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Leere Parkplätze im Stadtzentrum

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Per Anfang 2015 hat die Stadt Freiburg die Tarife auf den öffentlichen Parkplätzen erhöht und die maximale Parkdauer an manchen Orten limitiert. Eine Studie habe gezeigt, dass die Tarife der öffentlichen Parkplätze im Vergleich zu den Parkhäusern zu billig gewesen seien, erklärt Philippe Fragnière, Sektorchef der Ortspolizei, gegenüber den FN. Um nicht auf die teureren Parkings ausweichen zu müssen, hätten die Leute auf der Suche nach einem Parkplatz oft mehrere Runden in der Stadt gedreht «und so zusätzlichen Verkehr generiert». Und die Parkplätze mit langer Parkdauer von über zehn Stunden seien ideal gewesen für diejenigen Verkehrsteilnehmer, welche der Freiburger Gemeinderat nicht gerne im Stadtzentrum sieht: die Pendler.

Parkplätze weniger voll

Inwiefern die Tariferhöhung und die Reduzierung der Parkzeit greifen, soll eine Studie nach einem Jahr zeigen. «Noch ist der Wechsel nicht vollständig umgesetzt. Bis die über 300 Parkuhren umgestellt sind, dauert dies eine Weile», so Philippe Fragnière. Bereits jetzt kann er jedoch sagen: «Die Parkplätze, auf denen wir die lange Parkzeit auf drei oder zwei Stunden reduziert haben, stehen nun oft fast leer.» Dies betrifft etwa Parkplätze an der Neustrasse, der Zeughausstrasse, der Wilhelm-Kaiser-Gasse, der General-Guisan-Allee, der Bürglenstrasse und dem Mottaweg. Seien diese Parkplätze vor der Tarif- und Zeitanpassung noch zu 95 bis 100 Prozent besetzt gewesen, seien sie es nun grob geschätzt noch zu 20 bis 30 Prozent.

Wirkung ist Hauptsache

Ob all diese Pendler nun auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen sind oder ihr Auto nun auf privaten Parkplätzen stehen lassen, kann Fragnière nicht sagen. Zumindest habe die Ortspolizei bisher keine Reklamationen erhalten, wonach Personen ihr Auto unbefugterweise auf privaten Parkplätzen wie etwa Firmenparkplätzen stehen liessen.

Auch eine kleine Umfrage bei städtischen Parkhäusern fördert keine Antwort zutage: Entweder sind noch keine Zahlen zu den ersten Monaten dieses Jahres verfügbar, oder es gab keine besondere Entwicklung seit Anfang Jahr.

«Es ist sehr schwierig zu eruieren, was welche Pendler nun machen», sagt der Freiburger Gemeinderat Thierry Steiert (SP) auf Anfrage. So könne er sich durchaus vorstellen, dass manche Pendler auf Bus und Zug umgestiegen seien oder aber Park-und-Ride-Anlagen benützten. Belegen kann er diese Entwicklung aber nicht. «Es ist noch zu früh, um Zahlen zu präsentieren.» Wichtiger als die Frage nach dem Verbleib der Pendler sei ohnehin, dass die Massnahmen offensichtlich die angestrebte Wirkung erzielt hätten. «Manche Pendler haben ihr Verhalten geändert.»

Einige Reklamationen

Freude an der Umstellung hätten aber nicht alle gehabt, räumt Thierry Steiert ein. «Solche Massnahmen rufen immer Reaktionen hervor, auch wenn es diesmal nicht sehr viele waren.» An der Tariferhöhung hätten sich insbesondere Gewerbetreibende der Unterstadt gestört. Die letzte Anpassung liege aber über zehn Jahre zurück. «Und auch mit den neuen Preisen ist das Parkieren in Freiburg nicht teurer als in anderen, vergleichbaren Städten», so Steiert. Und auch die Reklamationen mancher Pendler nimmt der Gemeinderat in Kauf. «Dies sind Partikularinteressen, wir müssen aber auf das Wohl der gesamten Stadt schauen.»

Ob es die nun fast leeren Parkplätze noch braucht und was künftig damit geschehen wird, kann Steiert noch nicht sagen. «Wir müssen zunächst schauen, wie sich die Situation entwickelt.» Mancherorts, etwa für den Parkplatz an der Neustrasse, sei eine andere Nutzung durchaus denkbar. «Solche Fragen müssen wir im Rahmen des neuen Ortsplans prüfen.»

Alle aktuellen Tarife und Parkzeiten sind unter www.ville-fribourg.ch unter der Rubrik «Mobilität» zu finden.

Finanzen

Mindereinnahmen werden wettgemacht

Werden manche Parkplätze im Zentrum der Stadt Freiburg künftig weniger genutzt, bedeutet dies Mindereinnahmen für die Gemeinde. In welcher Höhe diese genau ausfallen, sei erst in der Jahresrechnung definitiv festzustellen, sagt Gemeinderat Thierry Steiert (SP) auf Anfrage. «Wir gehen aber davon aus, dass die Mindereinnahmen durch die Tariferhöhungen mehr oder weniger wettgemacht werden», so Steiert. Auch seien die finanziellen Auswirkungen nur sekundär, wichtiger sei, dass der Verkehr in der Stadt abnehme.rb

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