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Lohnt sich Einkauf in die Pensionskasse?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

War es finanziell ein gutes Jahr? Bleibt Ende Jahr Geld übrig, das man auf die Seite legen kann? Wenn ja, welches ist die die geeignete Sparform? Die Zinsen auf den Sparkonti sind auf einem Rekordtief. Gibt es Alternativen? Bestehen Möglichkeiten der Steueroptimierung? Lohnt sich ein Einkauf in die Pensionskasse? All diese Fragen sind miteinander verbunden. Insbesondere auf die letzte Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Grundsätzlich verbessern Einkäufe in die Pensionskasse die Vorsorgeleistungen im Alter und sind steuerlich abzugsfähig. Es lohnt sich daher, diese beiden Aspekte genauer unter die Lupe zu nehmen.

Steuerliche Vorteile

Einkäufe führen zunächst zu einer direkten Steuerersparnis. Beim Bezug der Vorsorgegelder wird zwar die sogenannte Kapitalleistungssteuer fällig. Die entsprechenden Sätze sind aber in der Regel tiefer als die Einkommenssteuersätze, die zur Anwendung gelangen würden, wenn kein Einkauf getätigt würde. Die steuerlichen Vorteile sind somit relativ klar.

Aber wie verhält es sich mit der Verbesserung der Vorsorgeleistungen im Alter? Hier ist insbesondere der «Gesundheitszustand» der eigenen Pensionskasse von Bedeutung. Handelt es sich um eine sogenannte «umhüllende» Pensionskasse, welche sowohl den obligatorischen wie auch den überobligatorischen Teil abdeckt, so hat die Pensionskasse mit hoher Wahrscheinlichkeit mit finanziellen Ungleichgewichten zu kämpfen.

Der Mindestumwandlungssatz von 6.8 Prozent im obligatorischen Teil ist viel höher als es die allgemein gestiegene Lebenserwartung und die Verhältnisse an den Finanzmärkten zulassen würden. Die Pensionskassen reagieren darauf mit einer Senkung der Verzinsung und/oder des Umwandlungssatzes im überobligatorischen Teil. Wer sich mit seinen Lohnbezügen vor allem im überobligatorischen Teil befindet (Jahressalär von 85 320 Franken und mehr), der verbessert zwar mit einem Einkauf in die Pensionskasse seine Altersrente, subventioniert aber auch die überhöhten Rentenversprechen im obligatorischen Teil.

Unsichere Altersleistungen

Ein weiterer Gradmesser für den Gesundheitszustand der Pensionskasse ist der Deckungsgrad. Dieser misst – vereinfacht ausgedrückt – die Deckung der zukünftigen Rentenversprechen durch das vorhandene Vorsorgekapital.

Laut der Swisscanto-Pensionskassenstudie für das Jahr 2019 liegt der durchschnittliche Deckungsgrad der Pensionskassen von privaten Arbeitgebern bei relativ komfortablen 108.7 Prozent. Liegt der Deckungsgrad der eigenen Pensionskasse deutlich unter 100 Prozent, so drohen in den kommenden Jahren Sanierungsmassnahmen. Diese treffen meist die noch berufstätigen, aktiven Mitglieder der Pensionskasse, zum Beispiel über Kürzungen des Umwandlungssatzes.

Auch bei den Risikoleistungen (Absicherung gegenüber Tod und Invalidität) bestehen grosse Unterschiede zwischen den Pensionskassen. Tritt ein solches Ereignis ein, wird unter Umständen das vorhandene Vorsorgekapital inklusive der Einkäufe für die Finanzierung herangezogen. Da die Risikoleistungen meist in Prozent des versicherten Jahressalärs bemessen werden, verbessern die Einkäufe die Risikoleistungen häufig nicht.

All die oben genannten Faktoren führen dazu, dass ein Einkauf in die Pensionskasse womöglich keine wesentliche Verbesserung der Alters- und Risikoleistungen bringt und somit aus Sicht des einzelnen Vorsorgenehmers zumindest teilweise neutralisiert wird.

Rein überobligatorische Kassen

Anders sieht es aus, wenn die Möglichkeit besteht, sich in eine rein überobligatorische Pensionskasse einzukaufen. Diese sind nicht von der oben beschriebenen Quersubventionierungs-Problematik betroffen. Ganz im Sinne des Gründungsgedankens der beruflichen Vorsorge spart hier jeder Vorsorgenehmer sein eigenes Vorsorgekapital an. Der Umwandlungssatz spielt in der Regel eine weit weniger wichtige Rolle, weil die Gelder bei Pensionierung meistens in Kapitalform bezogen werden.

Im Falle einer sogenannten 1e-Kadervorsorgelösung ist es sogar so, dass jeder Vorsorgenehmer seine passende Anlagestrategie wählen kann. Wer hier ein Einkauf tätigt, kann mitbestimmen, wie die eingebrachten Gelder anschliessend angelegt werden. Bei gewissen Anbietern besteht sogar die Möglichkeit, die Wertschriften beim Übergang in den Ruhestand im Privatvermögen weiterzuführen, was den Anlagehorizont deutlich verlängert.

Grundsätzlich sind Einkäufe in rein überobligatorische Pensionskassen somit besser geeignet, um nicht nur von den damit verbundenen Steuervorteilen zu profitieren, sondern auch in den Genuss von verbesserten Altersleistungen zu kommen.

Die Möglichkeiten im Vorsorgebereich sind sehr vielfältig und die finanziellen Konsequenzen von Entscheidungen in diesem Bereich sind sehr weitreichend. Es empfiehlt sich daher, sich für Fragen rund um diese Themen von Fachspezialisten beraten zu lassen.

Der Autor

Michael Zurkinden aus Arconciel hat in Freiburg Volkswirtschaft studiert. Er arbeitet bei der Bank Vontobel im Vorsorgebereich.

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