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Leben selber bestimmen

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Seit dem 1. Januar 2006 läuft der Pilotversuch «Assistenzbudget» in den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen und Wallis, doch können auch Behinderte von anderen Kantonen daran teilnehmen. Er steht unter der Direktion des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV).

Gegen ausgrenzende Praxis

Für viele der 33 000 erheblich behinderten Menschen der Schweiz im IV-Alter bedeutet die heutige Sozialpolitik: Lernen in der Sonderschule, Arbeiten in den Behindertenwerkstätten, ungenügende Unterstützung zu Hause sowie Abschiebung ins Heim. Betroffene wehren sich zunehmend gegen diese ausgrenzende Praxis, welche ihre Grundrechte unnötig einschränkt. Sie möchten integriert leben und als Arbeitgeberin oder -geber selber bestimmen, von wem sie Hilfe erhalten. Dies erlaubt nun das Projekt «Assistenzbudget».Den Teilnehmern am Pilotversuch wird ein Assistenzgeld zur Verfügung gestellt, das individuell aufgrund der benötigten Hilfe ermittelt wird. Um die Höhe des Budgets festzulegen, müssen die Teilnehmer eine Selbstdeklaration ausfüllen. Diese wird von den IV-Stellen aufgrund interner Unterlagen auf ihre Plausibilität überprüft. Gegebenenfalls findet eine Abklärung bei der versicherten Person zu Hause statt. Die Behinderten erhalten das Assistenzbudget monatlich auf ein eigenes Konto ausbezahlt.

Modell der Zukunft

Für die Informations- und Beratungstätigkeit des Pilotversuchs ist die Stiftung Assistenz Schweiz (SAssiS) zuständig. Geschäftsführerin dieser Fachstelle ist die in Plaffeien wohnhafte Katharina Kanka, die wesentlich zum Zustandekommen des Versuchs beigetragen hat. «Mit dem im Pilotversuch ausbezahlten Assistenzbudget sollen die Betroffenen ganz konkret die Gestaltung ihres Lebens in die eigenen Hände nehmen», sagt sie. «Sie entscheiden, wo und mit wem sie wohnen, wer ihren Körper pflegt und in die Intimsphäre eindringt, wer sie begleitet und im Haushalt unterstützt, was in psychischen Krisen mit ihnen geschieht usw.», führt Katharina Kanka weiter aus.Selbstbestimmt zu leben, heisst für sie auch, Verantwortung für sich und andere wahrzunehmen und bereit zu sein, sich über Rechte und Pflichten zu informieren, sich selber zu organisieren (Planen der Assistenz), zu kommunizieren (persönlichen Assistenzbedarf zu artikulieren), Prioritäten zu setzen sowie administrative Aufgaben fristgerecht zu erledigen, wie dies eben auch Unternehmer tun müssen.Das Projekt versteht sich im Übrigen nicht als Konkurrenz zur Spitex, zumal deren Dienste ebenfalls in Anspruch genommen werden kann. azAuf der Internetseite «www.assistenzbudget.ch» finden Interessierte eine Vielzahl von laufend aktualisierten Informationen zum Pilotversuch.

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