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«Liebesgeschichte mit dem Publikum»

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«Liebesgeschichte mit dem Publikum»

Der Espace Nuithonie in Villars-sur-Glâne startet im Februar in die Eröffnungssaison

Die Theatersäle in Villars-sur-Glâne und das Gastspielhaus in Freiburg: Auf diesen Pfeilern will der Gemeindeverband Coriolis die kulturelle Zukunft der Region Freiburg aufbauen.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Neun Theaterproduktionen, vier Familienaufführungen und zwei Tanzspektakel: Das ist das Programm, welches das Publikum des Espace Nuithonie in Villars-sur-Glâne von Mitte Februar bis Mitte Mai 2005 erwartet. Noch wird fleissig gebaut auf dem Gelände in Cormanon. Im Februar aber sollen die beiden Bauten bezugsbereit sein: der Mummenschanz-Saal, der bereits im September 2003 eröffnet wurde, und der kleinere Theatersaal, der die neue Infrastruktur vervollständigen wird.

Die Verantwortlichen freuen sich über die Früchte ihrer Arbeit. Es sei ein grosser Tag, sagte Philippe Uldry, Ammann von Villars-sur-Glâne, am Dienstag bei der Präsentation des Programms. Den letzten Schub habe das Projekt dank des Mummenschanz-Theaters erhalten, das Anfang 2003 von der Expo-Arteplage Biel übernommen worden war. «Wir hatten in dreierlei Hinsicht eine glückliche Hand», sagte Nicolas Deiss, Oberamtmann des Saanebezirks: mit der Übernahme des Mummenschanz-Theaters, mit dem Architekten Marc Ruetschi, der den zusätzlichen Saal in sein Projekt integrierte, und mit der Verpflichtung von Thierry Loup als Direktor des Espace Nuithonie sowie des geplanten Freiburger Gastspielhauses.

In Zukunft auch auf Deutsch

Thierry Loup, vor seinem Engagement in Freiburg Co-Direktor des Théâtre du Passage in Neuenburg und unter anderem bekannt als Gründer des Espace Moncor in Villars-sur-Glâne, hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt: Er wolle den Freiburgern ihre verlorene Theatertradition zurückbringen. «Kommt vorbei, seid neugierig und vertraut uns», so lautete seine Botschaft an das Publikum. Loup setzt auf Humor, Gefühle und Qualität. «Ich wünsche mir ein humanistisches und volksnahes Theater und eine Liebesgeschichte mit dem Publikum.»

Damit es mit dieser Liebe auch im deutschsprachigen Teil des Kantons klappt, bleibt noch einiges zu tun: Mit Ausnahme jener Aufführungen, die ohne Sprache funktionieren (vor allem Tanz), besteht das erste Nuithonie-Programm ausschliesslich aus französischen Produktionen. Thierry Loup ist sich des Problems bewusst und verspricht, die Deutschfreiburger künftig bei der Programmierung besser zu berücksichtigen. So bestünden bereits Kontakte zum Freiburger Talman-Ensemble. Um alle Produktionen beiden Sprachgemeinschaften zugänglich zu machen, soll ab der Saison 2005/2006 ein Untertitelungssystem zum Einsatz kommen.

Das Betriebsbudget des Espace Nuithonie beläuft sich auf zwei Millionen Franken, wovon 1,2 Millionen von Coriolis subventioniert werden. Im Gegenzug kommt die Bevölkerung der Coriolis-Gemeinden (Freiburg, Villars-sur-Glâne, Granges-Paccot, Givisiez und Corminboeuf sowie – im Rahmen von Coriolis Promotion – Chésopelloz, Corpataux-Magnedens und Le Glèbe) in den Genuss von vergünstigten Abonnementen.

Abonnemente können ab sofort bestellt werden bei Freiburg Tourismus, Bahnhofallee 1, Freiburg, Telefon 026 350 11 00. Einzelbillette gibt es ab Januar 2005.

Nuithonie? Üechtland!

Der Espace Nuithonie besteht aus dem grossen Mummenschanz-Saal mit 467 Plätzen, einem kleineren Saal mit 121 Plätzen, einem Bühnenbild-Atelier, einem Probenraum, einer Ausstellungshalle sowie einem Restaurant.

Was aber bedeutet der klangvolle Name «Nuithonie»? Nuithonie ist nichts anderes als der welsche Begriff für das Üechtland. Entstanden ist er im 16. Jahrhundert als «tollkühne humanistische Interpretation eines falsch verstandenen deutschen Namens», wie der Historiker Hubertus von Gemmingen in seinem Vorwort zum Nuithonie-Programm schreibt. Aus «in Üechtland» wurde zuerst «Nuechtland», dann «Nuithlandia» und schliesslich «Nuithonie». Der Begriff «Üechtland» selbst ist übrigens abgeleitet vom keltischen «ouchtio» («oben»). cs
Das Programm

19. Februar: «L’Avare» (Molière)
23. Februar: «84, Charing Cross Road» (Hélène Hanff)
27. Februar: «IQ et OX» (Jean-Claude Grumberg; Familienstück)
5. und 6. März: «La maison de Bernarda Alba» (Federico García Lorca)
12. und 13. März: «La Belle et la Bête» (Familienstück)
16. März: «Le poids des éponges» (Tanz)
6. April: «Le Dragon» (Jewgeni Schwarz)
9. April: «Bestiaire forain» (Familienstück)
13. und 14. April: «Songe d’une nuit d’été» (William Shakespeare)
20. April: «Café chinois» (Ira Lewis)
23. April: «Hibiki» (Tanz)
23., 24., und 30. April, 1. Mai: «C’est la vie» (Familienstück; Kunos Circus Theater)
26. April: «Woyzeck» (Georg Büchner)
3. Mai: «Exécuteur 14» (Adel Hakim)
12. und 13. Mai: «Zigmund Follies» (Marionettentheater)

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