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Lichttherapie für eine bessere Laune

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascale Hofmeier

Acht Stunden, 37 Minuten und 41 Sekunden. Genau so lange dauert es heute, am 9. Dezember, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Die kurzen Tage machen vielen Menschen zu schaffen. Einigen kommt jedes Jahr in der dunklen Jahreszeit die Freude abhanden. Der Antrieb ist weg, die Stimmung ist am Boden, morgens aufstehen wird zur Qual – dafür steigt möglicherweise der Appetit. Bei einigen Betroffenen werden die Symptome so stark, dass ein normaler Tagesablauf sehr anstrengend wird.

«Wenn die Symptome zwei bis drei Jahre hintereinander jeweils im Herbst auftreten und sich im Frühling wieder bessern, leiden die Betroffenen an einer saisonalen Depression», sagt André Kuntz, Psychiater und leitender Arzt der Freiburger Behandlungskette für Angst- und affektive Störungen. Saisonal, weil im Frühling, sobald die Tage länger werden und die Sonne sich öfter zeigt, die Symptome weg sind.

Licht und Luft

Schuld an der saisonalen Depression ist unter anderem das Schlafhormon Melatonin. «Licht unterdrückt das Melatonin», sagt André Kuntz. Fehlt das Licht, schüttet der Körper mehr des Schlafhormons aus, und der Schlaf-Wach-Rhythmus kommt aus dem Lot. Und der erhöhte Melatonin-Spiegel kann zu Depressionen führen.

Doch Auswandern in den ewigen Sommer müssen die Betroffenen nicht. In leichten Fällen hilft es, regelmässig an die frische Luft zu gehen oder eine Lichttherapie zu beginnen. «Die Lichttherapie ist ein gut erforschtes und effektives Verfahren in der Behandlung der saisonalen Depression», sagt André Kuntz. In der Lichttherapie werden Leuchten mit mindestens 2000 Lux eingesetzt. Lux ist das Mass für die Helligkeit. Eine normale Zimmerbeleuchtung strahlt ungefähr mit 800 Lux. Ein heller Sonnentag jedoch hat bis zu 50 000 Lux Lichtstärke. In einigen nordischen Ländern sei es sogar üblich, in den Büros Leuchten in Therapiequalität anzubringen.

«Bevor man sich aber eine Leuchte anschafft, ist es sinnvoll, draussen spazieren zu gehen. Das ist auch Lichttherapie, und die Bewegung tut zusätzlich gut.» Denn ein bedeckter Wintertag ist mit 3500 Lux immer noch heller als die Bürolampe. Der Gang ins Solarium bringt allerdings nichts, sagt Kuntz: «Das Licht dort hat viel der für die Augen schädlichen UV-Strahlung, die in der Regel bei Therapielampen herausgefiltert wird.»

Richtige Diagnose stellen ist nicht einfach

Bei einer Depression die richtige Diagnose zu stellen, das sei nicht immer leicht, sagt Kuntz. Es sei nicht einfach auszuschliessen, dass es sich um eine Depression handle, die nicht in Zusammenhang mit dem Winter stehe. Wer bei sich oder bei seinen Nächsten Anzeichen einer Depression feststelle, solle sich am besten professionelle Hilfe suchen. «Das kann entweder bei einem Hausarzt oder auch bei einem Facharzt für Psychiatrie sein», sagt Kuntz. Dort könne eine adäquate Behandlung besprochen und eingeleitet werden.

Hilfe und Auskunft: Psychosoziales Zentrum, Freiburg: 026 305 21 60. Merkblatt Depression: www.fr.ch/rfsm > Erwachsene > Leistungsangebot.

In der dunklen Adventszeit erhellen Kerzen die kurzen Tage und langen Nächte. Die FN entzünden mit ihrem Adventskalender ebenfalls jeden Tag ein Licht.

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