Dimitrakos/Parks Goalie Mona schlecht aussehen liessen.

Hodgson tragischer Held

Assistenztrainer Dan Hodgson durfte nach der rechtzeitigen Rückkehr seines Chefs an seiner früheren Arbeitsstelle im halb leeren Ilfisstadion wieder selber spielen und wurde zur Spielmitte zum tragischen Helden seiner Mannschaft. Zuerst glich der routinierte Center mit einem abgelenkten Hocheckschuss zum 2:2 aus (29.). Die Freude im Lager der Saanestädter dauerte jedoch nur gerade 37 Sekunden, ehe Oldie Schirjajew auf der anderen Seite aus kurzer Distanz sein Team wieder in Front schoss. Auch in dieser Szene machte die Gottéronabwehr alles andere als einen sicheren Eindruck, von rigorosem Körperspiel im eigenen Slot war wiederum nichts zu sehen. Spätestens als der Griechisch-Kanadier Dimitrakos fünf Minuten später auf 4:2 stellte – Hodgson lenkte den Puck am verdutzten Mona vorbei ins eigene Tor -, sanken die Aktien der Freiburger auf den zweiten Sieg in Folge in den Keller.
Langnau – Freiburg 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)

Stand 1:1. Ilfis. 3707 Zuschauer (Saison-Minusrekord). SR Mandioni, Kehrli/Lombardi. Tore: 2. Letowski (Gerber) 0:1. 9. Moser (Schirjajew) 1:1. 20. (19:48) Park (Dimitrakos/Ausschluss Shantz!) 2:1. 29. (28:15) Hodgson (Rhodin, Hentunen) 2:2. 29. (28:52) Schirjajew (Monnet, Dimitrakos) 3:2. 36. Dimitrakos (Ausschluss Mowers) 4:2. 58. Steiner (Shantz) 5:2. Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Langnau, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg.
SCL Tigers: Jaks; Heward, Astley, Stettler, Sutter; Aegerter, Schirjajew; Schüpbach, Fröhlicher; Steiner, Shantz, Murovic; Lachmatow, Burkhalter, Park; Dimitrakos, Monnet, Meier; Métrailler, Moser, Baumgartner.
Freiburg: Mona; Rhodin, Berger; Marquis, Gerber; Studer, Birbaum; Bobillier; Hentunen, Montandon, Wirz; Sprunger, Mowers, Letowski; Plüss, Hodgson, Berthoud; Sassi, Schümperli, Howald.
Bemerkungen: SCL ohne Grogg, Bastl, Tschanz (alle verletzt) und Roy (überzähliger Ausländer), Freiburg ohne Lintner (überzähliger Ausländer), Schneider, Vauclair (beide verletzt). – 35. Sutter verletzt ausgeschieden (Schulter ausgekugelt). – 500. NLA-Spiel von Meier. – Wahl zu den besten Spielern: Dimitrakos, Hentunen.
Aegerter: Ein Arbeitssieg

Gottérons Mike McParland war gestern Nachmittag nach der Beerdigung seines Schwiegervaters aus Übersee zurückgekehrt. Diesmal setzte nicht er nach dem Match ein verschmitztes Lächeln auf, sondern sein Antipode Bruno Aegerter, der von einem Arbeitssieg seiner Mannschaft sprach: «Es war ein ähnliches Spiel wie am Samstag, aber diesmal haben wir am Schluss den Vorsprung über die Zeit gebracht. Wir hatten wieder gute und weniger gute Momente. Doch Gottéron hat unsere Fehler weniger konsequent ausgenützt. Aber die Freiburger gaben bis zum Schluss nie auf und waren ein hartnäckiger Gegner.» Er habe immer gesagt, dass es wohl eine Serie über die volle Distanz gebe, und die zwei ersten Partien hätten dies auch bestätigt.

Nicht gerade begeistert von der Vorstellung seiner Truppe war Mike McParland: «Vor den beiden Toren, dort, wo die Spiele entschieden werden, waren wir heute nicht präsent. Und die drei ersten Gegentore waren praktisch Geschenken von uns.» Man hätte aus der Nervosität des Gegners am Anfang zu wenig Nutzen gezogen und am Schluss das Loch in der engmaschigen SCL-Verteidigung nicht gefunden. Jetzt gelte es sofort, den Heimmatch von morgen vorzubereiten, denn der Heimbonus liege immer noch bei seinem Team. mi
Aufholjagd
brachte nichts

Im letzten Abschnitt forcierte wohl Gottérons Trainerduo McParland/Lintner seine auf dem Papier besten Kräfte.

Aber zu glasklaren Chancen kam der HCF auch in dieser Phase nicht mehr. Mit wilden Befreiungsschlägen und ein paar wenigen Kontern brachte der SCL den Sieg ziemlich problemlos über die Bühne. Gerade in diesen Phasen fehlten den Gästen auch ein, zwei Leader, die mit einem Exploit vielleicht doch noch das Anschlusstor erzielt hätten. Aber Rhodin ist im Moment nicht in Form, und Mowers und Letowski hatten in den entscheidenden Momenten der Partie nicht mehr jenes Abschlussglück, das ihnen am Samstag bei der Wende noch zur Seite stand. mi

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