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«Lasst euch nicht entwaffnen»

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«Lasst euch nicht entwaffnen»

Freiburgischer Kantonsschützenverein in Plasselb

Erstmals seit sieben Jahren fand die kantonale Jahresversammlung der Schützen wieder im Sensebezirk statt. In seiner Gastrede zeigte sich Rudolf Vonlanthen als grosser Schützenfreund und erntete dafür viel Applaus.

Von MATTHIAS FASEL

«Football’s coming home» sang ganz England, als 1996 die Fussball-EM wieder auf der Insel stattfand. «Der Schiesssport kommt nach Hause», hätten am Samstag die 352 Anwesenden an der Jahresversammlung des Freiburgischen Kantonalschützenvereins singen können. Denn erstmals seit sieben Jahren war wieder der Sensebezirk Veranstaltungsort des Treffens.

Um es vorwegzunehmen: nein, die Sensler haben den Schiesssport nicht erfunden. Aber der Sensebezirk sei doch ein bisschen das Mekka des Freiburgischen Schiesswesens, hielt Präsident Jean-Louis Romanens in seiner Eröffnungsrede fest. Man werde aber als Sensler nicht einfach als Schütze geboren, sondern der Bezirk halte ganz einfach eine gewisse Schiesskultur aufrecht. Auch der Veranstaltungsort Plasselb sei gut gewählt worden, da dort Heinrich Ruffieux als Präsident des Vereins seit 30 Jahren eine hervorragende Arbeit leiste.

Sorgen wegen Armee

Weniger begeistert zeigte sich der Präsident von den möglichen Auswirkungen der Armeereform auf den Schiesssport. «Wir werden in diesem Jahr die ersten Auswirkungen dieser Reform zu spüren bekommen.» Durch den Rückgang der Bestände nehme auch die Zahl der Waffenbesitzer ab. Dadurch gebe es auch weniger Teilnehmer am obligatorischen Schiessen, was sich wiederum negativ auf die Einnahmen der Vereine auswirke. Zudem befürchtet Romanens auch einen Rückgang der Teilnehmerzahl am eidgenössischen Feldschiessen. «Darum ist es wichtiger denn je, Jugendliche zu rekrutieren, damit die Freiburger Schützen zahlreich bleiben», so der Präsident.

Rudolf Vonlanthen –
Freund der Schützen

Als grosser Freund des Schiesssports zeigte sich Grossratspräsident Rudolf Vonlanthen in seiner Herzblutrede: «Ich kann es nicht verstehen, dass gewisse Kreise gegen das ausserdienstliche Schiesswesen und die Armee im Allgemeinen sind.» Für ihn bedeute der Schiesssport Tradition und Kameradschaft. Zudem trage das ausserdienstliche Schiessen auch seinen Teil zur Verteidigung des Vaterlandes bei. Falsche Propheten wollen den Schützen den Spass verderben, so Vonlanthen. «Lasst euch nicht entwaffnen», rief er daraufhin noch in die Menge. In seiner Rede schien er den Versammelten aus dem Herz zu sprechen. Der tosende Applaus im Anschluss an seine Rede dürfte seiner in letzter Zeit teils arg gebeutelten Seele jedenfalls sehr gut getan haben.

Angst vor Waffenrechtsrevision

Als Vertreter des Schweizerischen Schiesssportverbandes zeigte sich Andreas von Känel anschliessend vor allen Dingen besorgt über eine mögliche Revision des Waffengesetzes und der damit verbundenen Registrierung aller Waffenbesitzer. «Wir müssen uns nichts vormachen, wir werden es auch in Zukunft nicht leicht haben.» Immerhin habe man durch den verstärkten Druck erreichen können, dass die Revision von der Pendenzenliste des Bundesrats gestrichen wurde. Hierbei gilt es aber auch zu erwähnen, dass dies nicht nur aufgrund des Drucks des Schützenverbandes passiert ist. Vielmehr strich Christoph Blocher die Revision von der Pendenzenliste, als er das Justizdepartement von Ruth Metzler übernahm.

Neues System für Jahresbeiträge

Mit 175 zu 42 Stimmen stimmte die Versammlung einer Änderung der Erhebung von Jahresbeiträgen zu. Das neue System tritt 2005 in Kraft und beruht auf drei Pfeilern. Als Grundtaxe muss jede Sektion 150 Franken bezahlen. Weiter werden pro Lizenz fünf und für das obligatorische Schiessen zwei weitere Franken verlangt.

Kleine Änderungen gab es auch im Reglement für das Feldschiessen 2004. So werden beispielsweise Verbände, die Mitglieder abweisen, künftig von der Konkurrenz ausgeschlossen.

Zum Schluss bat Präsident Romanens die Sektionen noch darum, sich für das kantonale Schiessen in Sorens anzumelden. Denn für dieses Jahr kenne er nur ein Motto: «Alle Sektionen nehmen am kantonalen Schiessen teil.»

Kam eradschaft, Gesang
und Prominenz

Jahresversammlung des Kantonalschützenvereins heisst nicht nur, sich Reden anhören und Ehrungen mitverfolgen. Es geht auch darum, die Kameradschaft unter den Freiburger Schützen zu fördern. Zum Schluss versuchte man dies mit dem Anstimmen eines Liedes. Aus über 300 Kehlen tönte es, die Kinder der Helvetik sollen sich bewaffnen, mit Stolz marschieren und auch zu sterben wissen für das Vaterland.

Nebst musikalischer Unterhaltung brachte die Veranstaltung auch einen Hauch von Grossanlass nach Plasselb. Bei der Einfahrt ins Dorf wurde einem von der örtlichen Feuerwehr ein Parkplatz zugewiesen und in der Turnhalle war allerhand Freiburger Prominenz versammelt. So waren nebst dem Grossratspräsidenten auch die Staatsräte Ruth Lüthi und Claude Grandjean anwesend.

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