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Leitfaden für alle Verkehrsteilnehmer

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Leitfaden für alle Verkehrsteilnehmer

Autor: Pascal Jäggi (Text), Corinne Aeberhard und Aldo Ellena (Bilder)

Heute um zehn Uhr morgens enthüllt Gemeinderat Charles de Reyff die neue Signalisation am Kreisel bei der reformierten Kirche. Nur ein Einbahnstrassenschild bei der Einfahrt Bahnhofallee, das aber doch die ganze Verkehrssituation in der Innenstadt betrifft. Worauf müssen Verkehrsteilnehmer in Zukunft achten, was ändert sich? Diese Fragen sollen in diesen Zeilen geklärt werden.

Neue Verkehrsführung

Die Bahnhofallee ist für Autos und Motorräder nur noch vom Perolles in Richtung Kreisel bei der reformierten Kirche befahrbar. Hingegen dürfen Busse, Taxis und Velos weiterhin in beide Richtungen verkehren. Somit ist die Zeughausstrasse nur noch von der Neustrasse und der Perollesallee aus erreichbar.

Autos müssen vom Perolles bis zum Kreisel bei der reformierten Kirche auf der linken Spur bleiben und können nicht mehr wie bisher schon vorher auf die rechte Seite wechseln.

Die Velofahrerinnen und Velofahrer haben einen eigenen Fahrstreifen vom Kreisel bei der reformierten Kirche bis zum Fussgängerstreifen Fribourg-Centre erhalten. Dieser befindet sich auf einem Teil der bisherigen Fahrbahn für Autos und Überlandbusse.

Vorteil Fussgänger

Wer zu Fuss unterwegs ist, darf sich freuen. Neben den bisherigen Übergängen bei der Bahnhofkreuzung und dem Fribourg-Centre kommt ein dritter Streifen dazu. Dieser liegt auf der Höhe des Equilibre einerseits und der Credit-Suisse-Filiale auf der anderen Strassenseite. Wie sein Pendant vor dem Einkaufszentrum verfügt er über eine Insel in der Strassenmitte. Auf beiden Übergängen haben Fussgänger absolute Priorität. Im Gegensatz zum Übergang an der Kreuzung Bahnhof gibt es keine Ampeln (allerdings wurden die Ampeln von der Bahnhofseite bis zum Quai der Busse 1,3 und 7 auch bei der Bahnhofkreuzung entfernt).

Ebenfalls ohne Ampeln präsentiert sich die Situation beim Fussgängerstreifen oberhalb der Bahnhofkreuzung. Keine Änderung gibt es hingegen an der Ecke Perollesallee und Neustrasse. Es wird weiterhin so sein, dass Autos, die Richtung Unterstadt fahren, den Fussgängern, welche die Neustrasse überqueren, die Priorität lassen müssen.

Es darf nicht vergessen werden, dass die Bahnhofallee keine Fussgängerzone wird. Auch auf der autofreien Fahrbahn werden täglich mehrere hundert Busse und Taxis unterwegs sein, ebenso eine grosse Anzahl Velos.

Umfahrung für Autos

Den Grossteil des Individualverkehrs Richtung Perolles wird die Verbindung Tivoliallee-Louis-d’Affrygasse-Südstrasse (Avenue du Midi) übernehmen müssen. Die Behörden rechnen mit 5000 zusätzlichen Autos in der Affrygasse. Zum bisherigen Volumen kommt der Verkehr von den Parkhäusern im Zentrum und in der Sankt-Peter-Gasse dazu. Der Tivolikreisel wurde im Hinblick auf diese Änderung bereits angepasst.

Erste Möglichkeit, ins Perollesquartier zu wechseln, ist die Cardinalpassage. Laut Charles de Reyff ist sich der Gemeinderat bewusst, dass die Passage nicht allen ein Sicherheitsgefühl vermittelt. Noch müsse der Detailbebauungsplan abgewartet werden, um konkrete Massnahmen ergreifen zu können.

Eine weitere Möglichkeit, ins Perolles zu gelangen, ist die Sankt-Peter-Gasse zu meiden und über die Spitalgasse, Jurastrasse und die Europaallee Richtung Tivolikreisel zu fahren. Je nach Ziel wird es wohl sogar Sinn machen, von der Kathedrale über die Murtengasse zu fahren und die «grosse Umfahrung» über die Autobahn zu benutzen (von der Ausfahrt Freiburg-Nord zur Ausfahrt Freiburg-Süd).

Raus aus den Quartieren

Bei der Bekanntgabe des Einbahnplans wehrten sich die Quartiervereine vehement und zählten zu den zahlreichen Einsprechern. Sie befürchteten, dass die autofahrenden Pendler in Zukunft Schleichwege durch die Quartiere suchen würden. Die Stadt Freiburg hat deshalb für 430 000 Franken Begleitmassnahmen realisiert (inkusive der Änderungen an der Bahnhofallee), welche die Automobilisten zum Ausweichen bringen sollen. Konkret heisst das:

Gambach: Die Jean-Gambach-Allee ist neu eine 30er-Zone. Die Vanil-Allee wurde mit ausfahrbaren Pfosten versehen, die zu den Stosszeiten den Weg versperren.

Neustadt: Auf der Neustrasse, Neustadtgasse, Unteren Matte und dem Karrweg beträgt die Höchstgeschwindigkeit Tempo 30. Diverse Hindernisse wie Bremsschwellen («gendarme couché») sollen die Automobilisten am schnellen Fahren hindern. Der Lorettoweg erhält ebenfalls einfahrbare Pfosten, die wie an der Vanil-Allee ab Montag, 11.30 Uhr hochgefahren werden.

Auquartier: Der gesamte untere Bereich der Au (Klein-Sankt-Johann-Platz, Hinter den Gärten) ist zur Begegnungszone mit Tempo 20 umfunktioniert worden.

Neben den direkt mit der Einbahnstrasse zusammenhängenden Massnahmen ist die Einführung von Tempo-30-Zonen auch in anderen Freiburger Quartieren stark vorangeschritten (zum Beispiel Perolles, Torry oder Guintzet).

Park+Ride als Alternative

Wo soll das Auto da noch hin? Nach Meinung der Stadt in die Park+Ride-Anlagen Chassotte, Guintzet, Heitera und St. Leonhard (alle Freiburg) sowie Grange (Villars-sur-Glâne) und Marly-Gérine. Dort könnten die Pendler auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.

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