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Letzte Nachricht an Carsten Schloter

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«Ich bin im Moment nicht erreichbar.» Es war ein bewegender Moment, als zu Beginn der Trauerfeier die Combox-Ansage von Carsten Schloter eingespielt wurde. Begleitet von Bruce Springsteens «I’m working on a dream»–«Ich arbeite an einem Traum» wurde der blumengeschmückte Sarg in die fast voll besetzte Freiburger Kathedrale getragen. Familie, Freunde und Bekannte, aber auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren gekommen, um dem verstorbenen Swisscom-CEO ihre letzte Nachricht zu überbringen. Der plötzliche Freitod des 49-Jährigen beschäftigt die Schweiz und hat überall die Frage nach dem Warum aufgeworfen. Heute vor einer Woche schied er in seinem Haus in Villars-sur-Glâne freiwillig aus dem Leben. Die Gründe für den Suizid sind Gegenstand von Spekulationen und Interpretationen.

Domherr Hans Brügger ging in der zweisprachigen Trauerfeier darauf ein und sprach der Trauergemeinde Mut zu. «In jedem menschlichen Leben gibt es Taten, welche für die Mitmenschen uneinsichtig sind, die Geheimnisse sind und bleiben. Trotzdem sind wir nicht ohne Hoffnung.» Denn die grössten Werke der Menschen würden unvollendet auf Erden hinterlassen, damit die nächste Generation in ihre Fussstapfen treten und sie vollenden könne.

«Gib uns doch ein Zeichen»

In der persönlich gestalteten und bewegenden Trauerfeier sprachen auch Schloters Schwestern, die in Paris und Essex (GB) leben, zu ihm. «Du warst mein grosser Bruder, zu dem ich aufgeschaut habe. Du hinterlässt eine Lücke, die nicht geschlossen werden kann», sagte seine Schwester Nicole Goodale. Und falls es ihm doch einmal langweilig werden sollte, solle er doch einfach eine direkte Linie zur Familie bauen lassen. «P. S.: Wenn du diese Nachricht erhältst, dann gibt uns doch bitte ein Zeichen, dass es dir jetzt gut geht», sagte sie.

Mit immenser Energie

Im Namen der gesamten Swisscom-Belegschaft richtete Präsident Hansueli Loosli tröstende Worte an die Trauerfamilie. Und er betonte mehrmals, mit was für einer immensen Energie Carsten Schloter stets ans Werk gegangen war. «Wir verlieren einen lieb gewonnenen Menschen, einen aussergewöhnlichen CEO mit einem grossen Herzen und einer beeindruckenden Energie.» Es sei ihm immer wieder gelungen, die Mitarbeiter für Swisscom zu begeistern. Und wenn einmal etwas schief lief, habe er die ganze Verantwortung dafür übernommen und das Schiff wieder auf Kurs gebracht. «Er war ein Visionär und ein Stratege mit einem sehr feinen Gespür für den Markt.» Schloter habe Swisscom zu einem Vorzeigeunternehmen geformt und Massstäbe gesetzt.

Auch Carsten Schloters Frau, die mit den drei Kindern in Tafers wohnt, ergriff das Wort. Schon sein Entscheid zur Trennung–das Paar lebt seit vier Jahren getrennt–sei völlig unerwartet und schwer gewesen, sagte sie. Doch es sei ihnen gelungen, dank gegenseitigem Respekt und tiefer Freundschaft für die Kinder das Beste aus der Situation zu machen. «Heute stehen wir wieder völlig fassungslos vor diesem Entscheid und fragen nach dem Warum», sagte sie. Die Familie wünsche ihm, dass er auf seinem hellen Stern seinen Frieden finde. 

 

Letzte Ehre: Auch Doris Leuthard kam

B undesrätin Doris Leuthard nahm als Vertreterin der Landesregierung an der Trauerfeier teil. Die Freiburger Regierung war mit Isabelle Chassot, Marie Garnier und Beat Vonlanthen vertreten. Auch Ringier-CEO Marc Walder, SRG-Generaldirektor Roger de Weck, die Führungsspitze der Swisscom sowie hochrangige Vertreter anderer bundsnaher Betriebe waren zugegen. ak/sda

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