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Lebensqualität ohne Alkohol

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Lebensqualität ohne Alkohol

Rückfallpräventionskurs für Deutschsprachige im Zentrum Le Torry in Freiburg

Anfang Dezember beginnt im Zentrum für Suchtbehandlungen Torry in Freiburg ein neuer Rückfallpräventionskurs für Deutschsprachige. Er richtet sich an Menschen mit Alkoholproblemen, die sich für die Abstinenz entschieden haben.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Dass das Torry abstinenzorientiert arbeitet, kommt nicht von ungefähr. Silvia Mongodi, die neue Leiterin des deutschsprachigen Rückfallpräventionskurses, erklärt warum: «Für Personen mit einer längeren Abhängigkeitserfahrung ist es nur in Ausnahmefällen möglich, über längere Zeit kontrolliert zu trinken. Die meisten empfinden das Unterfangen als anstrengender als die Abstinenz, und viele fallen Glas für Glas zurück in die alten Trinkmuster.»

Auch von den Teilnehmern am Rückfallpräventionskurs «Zufrieden ohne Alkohol» habe ein Grossteil bereits mehrmals alleine versucht, mit dem Trinken aufzuhören. Wer den Schritt in den Kurs wage, habe sich bereits eingestanden, dass er Hilfe brauche. Das sei eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg: «Die Teilnehmer müssen sich bewusst werden, dass sie alltagstaugliche Strategien brauchen, um längerfristig eine gute Lebensqualität erhalten zu können.»

Voneinander lernen

Genau solche Strategien will der Kurs «Zufrieden ohne Alkohol» vermitteln. Es gehe nicht nur darum, den Alkohol aus dem Leben zu streichen, so Silvia Mongodi. Wichtiger sei herauszufinden, was der Einzelne vom Alkoholkonsum erwarte und wie er den Alkohol ersetzen könne. Wenn man die persönlichen Auslösersituationen kenne, könne man auch individuelle Strategien entwerfen. Für jemanden, der zum Beispiel heimlich bei sich zu Hause trinkt, kann das bedeuten, dass er dafür sorgen muss, keinen Alkohol mehr in der Wohnung zu haben. Wer regelmässig am Feierabend im Restaurant zum Glas greift, kann versuchen, sich woanders mit seinen Freunden zu treffen. Und wer sich bei offiziellen Anlässen dem Druck ausgesetzt fühlt, «ein Glas zum Anstossen» zu trinken, kann sich im Voraus auf die Situation vorbereiten und sich überlegen, wie er reagieren kann.

Nebst den so genannten thematischen Impulsen, etwa zum Umgang mit Stresssituationen oder zum Schaffen eines neuen Freundeskreises, bietet der Kurs die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu motivieren. Am Kurs nehmen bis zu acht Personen teil. Vertreten sind laut Silvia Mongodi sämtliche Berufs- und Altersgruppen. Die Mehrzahl der Teilnehmer seien Männer, es kämen aber auch immer mehr Frauen.

Zweisprachiges Zentrum

Der nächste Rückfall-Präventionskurs beginnt anfangs Dezember und dauert sechs Monate. Er findet jeweils am Montagabend von 19 bis 20.30 Uhr statt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Ein vorgängiges Informationstreffen und ein abschliessendes Auswertungsgespräch mit der Leiterin sind Bestandteile des Kurses.

Das Torry, ein auf Alkohologie spezialisiertes Zentrum für Suchtbehandlungen, ist eine private Stiftung mit öffentlich-rechtlichem Auftrag. Nebst dem Rückfallpräventionskurs bietet das zweisprachig geführte Zentrum stationäre Behandlungsprogramme sowie verschiedene Hilfeleistungen für Direktbetroffene und Angehörige an. Neu ist eine Therapiegruppe für alkoholabhängige Eltern und ihre Kinder.

Weitere Informationen und Anmeldung: 026 460 88 22. Internet: www.letorry.ch.

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