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«Lehrlinge grüssen mich heute noch»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn es etwas gibt, das die Firma Polytype AG in ihrem 50. Jahr besonders feiern kann, dann sind das ihre Ausbildungswerkstätten. Rund 1100 junge Männer und Frauen haben hier seit 1962 ihren Beruf erlernt. Mit zurzeit 86 Lehrlingen ist Polytype einer der grössten Lehrbetriebe des Kantons Freiburg.

Immer auf dem Laufenden

Einer, der die Ausbildungswerkstätten der Polytype wie seine Westentasche kennt, ist Anton Piller aus Giffers. Der 72-Jährige war von 1991 bis 2005 Ausbildungsverantwortlicher der Firma. «Ich war Ansprechpartner für die Sekundar- und Berufsschulen, für die Eltern der Lehrlinge und die Lehrmeister», erzählt er. Dass er seitdem kaum noch direkt mit den Polytpye-Maschinen zu tun hatte, habe ihn nicht gestört. «Ich mochte den Kontakt mit den Jungen», so Piller. Und schliesslich habe er seine Mechaniker-Hände nach der Pensionierung im Velo-Geschäft des Schwiegersohns benutzen können.

Als Anton Piller 1956 seine Lehre zum Mechaniker machte, gab es die Polytype noch gar nicht. 1967 wechselte er in die junge Firma, zunächst in die Abteilung für Grafische Industrie, später zur Montage für Tuben- und Becherdruck. «Ich habe mich immer wohlgefühlt–deshalb bin ich bis zur Pensionierung bei der Polytype geblieben», sagt er. Natürlich habe sich das Unternehmen in den 37 Jahren stark verändert: die Belegschaft wuchs an, andere Firmen kamen hinzu, ebenso neue Techniken und Produkte. Eine ständige Herausforderung, so Piller: «Als Ausbildungsverantwortlicher musste man immer auf dem Laufenden sein.»

Während diesen 14 Jahren hat Anton Piller rund 300 Lehrlinge betreut. Zu fast allen hatte er ein gutes Verhältnis, trotz klarer Regeln und ein paar spitzen Bemerkungen, wenn der Werkstattboden nicht sauber war. Einem Lehrling habe er sogar einmal eine Stelle in Schaffhausen vermittelt, als die Familie aus dem Sensebezirk wegziehen musste. Auch heute ist der Kontakt zu den Jungen von damals geblieben. «Man trifft mich öfters am Fussballfeld, wenn meine Grosskinder spielen», erzählt der achtfache Grossvater. «Wenn mich frühere Lehrlinge sehen, grüssen sie mich immer–und meistens fällt auch ein freundlicher Spruch.»

Von der Lehre in die Firma

Damals wie heute ist die Ausbildungsstätte der Polytype AG ein wichtiges Standbein des Maschinenherstellers. Der Freiburger Standort verfügt über sechs Lehrmeister und mehrere Lehrwerkstätten, die genauso ausgestattet sind wie die Produktionsateliers. Zwischen 40 und 50 Prozent der Lehrlinge finden nach der Abschlussprüfung eine Anstellung in der Firma. Auch wenn sie laut Direktionsmitglied François Butty selten länger als zwei Jahre bleiben, profitiere das Unternehmen enorm vom hauseigenen Personal: «Wenn sie später in den Kanton zurückkommen, klopfen sie meist zuallererst bei uns an.»

Heute bietet Polytype sechs überwiegend technische Berufsausbildungen an. Auch wenn die aktuelle schlechte Wirtschaftslage keinen Einfluss auf die Anzahl der Lehrlinge hat, spiegelt sich die Krise im Interesse für den einen oder anderen Beruf wider. «Wir bilden weniger Polymechaniker für die Produktion aus», erklärt Butty, «dafür aber mehr Automatiker im Montage- und Service-Bereich.»

50 Jahre: Polytype AG feiert Jubiläum mit Tag der offenen Tür

D as Traditionsunternehmen Polytype ist 1960 von Otto Wirz, Inhaber der Wifag Bern, gegründet worden. 1962 nahm es den Betrieb an der Glanestrasse auf. Hergestellt wurden und werden Druckmaschinen, ganze Fabrikationsanlagen zur Herstellung von Tuben und Bechern sowie Maschinen für das Bedrucken von Behältern und Deckeln.

Der Personalbestand wuchs in den Sechzigerjahren rasch an und ebenso der Bedarf an geschulten Mitarbeitern. Die Lehrwerkstätten sind denn auch fast gleich alt wie die Polytype selbst. Heute arbeiten rund 600 Personen in Freiburg, unter anderem Mitarbeiter der 2011 geschlossenen Wifag in Bern. Insgesamt zählt die Gruppe Wifag/Polytype 1 100 Mitarbeiter auf allen Kontinenten. Sie generiert einen jährlichen Umsatz von 350 Millionen Franken – davon die Hälfte an den europäischen Standorten.

Das Unternehmen muss sein 50-Jahr-Jubiläum unter schwierigen Voraussetzungen feiern. «Wir sind vorsichtig, was die Wirtschaftsprognosen betrifft», so François Butty. Erst im Juli hat Wifag/Polytype einen Produktionszweig ausgegliedert und zwanzig Angestellte entlassen. cf

Tag der offenen Tür: Sa., 6. Oktober, 9 bis 16 Uhr. Polytype AG, Glanestrasse 26, Freiburg.

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