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Lässt sich mit 320 Franken monatlich im Heim leben?

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Seit 1993 steht den Bewohnern in Freiburger Alters- und Pflegeheimen der gleiche monatliche Betrag für persönliche Auslagen zur Verfügung: 320 Franken. Es wäre an der Zeit, diesen Betrag anzupassen, waren sich die Grossräte André Schneuwly (Freie Wähler, Düdingen) und Bernadette Mäder-Brülhart (CSP, Schmitten) einig. In einem Postulat an den Grossrat stellten sie diese Regelung infrage.

Bereits im Bericht zum Postulat wie auch gestern an der Grossratssitzung machte der Staatsrat klar, dass er 320 Franken Ergänzungsleistungen im Monat weiterhin für angemessen hält. Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) erklärte, dass Freiburg mit 320 Franken im schweizerischen Vergleich ungefähr in der Mitte steht und deshalb nicht so falsch liegen könne. Sie erwähnte, dass Freiburg im Vergleich zu anderen Kantonen mehr Ausgaben direkt als Pflege verbucht. Auch machte Demierre darauf aufmerksam, dass im Vergleich zu früher leichtere Fälle öfters zu Hause blieben und so nicht mehr für die Freibeträge berücksichtigt würden, und dass die schwereren Fälle in den Heimen andere Bedürfnisse hätten.

Bernadette Mäder hatte für dieses Argument wenig übrig: «Wenn Bewohner weniger autonom sind, heisst das nicht, dass sie weniger Bedürfnisse haben. Es sind einfach andere Anschaffungen, die ihrer Seele gut tun.» Schneuwly meinte, dass auch in Heimen die Ansprüche gestiegen seien. René Thomet (SP, Villars-sur-Glâne) zählte auf, was Heimbewohner alles selber bezahlen müssen: Telefon, Fernseher, Hygieneartikel, Kleiderreinigung, Cafeteria, Post … «Sie können gar keine Geschenke für Angehörige mehr machen.»

Anne-Claude Demierre versicherte, dass der Freibetrag auch in Zukunft regelmässig überprüft werde. uh

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