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Leserbrief

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Überbauung im Stockacker Kerzers

Autor: «Kritik an der Erschliessung des Quartiers Stockacker» – FN vom 26. April

Wie man den FN entnehmen konnte, bringt die zweite Auflage des Grossprojektes Stockacker eher weitere Nachteile. Einzig die Anwohner der Sonnhalde werden vom unumgänglichen Verkehrsaufkommen etwas entlastet. Aber zu welchem Preis! Die Haupterschliessung soll nun über die Wilergasse erfolgen und dadurch wird der Hohlweg mit seinen geschützten Hecken in seiner heutigen, einmaligen Form zerstört werden. Es ist schlicht beschämend, wie leicht man immaterielle Werte wirtschaftlichen Interessen und Gewinnaussichten opfert. Die Neuauflage des Erschliessungsplans gibt auch keine Antwort auf die Frage, wie der zu erwartende Mehrverkehr, welcher das ganze Dorf belastet, bewältigt werden könnte. Der aus dem Jahre 2009 stammende Umweltverträglichkeitsbericht wurde von der Baulandumlegungsgenossenschaft Stockacker in Auftrag gegeben und trägt dadurch unweigerlich einen Gefälligkeitscharakter. Alles, oder fast alles erscheint im grünen Bereich und ist kaum überprüfbar. Dies hat auch das Tiefbauamt Freiburg moniert und beharrt auf einer umfassenden Verkehrsstudie für das ganze Dorf. Dies ist wenigstens ein Hoffnungsschimmer, dass doch noch Vernunft einkehrt.

Als Fazit muss man sagen, dass die Überbauung Stockacker in der heutigen, überdimensionierten Grösse nicht realisiert werden sollte. Es gibt aber andere Möglichkeiten und da müsste die Gemeinde, die im Stockacker fast zehn Prozent des Baulandes besitzt, die Initiative übernehmen. Denkbar wäre ein Übernahmeangebot an die kleineren Landbesitzer und dann die Ausschreibung eines neuen Projekts, welches eine viel kleinere Verkehrsbelastung verursacht und vielleicht sogar der ganzen Bevölkerung von Kerzers dient. Seien es Angebote für die Jugend oder für die ältere Generation, es gibt noch viele offene Bedürfnisse. Es ist auch bezeichnend, dass man nie eine Stimme hört, die sich überzeugt, geschweige denn begeistert für das gegenwärtige Projekt Stockacker einsetzt. Wer sind eigentlich die Investoren, die dahinter stecken? Eine Kommunikation zu diesen Fragen gibt es nicht, da herrscht völlige Anonymität. Die Überbauung Stockacker ist, letztlich wohl für alle Beteiligten ein bedrückendes Problem. Hoffentlich finden wir den Mut an der Entwirrung dieses «gordischen Knotens» nicht zu resignieren, sondern ihn einfach zu durchhauen und das Neue zu wagen!

Autor: Jürg Krebs, Kerzers

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