03.03.2018

Abstimmen ist ein Privileg

«Bleibt der Datenschutz gewahrt?» – FN vom 28. Februar

Wer brieflich abstimmt, dessen Name, Vorname, Kontrollcode und Unterschrift sind von aussen durch das Sichtfenster zu sehen. Dass sich Fachkreise mit diesem heiklen Thema beschäftigen, verwundert mich nicht. Da ich mich nicht als Fachspezialist verstehe, sehe ich dieses scheinbare Problem so an: Dass ich als Schweizer Bürger überhaupt abstimmen darf, brieflich oder direkt an der Urne, ist ein Privileg. Dafür wird in vielen Ländern Blut vergossen; und sicher beneiden uns sehr viele Menschen um dieses Recht. Es ist mir so was von egal, dass Leute sehen, ob ich abstimme. Im Gegenteil, es ist eine positive Botschaft an alle Personen, die nicht abstimmen gehen. In meinem persönlichen Sorgenbarometer erreicht diese Angelegenheit Platz 99 und sicher keine Hauptschlagzeile.