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Lauter schlechte Vorsätze

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das mit den guten Vorsätzen klappt ja sowieso nie. Deshalb habe ich fürs neue Jahr schlechte Vorsätze gefasst, und zwar gleich eine ganze Menge davon:

Ich werde weniger Zeit mit meinen Kindern verbringen und dafür mehr arbeiten – auch am Wochenende. Das freut das Portemonnaie und schont die Nerven.

Meine Fingernägel werde ich nicht schneiden, sondern kauen, und die Zehennägel gleich mit – vorausgesetzt, ich kriege die Füsse hoch, was ich bezweifle, denn noch mehr als letztes Jahr werde ich im neuen Jahr keinen Sport treiben. Die Joggingschuhe, die ich letzten Januar gekauft habe und die seither im Keller verstauben, schmeisse ich in die Altkleidertonne. Und für die 500 Meter bis dorthin rufe ich mir ein Taxi. Überhaupt will ich mehr Geld für unnütze Dinge ausgeben. Gerade weil ich mir das eigentlich nicht leisten kann.

Ernähren will ich mich im neuen Jahr, so oft es mir passt, mit fettigen Fertiggerichten aus den Tiefkühlregalen der deutschen Discounter. Je billiger, desto besser. Mir doch egal, ob in der Lasagne für 2.90 Pferd, Känguru oder Sägemehl drin ist. Und ich werde darauf achten, das ganze Jahr über Peperoni zu essen und ganz viele Erdbeeren im Dezember – für etwas gibt es ja in Spanien geheizte Treibhäuser und afrikanische Pflücksklaven.

Viel weniger kluge Bücher will ich lesen, das nehme ich mir fest vor, und dafür schon vormittags deutsches Privatfernsehen gucken und mich nicht schämen dafür. Sondern stolz sein auf meine Ignoranz. Weder Italienisch, noch Arabisch noch Chinesisch werde ich im neuen Jahr lernen; soll doch Deutsch büffeln, wer etwas von mir will. Überhaupt will ich mich weniger interessieren für die Welt und die Politik und wie alles zusammenhängt, mein Bauchnabel ist mir Mysterium genug.

Und ja, dieses Jahr schaffe ich es ganz sicher – und fange mit dem Rauchen an.

Das Gute an diesen schlechten Vorsätzen: Niemand ist mir böse, wenn ich sie nicht in die Tat umsetze. Am allerwenigsten ich selber. Und das ist ungemein befreiend.

Ein gutes neues Jahr!

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