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«Lasst mich noch einmal singen»

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«Lasst mich noch einmal singen»

Arlette Zola ist mit einer neuen CD zurück, um sich bei ihren Fans zu bedanken

Zwanzig Jahre lang war nichts von Arlette Zola zu hören. Jetzt ist die Freiburger Schlagersängerin wieder zurück und überrascht ihre treuen Fans mit einem neuen Album.

Von ILONA STÄMPFLI

Arlette Zola feierte in ihrer Chanson- Karriere schon zwei Comebacks. Einmal 1982 am «Eurovision Song Contest» in England. Ein Riesenerfolg; die junge Frau mit der tiefen, kräftigen Stimme durfte die Schweiz am Wettbewerb vertreten und landete auf dem dritten Platz. Ihr zweites Comeback feiert Arlette Zola heute. Ihre neue CD «Laissez moi encore chanter» tönt wie damals, vor 35 Jahren, als Arlette Zola ihre Chanson-Karriere startete.

In einer Fernsehshow entdeckt

1967 debütierte die damals 18-jährige Sängerin mit dem Stück «Elles sont coquines». «Ich war noch sehr jung und hatte keine Ahnung von der Musikbranche. Man schickte mich von Wettbewerb zu Wettbewerb und von Auftritt zu Auftritt», erzählt Arlette Zola. Mit 14 Jahren trat sie in einer Fernsehsendung auf und wurde von einem Musikproduzenten entdeckt.

Die junge Arlette wurde als neues Sternchen am Schweizer Schlagerhimmel gefeiert – nicht nur bei den Welschen, auch in der Deutschschweiz. «Eine Karriere als Sängerin war damals mein Traum. Ich wollte den Leuten mit meinen Liedern Freude machen.»

«Die Nase voll»

1968 war Arlette Zola Finalistin beim grossen Schlagerwettbewerb in Rio de Janeiro. 1969 gewann sie den «Orphée d’Or» in Bulgarien. Dann jedoch kam der plötzliche Abbruch ihrer Karriere. Arlette Zola verschwand für mehr als zehn Jahre von der Bildschirmfläche und gab auch keine Konzerte mehr. «Ich hatte plötzlich die Nase voll. Ich kam in ein Alter, wo ich selber bestimmen wollte, was mit mir geschieht. Ich wollte nicht mehr die Marionette der Musikproduzenten sein.»

Arlette Zola heiratete und bekam 1979 eine Tocher. Sie habe einfach ein ruhiges, glückliches Leben gewollt. «Mit einem Mann und Kindern, einem Haus und allem, was sonst noch dazu gehört.» Die Rechnung ging nicht auf. Noch im Geburtsjahr des gemeinsamen Kindes liessen sich Arlette und ihr Mann scheiden.

Mit «Amour on t’aime»
zurück an die Spitze

Diese Veränderung im Leben der Künstlerin brachte sie wieder zurück zur Musik. Nachdem sie lange Zeit fast gänzlich mit dem Singen aufgehört hatte, arbeitete sie in den 80er Jahren an ihrem Comeback. Ihre zweite Erfolgswelle begann mit dem Eurovisionswettbewerb und ihrem Lied «Amour on t’aime». Sie wollte ihren früheren Platz an der Spitze der Schweizer Unterhaltungsstars zurückerobern.

Es kam dann aber alles ein bisschen anders. Statt im Fernsehen landete Arlette Zola in der Kirche. Mit Abbé Pierre Kaelin, dem berühmten Freiburger Komponisten und Dirigenten, sang sie in den Gotteshäusern. «Das war zwar nicht mein gewohnter Stil, aber ich konnte viel dazulernen», schmunzelt sie.

Nach dieser aufregenden Zeit hörte man in der Musikwelt wieder lange nichts von der bildhübschen Schlagersängerin. Sie habe sich um ihre Tocher kümmern müssen, rechtfertigt sie die lange Sendepause. Und sie habe die Arbeit als Serviertochter im Café La Sonnaz in Freiburg aufgenommen, wo sie heute immer noch arbeitet.

Alain Morisod verhalf ihr
zum Neustart

Wie kam es dazu, dass Arlette Zola heute, nach zwanzig Jahren, wieder mit Leib und Seele singt? «Das habe ich Alain Morisod zu verdanken. Er lud mich mehrmals in seine Fernsehshow ein», erklärt sie. Morisod moderiert eine Schlagersendung im Westschweizer Fernsehen. Es wurde sofort klar: Die Fans lieben sie noch immer. Sie wünschten sich ein neues Album von Arlette Zola. «Ich habe die CD nicht für nicht gemacht. Sie ist für mein Publikum. Ich möchte meinen Fans für ihre Treue danken.»

Ihr Leben will sie trotz ihres Erfolgs nicht ändern. Sie wird weiterhin als Serviertochter tätig sein. Nicht selten suchen sie ihre Fans am Arbeitsort auf und fragen nach einem Autogramm. «Das finde ich schön. Ohne diese Bestätigung würde ich keine Musik mehr machen. Es ist schön, wenn ich mit ein paar neuen Liedern so viel Freude bereiten kann.»

«Die Deutschschweizer haben mich schnell vergessen»

Arlette Zola singt über die Liebe. Noch immer. Auch mit 54 Jahren fühlt sie sich noch nicht zu alt, um über dieses Thema zu philosophieren. «Ich singe die Worte des Lebens. Man liebt ja sein ganzes Leben lang, oder?» Zu Ehren der verstorbenen Berühmtheit Edith Piaf singt Arlette Zola «Les amants d’un jour» auf der neuen CD. «Schon als kleines Mädchen hörte ich ihre Lieder immer und immer wieder. Das Leben von Edith Piaf hat mich berührt», schwärmt sie.

Auf die Frage, was sie heute anders machen würde, wenn sie noch einmal jung wäre, antwortet Arlette Zola wie aus der Pistole geschossen: «Alles. Ich war in den 60er Jahren noch viel zu jung, um eine solche Karriere zu starten. Heute würde ich das Ganze viel langsamer und überlegter angehen.»

Das Marketing der neuen CD nimmt Arlette Zola selber in die Hand. Diesmal dürfe ihr niemand dazwischenfunken. Für die Zukunft habe sie noch nichts geplant, das Schicksal sage ihr, wie es weitergehen soll, ist sie sich sicher. Ob sie mit dem Album auch die Deutschschweiz erobern kann, oder wenigstens den Sensebezirk, bleibt noch ungewiss. «Die Deutschschweizer haben mich schnell vergessen. Aber das Sprichwort sagt es ja: Aus den Augen, aus dem Sinn.»

«Laisser-moi chanter» von Arlette Zola, Disque-Office.

Kontakt: Arlette Zola, Postfach 28, 1706 Freiburg

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