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«Linear Steuern senken und wir sind attraktiv»

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«Linear Steuern senken und wir sind attraktiv»

FDP-Staatsrat und Finanzdirektor Claude Lässer kandidiert ein drittes Mal

Alle reden von Steuern, und dabei müsste man mit der Kaufkraft argumentieren, sagt FDP-Staatsrat Claude Lässer. Er will in den nächsten fünf Jahren den Steuersatz an das schweizerische Mittel angleichen.

Autor: Mit CLAUDE LÄSSER sprach IRMGARD LEHMANN

1997 wurden Sie in den Staatsrat gewählt und kandidieren nun das dritte Mal. Schlaflose Nächte wird es keine geben, zumal Sie ja gut schlafen.

Ich nehme den Wahlkampf ernst und bin zuversichtlich. Doch die vielen Veranstaltungen sind ermüdend. Aber schlaflose Nächte wird es keine geben.

Ihre Prognose lautet 3 CVP, 2 FDP, 1 SP und ein Unabhängiger. Claude Lässer ein Idealist?

Nein ein Optimist (lacht). Ich glaube an die Allianz. Die CVP wird besser abschneiden, als man allgemein erwartet. Der Anspruch der FDP ist berechtigt, denn wir haben im Grossen Rat genau so viele Mitglieder wie die SP.

Sie spielen mit guten Karten, hat doch der Kanton keine Schulden mehr, sondern ein Vermögen von rund 250 Millionen. Gut gemacht just auf die Wahlen hin. Ihr Verdienst oder dasjenige von Urs Schwaller?

(Lacht) oder von Félicien Morel . . . Spass beiseite. Hinter dem Ergebnis, ob gut oder schlecht, steht immer ein Team. Ohne Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen bin ich machtlos. Dass wir heute gut dastehen, ist die Frucht von vielen Jahren. Sparprogramme gab es bereits in der Ära Morel. Ein gutes Ergebnis ist auch immer die Frucht einer guten Zusammenarbeit.Blicken wir in den Kanton Waadt. Solange sich die Regierung gestritten hat, war das Ergebnis schlecht; erst jetzt, wo wieder Ruhe einkehrt, geht es aufwärts.

Claude Lässer habe einen guten Führungsstil, hört man in den Gängen Ihrer Direktion. Haben Sie ein Rezept?

Meinen Führungsstil habe ich im Militärdienst gelernt. Ich war Funker und im Telegrafendienst und hatte keine Ahnung davon. Da habe ich gelernt zu delegieren. Grundsätzlich muss man den Mitarbeitern Vertrauen schenken, man muss die Richtung angeben und dann delegieren. Ja, ich glaube an den Menschen.

Die Linke will gezielt Steuern vergünstigen, Sie aber linear. Warum?

Seit 2001 haben wir bereits viele gezielte Steuersenkungen vorgenommen für Familien, Ehepaare und Kinder. Heute aber ist der Bedarf bei der Mittelklasse und da kann man nur linear vorgehen.

Diejenigen mit den höheren Einkommen werden sich freuen.

Ja. Aber so ist das System. Mit der linearen Steuersenkung tragen wir zur Attraktivität des Kantons bei.

Auf welchen Rang wollen Sie den Kanton bringen in den nächsten fünf Jahren?

Grundsätzlich streben wir eine Annäherung an das schweizerische Mittel an, das bei 100 Prozent liegt. Im Kanton sind wir bei 130 Prozent. Wobei ich nicht so sehr daran glaube, in fünf Jahren die 100 Prozent zu erreichen, ich tippe eher auf 120.

Wie hoch ist der Ansatz in der Steueroase Zug?

Bei rund 52 Prozent. Alle reden von Steuern. Doch meine ich, dass man viel eher mit der Kaufkraft argumentieren sollte. Zug ist interessant für Einkommen von einer halben Million. Mit weniger als 200 000 ist man in Freiburg besser dran, da allgemeine Gebühren, Krankenkassenprämien und Mieten tiefer sind.

Im Budget 2007 ist eine Steuersenkung von 12 Millionen festgehalten.

Um nicht auf die Leistungen des Staates zu verzichten – wir geben 2007 circa 6,4 Prozent mehr aus für soziale Institutionen wie Altersheime usw. müssen wir die Steuersenkung etappenweise vornehmen.

Der Wohlfahrtsstaat macht die ganze Bevölkerung zu Hilfsbedürftigen, heisst es immer wieder. Innerhalb der letzten 10 Jahre haben beispielsweise die Ansprüche der IV um rund 50 Prozent zugenommen. Auch im Kanton Freiburg wird für Soziales am meisten ausgegeben. Was sagen Sie hiezu?

In sozialen Belangen Abstriche zu machen, ist nicht in meinem Sinn. Künftig müssen wir aber die Prioritäten anders setzen. Beispielsweise haben wir im Prinzip heute genug Betten in Alters- und Pflegeheimen. Schweizerisch gesehen sind wir an der Spitze. Wir müssen in der Zukunft eher alles daran setzen, damit die Leute zuhause bleiben oder Tagesstrukturen nutzen können.

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