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Letzter Schliff am «Prüfstein»

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Letzter Schliff am «Prüfstein»

Rossinis «pietra del Paragone» am Silvesterabend

Die Freiburger Oper präsentiert an der diesjährigen traditionellen Silvesteraufführung Rossinis Frühwerk, «La pietra del Paragone» frei übersetzt «Der Prüfstein». An den letzten Proben vor der Premiere klingen Orchester, Chor und Solisten schon sehr viel versprechend.

Von Hugo Schaller

Das 1812 in der Scala von Milano uraufgeführte Werk steht noch dem Geist des 18. Jahrhunderts nahe. Mit Sorgfalt versucht der in Frankreich lebende Regisseur François de Carpentries diesem verspielten Geist gerecht zu werden. Durch alle Szenen ziehen sich so überdimensionierte Buchstaben, die wie zurechtgestutzte Buchsbäume aussehen. Mit Wortspielen aus den Buchstaben des Titels wird eine Art Gartenlabyrinth nachgebildet.

Ein grosser Teil der Handlung spielt sich in diesem Schlossgarten ab, wo der Graf Asdrubale unter all den Bewerberinnen diejenige auswählen will, die ihn wirklich und nicht seines Titels willen liebt.

Oper als eine Art «Big Brother»

Ein klassisches Szenario also, doch durchaus mit einem Aktualitätsbezug, wie der Regisseur betont. Unsere Zeit lebt sehr stark von Bildern, Zeichen und Symbolen, in der Werbung, in den Medien, im Alltag. Die Oper sei eine Art «Big Brother»-Sendung, sagt er, wo sich die Personen mit ihrem Innenleben zur Schau stellen.

Auch Till Fechner in der Hauptrolle des Grafen spürt einen Aktualitätsbezug im Psychologischen, er findet im Werk allgemein gültige Botschaften in Hinsicht auf Freundschaft und in den menschlichen Beziehungen. Ihn fasziniert dabei ganz besonders die Raffinesse der Musik, die diese Gefühlsgehalte noch bedeutend intensiver ausdrücke als der Text.

Aus 150 Interessenten acht Solisten ausgewählt

Wie der Dirigent Laurent Gendre betont, sind in diesem Jahr die meisten Solistinnen und Solisten aus Frankreich, Deutschland und Italien rekrutiert worden.

Die Rollen werden europaweit an den Musikhochschulen und in verschiedenen Agenturen ausgeschrieben. Von den etwa 150 Bewerberinnen und Bewerbern wurden die acht Solisten ausgewählt, die an den Aufführungen zu hören sind. Ist diese Auswahl nicht enorm schwierig? «Nicht immer», sagt Laurent Gendre. «Es gibt oft Sänger, denen eine bestimmte Rolle sozusagen auf den Leib geschrieben scheint.» Es komme aber auch vor, dass jemand beim Vorsingen nicht besonders auffalle, hingegen bei den Aufführungen brilliere. «Nicht alle kommen mit der künstlichen Vorsingsituation gleich gut zurecht.»

Neue Perspektiven

Bei der Aufführung in Rennes wird Laurent Gendre das «Orchestre de Bretagne» und den Chor der Oper von Rennes dirigieren. In diesem Jahr wird die Opernproduktion von den Theatern in Rennes und Besançon «gekauft».

Für nächstes Jahr wird aber schon mit andern Opernhäusern in Frankreich verhandelt. Nizza, Reims und Besançon stehen zur Diskussion. Immerhin ist Nizza bereit, das Bühnenbild und die Regie aus Freiburg zu übernehmen. Dirigent, Orchester und Sänger würde aber das Opernhaus Nizza stellen. Eine schon nähere Zusammenarbeit kündigt sich aus Reims an: Sänger und Dirigent werden dort aus der «Freiburger Oper» übernommen.

Eine solche Zusammenarbeit auf internationalen Brettern macht aber die Opernproduktionsstätte um einiges attraktiver. Laurent Gendre jedenfalls freut sich schon auf «Il mondo della luna » eine selten gehörte Oper von Joseph Haydn. «Wir haben in Freiburg ein Publikum, das uns die Treue hält», sagt der Dirigent, «so sind wir nicht darauf angewiesen, nur die populärsten Opern als Publikumsmagnet auf unser Programm zu setzen.»

Aufführungen: Aula der Universität: Silvester 19.00; Freitag, 7. Januar; Samstag, 8. Januar; Mittwoch, 12. Januar; Freitag, 14. Januar, um 19.30; Sonntag, 16. Januar, 17.00.

Podium Düdingen: 21.Januar, 19.30, und 23. Januar, 17.00.

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