27.02.2018

Praxisbezogene Argumentation

«Erstaunliche Argumentation» – Leserbrief in der FN-Ausgabe vom 20. Februar 2018

Sicher ist, dass der Autor des Leserbriefs nicht als Unternehmer und Arbeitgeber tätig war. Vielleicht ist er Historiker oder als Sozial-Professor an der Uni tätig? Meine beste Lebensschule war meine Tätigkeit als praxisbezogener Unternehmer und sozialer Arbeitgeber. Diese Arbeit führte mich anschliessend für 16 Jahre in die Politik. Schon bei der LSVA-Abstimmung im Jahr 1998 wurden die Transport-Unternehmer mit solch erstaunlichen Argumentationen, wie sie nun im oben erwähnten Leserbrief zu finden sind, geblendet und in der Folge abgezockt. Ein Transport-Unternehmen bezahlt heute vom jährlichen Umsatz rund 40 Prozent Steuern (MWST, Fahrzeugsteuer), Abgaben und Gebühren (LSVA, Treibstoffzoll), je nach gefahrenen Kilometern. Ich poltere nicht, ich bin Demokrat und vertrete mit praxisbezogenen Argumenten die KMU und selbstverständlich auch Transport-Unternehmen. Ist es gerecht, wenn ein Chauffeur im LKW Radio hört, von diesem sowie vom Unternehmen Billag-Gebühren einzufordern? Ein Transport-Unternehmen mit einem Jahres-Umsatz von fünf Millionen Franken zahlt dafür Billag-Gebühren. Von diesem Umsatz bezahlt er eine Million leistungsabhängige Schwer-Verkehrsabgabe nach Bern. Gebühr über Gebühr. Pure Planwirtschaft nennt man das. Historiker machen immer wieder darauf aufmerksam, dass die Oststaaten an der Planwirtschaft gescheitert sind. Billag-Gebühren sind planwirtschaftlich, aus diesem Grund sage ich Ja zur No-Billag-Initiative.