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Lichtblick im Filmprogramm für Weihnachten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Stockholm Was geht in den Menschen vor, wenn sie Weihnachten feiern? Abseits von Schenkritualen und Familienzusammenkünften ist das Fest auch etwas, das zum Nachdenken über das eigene Verhältnis zum Glauben und zur Religion anregen kann.

Weltliche Probleme

Die Tatsache, dass ein durchschnittlicher Schweizer jeden Tag fast zweieinhalb Stunden fernsieht (an Weihnachten eher noch mehr) muss das Nachdenken im oben erwähnten Sinn nicht ausschliessen. Wer an den kommenden Festtagen etwas anderes sehen will als Titanic, James Bond und andere Märchenfilme, dem sei an dieser Stelle ein Schwarzweiss-Klassiker aus dem Jahr 1963 empfohlen: «Licht im Winter» vom schwedischen Regisseur Ingmar Bergman.

Der Film handelt vom Pastor Tomas, dessen Frau gestorben ist. Vom Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen, hadert Tomas mit seinem offensichtlich schweigenden Gott. Die Frage nach der Existenz Gottes, eine der ältesten philosophischen Fragen überhaupt, beschäftigt den Pastor auf einmal so sehr, dass er die richtigen Worte für seine Gemeinde nicht mehr findet. Auch nicht für den verzweifelten Fischer Jonas. Dieser einfache Mann gelangt mit allzu weltlichen Problemen an den Pastor: Er fürchtet sich vor vor politischen Supermächten, hat panische Angst vor der Atombombe. Als nicht einmal der Geistliche ihm helfen kann, zieht der Fischer von dannen und nimmt sich das Leben.

Von dem Geschehenen erschüttert, ändert Pastor Tomas nichts an seinem Leben, führt seine Gottesdienste weiter wie bisher. Pikantes Detail: Kaum jemand erscheint je zur Predigt. Offen bleibt, warum sich Tomas für den Status quo entscheidet. Hat er erkannt, dass nur er in seiner angestammten Rolle ein wenig Licht in die dunklen Winter der Kirchgänger bringen kann? Findet er selber dadurch sein Licht wieder?

Wozu Weihnachten feiern?

Zwar spielt der Film nicht an Weihnachten, doch die Fragen, die er aufwirft, lassen sich ohne Weiteres auf das Christfest übertragen: Welche Rolle spielt zu Weihnachten der Glaube an Gott? Was bedeutet Weihnachten für jemanden, der unter einem Schicksalsschlag leidet? Was ist Weihnachten für Menschen, die an Gott zweifeln? Die Fragenpalette liesse sich sogar der aktuellen Politkultur annähern: Soll man hier lebenden Muslimen fröhliche Weihnachten wünschen?

Faszinierend einfach

«Licht im Winter» ist auch ein filmtechnisches Highlight. Da gibt es keine visuellen Effekte, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Keine Musik, welche Gefühle und Gedankenwege vorspurt. Darin besteht die Stärke dieses stillen Films: Seine faszinierende Einfachheit sorgt nicht für Langeweile, sondern für ausreichend Nachdenk-Zeit. Beharrlich und eindringlich gibt er dazu Anlass, es im Kopf rattern zu lassen – weit über die 78 Minuten des Films hinaus. «Licht im Winter» ist auf DVD erhältlich, unter anderem bei fnlibro.ch.

In der dunklen Adventszeit erhellen Kerzen die kurzen Tage und langen Nächte. Die FN entzünden mit ihrem Adventskalender ebenfalls jeden Tag ein Licht.

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