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Lektion in Hirnanatomie für Landfrauen

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Autor: Pascale Hofmeier

«Sie erfahren hier nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was wir über das Gehirn wissen.» Mit diesen Worten eröffnete Günter Rager, bis 2006 Direktor des Instituts für Anatomie an der Uni Freiburg, seinen Vortrag «Ich und mein Gehirn» an den Bildungstagen des Freiburger Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes. Mehr als 140 Frauen nahmen in den beiden vergangenen Tagen in Burgbühl an den Bildungstagen teil.

«Und was wir über das Gehirn wissen, ist nur ein kleiner Teil dessen, was das Gehirn wirklich ist», sagte Rager weiter. Sein Vortrag gliederte sich in die Bereiche Aufbau, Funktionsweise, Vernetzung und Krankheiten des Gehirns.

Kopflastige Hirnfunktionen

In seinen Ausführungen zu diesem hoch komplexen Thema bemühte er sich, die Wissenschaftssprache für Laien verständlich herunterzubrechen. Zum Beispiel die Funktionsweise des Sympathikus, eines der beiden Gegenspieler des vegetativen Nervensystems. «Der regelt die Pupillengrösse, wenn Sie sich freuen, oder das Schwitzen, wenn Sie nervös sind», erklärte Rager. Die Anatomie-Lektion über die Funktionsweise der Hirnareale, über die Verschaltungen, über den Ablauf eines Nervenimpulses und die Übermittlung zwischen den Synapsen, den Kontaktstellen zwischen Nervenzellen, war für viele der Frauen eine Herausforderung.

Die Fakten – dass zum Beispiel im Gehirn 100 Milliarden Neuronen vorhanden sind und jedes Neuron durchschnittlich 10 000 Synapsen besitzt – faszinierten zwar; vielen waren die Ausführungen jedoch zu schwierig. «Es ist vielleicht ein wenig zu anspruchsvoll für diejenigen, die noch gar kein Vorwissen haben», sagte Rita Hänggi aus Giffers. «Wir sind halt keine Studenten», sagte Hanni Niederer aus Pierrafortscha. Und für Rita Jungo aus Rechthalten war der Vortrag interessant sowie eine gute Abwechslung, aber: «Sehr kopflastig.»

Bezug zum Alltag hilft

Näher lagen den Praktikerinnen des Professors Ausführungen über die Krankheiten. Viele kennen selber eine Person, die zum Beispiel an Alzheimer leidet oder einen Schlaganfall hatte. Sie überhäuften Rager mit Fragen, und dabei war vor allem ein Anliegen zentral: «Kann man vorbeugend etwas gegen die Vergesslichkeit machen?», fragte eine Frau und stellte damit die Frage, die schon in der Pause viele beschäftigt hatte. «Das Beste ist, das Interesse zu wecken», sagte Rager. Der Mensch könne sich nicht alles merken, aber Interesse sei der erfolgreichste Weg. Zur Frage, ob es eine «Hirndiät» gebe, sagte Professor Günter Rager: «Schön wärs.»

Der Nachmittag der Bildungstage in Burgbühl wurde von Irmgard Köstinger und Renato Buchs mit einem Erfahrungsbericht in Worten, Bildern und Musik bestritten. Das Ehepaar hat mit der Organisation «Interteam» in Nicaragua während fast dreier Jahre einen Einsatz in der personellen Entwicklungszusammenarbeit geleistet.

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