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Liebe soll die Mauer überwinden

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

 Bepackt mit ihrem Hab und Gut ziehen sie davon. Sie überqueren die Bonnbrücke, wohl wissend, dass es das letzte Mal sein wird. Sie singen ein Requiem, um ihrer Trauer Ausdruck zu geben. Vereinzelt sind Schluchzer zu hören.–Es ist eine ergreifende Szene im Musical «Die Entstehung desSchiffenensees», als die Bewohner des Bad Bonn erfahren, dass all ihre Bemühungen vergebens waren und sie ihr Heimattal verlassen müssen.

 Liebe auf Probe gestellt

Die Geschichte ist tragisch, dennoch ist das Musical, das morgen Premiere feiert, meist fröhlich und unterhaltend. Im Zentrum der Handlung steht eine Liebesgeschichte: Miriam ist die Tochter des Wirtepaars im Bad Bonn. An der traditionellen Kilbi im Jahr 1959 verliebt sie sich in Robert aus Courtepin. Die beiden geniessen ihre gemeinsame Zeit und sprechen über alles andere als ihre Arbeit. Ihr Glück wird jedoch getrübt, denn Miriam erfährt bald, dass der Freiburger Grosse Rat beschlossen hat, in Schiffenen eine Staumauer zu bauen und ihr Heimattal zu fluten.

Was sie jedoch lange nicht weiss: Robert ist in der Schiffenen-Kommission, die den Bau der Staumauer vorantreibt. Wird ihre Liebe dieser Prüfung standhalten? Und wird der Vater von Miriam eine solche Beziehung überhaupt erlauben? Er gründet nämlich zusammen mit anderen Anwohnern die Schutzvereinigung Schiffenen, um sich gegen das Diktat aus der Stadt zu wehren.

Das Gesamtwerk überzeugt

Neben den Hauptdarstellern Miriam und Robert überzeugen im Musical VerenaTschanz, Wirtin im Bonn und Mutter von Miriam, mit ihrem Witz und ihrem resoluten Sein.Der Romantiker Claude, derauch in Miriam verliebt ist, sorgt für Lacher. Der Brückenwart Corpataux sorgt mit seinen Jodeleinlagen für Stimmung und erheitert das Publikum mit seiner ungestümen und gewieften Art.

Was das Musical aber wirklich zu einem Erlebnis macht, ist das Zusammenwirken aller. Die Musik ist abwechslungsreich, die Tänze lockern auf, die in Senslerdeutsch gehaltenen Dialoge wirken natürlich. Die knapp zwei Stunden Vorführung vergehen wie im Flug. Auch wenn nicht ganz jeder Ton sitzt und die Band den Gesang an gewissen Stellen übertönt, die Leistung der Mitwirkenden ist beachtlich. Schliesslich sind es zum allergrössten Teil Laien, die auf der Bühne stehen.

Überzeugend ist auch das Bühnenbild, welches die Bonnbrücke, die Staumauer und alte Badewannen des ehemaligen Kurortes zeigen. Die Lage bei Wittenbach ist einmalig; der Schiffenensee bietet den idealen Hintergrund.

 An der Vorpremiere vom Montagabend war das Publikum begeistert und spendete zum Schluss stehend Applaus. Alle elf Vorstellungen sind ausverkauft–wer ein Ticket hat, kann sich freuen.

Bildgalerie: www.freiburger-nachrichten.ch

Die Verzweiflung der Menschen im Bad Bonn ist gross–die traditionelle Kilbi wird dort nie mehr stattfinden.«Unser Bad ist bekannt für das heilende Wasser», singt Verena Tschanz–dennoch muss es der Staumauer weichen.Der Brückenwart Corpataux feiert gerne–der Beziehung zwischen Miriam und Robert steht er aber skeptisch gegenüber. 

Zahlen und Fakten

Mit dem Musical das Jubiläum begehen

Vor genau 50 Jahren wurde in Schiffenen in der Gemeinde Düdingen die Staumauer fertiggestellt. Sie wurde aufgrund des steigenden Strombedarfs notwendig. Die Bewohner des Tals mussten aber grosse Opfer bringen: Eine grosse Fläche Wald musste dem See weichen, eine Kapelle sowie mehrere Häuser, darunter der bekannte Kurort Bad Bonn. Vom 17. Jahrhundert an reisten viele dorthin, um vom heilenden Wasser zu profitieren. Der Verein Düdinger Seespiele wollte die Geschichte um die Entstehung aufleben lassen. Rund 280 freiwillige Helferinnen und Helfer stehen für die kommenden Aufführungen im Einsatz.mir

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