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Leidenschaftliches Gottéron belohnt

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Mit Partien gegen Bern, Davos und Zug ist diese Woche ein echter Gradmesser für Gottéron. Den ersten Härtetest hat das Team von Hans Kossmann gestern gegen den SCB mit Bravour bestanden. Mit Leidenschaft, Herz und abgeklärtem Spiel rangen die Freiburger den Erzrivalen nieder. In einer engen Partie liessen sie nicht wie gegen die Lakers, Servette und die SCL Tigers unnötig Zähler liegen und sicherten sich den Sieg 26 Sekunden vor Ende mit einem Empty-Netter des Amerikaners Greg Mauldin zum 3:1, nachdem Gottéron im Mitteldrittel die Vorentscheidung noch verpasst hatte. Auf dieser geschlossenen Mannschaftsleistung lässt sich aufbauen.

Heins und die Lockout-Gäste

In der jüngeren Vergangenheit waren die Spiele zwischen Gottéron und dem SC Bern erstaunlich emotionslos, selbst in der Playoff-Halbfinalserie vom vergangenen Frühling ging es nur ganz selten hoch zu und her. Gestern aber war dem nicht so. Wenig überraschend trug Shawn Heins seinen Teil dazu bei, dass sich die Gemüter schnell erhitzten. Der Kanadier liess es sich nicht nehmen, die beiden Lockout-Gäste Mark Streit und Roman Josi früh in seiner ihm ganz eigenen Art willkommen zu heissen. Das Duo musste sich vor lauter Trash-Talk und Scharmützeln geradezu heimisch fühlen. Aber auch Streit liess sich nicht lumpen. Es sei für ihn eine spezielle Partie, hatte er im Vorfeld gesagt, weil es Gottéron gewesen war, das ihm damals als 17-Jährigen die erste Chance in der NLA gegeben hatte. Damit war aber genug der Sentimentalitäten vonseiten Streits.

Bereits in der 2. Minute brachte der Captain der New York Islanders die Berner mit 0:1 in Führung – die Freiburger Hintermannschaft hatte beim feinen Solo des Verteidigers Spalier gestanden. Später setzte Streit mit einem unsauberen Ellbogencheck Romain Loeffel kurzzeitig ausser Gefecht und hatte dabei Glück, dass das Schiedsrichter-Duo alle vier Augen ganz fest zudrückte.

Special-Teams schiessen die Tore

Von all dem liess sich Gottéron wenig beeindrucken. Nach nur gerade neun Sekunden im ersten Powerplay des Abends glich Joel Kwiatkowski gegen seinen Ex-Club aus (6.). Es war das erste Saisontor des kanadischen Verteidigers. Und Tristan Vauclair stellte das Skore noch vor Hälfte des Startdrittels auf 2:1, nachdem er in Unterzahl (!) einen Pass vom stark aufspielenden Greg Mauldin, welcher den Vorzug gegenüber Pavel Rosa erhalten hatte, verwertete. Überhaupt hatte die so prominent besetzte Abwehr der Gäste, die zuletzt gegen Lugano makellos geblieben war, ihre liebe Mühe mit den leidenschaftlich angreifenden Freiburgern.

War der erste Abschnitt elektrisierend, so schien es nach der Pause, als ob jemand den Stecker gezogen hätte. Lange Minuten passierte gar nichts, weil sich die beiden Equipen neutralisierten und nun darauf bedacht waren, keine Fehler zu begehen. Gottéron kontrollierte das Spiel weitestgehend. Der SCB, der gestern noch ohne NHL-Stürmerstar und Streit-Teamkollege John Tavares auskommen musste–er verfolgte den Match von der Tribüne aus–, wirkte in der Offensive relativ ideenlos. «Tavares ist heute angekommen. Sein Ziel ist vorerst, nicht einzuschlafen», scherzte Sportdirektor Sven Leuenberger. Sollte der Kanadier zu diesem Zeitpunkt tatsächlich nahe am Einnicken gewesen sein, so waren es die Freiburger, welche ihn bei der Stange hielten. Kurz vor Ende des zweiten Drittels brannten die Hausherren in zwei Powerplays ein veritables Feuerwerk ab. Drei (!) Pfostenschüsse – zweimal Kwiatkowski innert Sekunden und einmal Andrei Bykow – waren jedoch ein denkbar schlechter Lohn für ein durchaus ansehnliches Überzahlspiel.

Die Formkurve steigt

Derartige Versäumnisse rächen sich bekanntlich in der Regel. Umso mehr, als Mike Knoepfli und Mauldin drei Minuten vor der Schlusssirene weitere Matchpucks vor SCB-Hüter Marco Bührer vergaben. Doch diesmal konnten die Freiburger die Früchte der Arbeit in Form von drei verdienten Punkten ernten. Während Bern die vierte Niederlage in fünf Partien kassierte und die Luft für Trainer Antti Törmänen dünner werden dürfte, setzte Gottéron seinen Steigerungslauf fort. Und gestern stimmte endlich auch das Resultat mit der Leistung auf dem Eis überein.

Telegramm

Gottéron – Bern 3:1 (2:1, 0:0, 1:0)

St. Leonhard.–6280 Zuschauer.–SR Kurmann/Popovic, Fluri/Müller.Tore:2. Streit (Pascal Berger, Danielsson) 0:1. 6. Kwiatkowski (Tristan Vauclair, Dubé/Ausschluss Josi) 1:1. 9. Tristan Vauclair (Mauldin/Ausschluss Heins!) 2:1. 60. Mauldin (Heins) 3:1 (ins leere Tor).Srafen:5-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 6-mal 2 Minuten gegen Bern.

Gottéron:Conz; Loeffel, Kwiatkowski; Heins, Birbaum; Lukas Gerber, Schilt; Ngoy, Abplanalp; Mauldin, Jeannin, Knoepfli; Brügger, Bykow, Benjamin Plüss; Gamache, Dubé, Tristan Vauclair; Cadieux, Botter, Hasani.

Bern:Bührer; Kinrade, Streit; Roche, Beat Gerber; Josi, Philippe Furrer; Jobin; Danielsson, Ritchie, Pascal Berger; Vermin, Martin Plüss, Rüthemann; Déruns, Gardner, Rubin; Caryl Neuenschwander, Flurin Randegger, Scherwey; Collenberg.

Bemerkungen:Gottéron ohne Sprunger, Sebastian Sutter (beide verletzt) und Rosa (überzählig), Bern ohne Hänni (verletzt), Tavares und Bertschy (beide überzählig). Randegger (5.) mit ausgekugelter Schulter (3 bis 4 Wochen out) und Roche (nach 2 Dritteln) verletzt ausgeschieden.–Pfostenschüsse Kwiatkowski (2-mal 36.) und Bykow (38.). Timeout Bern (58:42). Bern von 58:54 bis 59:34 ohne Torhüter.

Die FN-Besten:Mauldin und Bührer.

 

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