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Lorient soll zum sicheren Hafen von Yvon Mvogo werden

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Nach RB Leipzig und dem PSV Eindhoven wird der FC Lorient die dritte Auslandsstation in der Karriere von Yvon Mvogo. In der Bretagne wird dem Freiburger Torhüter endlich wieder der Nummer-1-Status zugesprochen.

Die Bretagne gilt als Wilder Westen Frankreichs, umrandet vom Meer. Mit oft stürmischem Wetter und dem rauen Klima hat sie ihren ganz eigenen Charme. Raue Zeiten hat auch Yvon Mvogo hinter sich. In Leipzig und zuletzt beim PSV Eindhoven kam der Freiburger Keeper zumeist nicht über die Rolle des Bankdrückers hinaus. In Lorient, das im Herzen der Südküste der Bretagne liegt und als «Stadt der fünf Häfen» bekannt ist, will Mvogo nun endlich wieder die Sonnenseiten des Fussballs erfahren.

«Mit grosser Befriedigung werde ich dieses Abenteuer in Angriff nehmen. Ich kann es kaum erwarten, mein Debüt mit Lorient zu geben und mit meiner Erfahrung dazu beizutragen, dass der Club seine Ziele erreicht», lässt sich Mvogo auf der Homepage des Vereins aus der französischen Ligue 1 zitieren. Am späten Mittwochabend wurde sein Transfer zum Club aus der Bretagne bekannt. Mvogo unterschrieb bei den Franzosen für zwei Jahre. Für den 28-jährigen einstigen Junior des FC Marly soll es im Land des Fussball-Weltmeisters ein Neuanfang sein.

Bankdrücker in Leipzig

Seit jeher war das Ausland das grosse Ziel des 190 Zentimeter grossen und sprungkräftigen Torhüters. 2017 war es schliesslich so weit. Nachdem er bei den Young Boys Stammgoalie Marco Wölfli auf die Bank verdrängen konnte und die unangefochtene Nummer 1 im Tor der Berner war, unterschrieb er bei RB Leipzig einen Vierjahresvertrag. Die Ablösesumme für die damalige Nummer 2 in der Nationalmannschaft hinter Yann Sommer betrug fünf Millionen Franken. Glücklich wurde der Freiburger in der Bundesliga aber nicht. Mvogo kam in Leipzig nie über die Rolle des Ersatzkeepers hinaus. Insgesamt brachte er es auf nur gerade fünf Bundesligaspiele. Am meisten Spielzeit hatte er noch unter Ralf Rangnick bekommen, als der für Ralph Hasenhüttl übernahm. Leipzig spielte in der Saison 2018/19 in der Europa League und bis zur Winterpause stand Mvogo dort fix zwischen den Pfosten (10 Partien).

Weil es für Mvogo in Leipzig kein Vorbeikommen am ungarischen Internationalen Peter Gulacsi gab, strebte er mehrmals und zunächst erfolglos eine Ausleihe zu einem anderen Club an. Schliesslich klappte es 2020 doch noch. Mvogo wurde an den niederländischen Traditionsclub PSV Eindhoven ausgeliehen – dies, nachdem er seinen Vertrag mit Leipzig vorzeitig um eine Saison bis 2023 verlängert hatte. «Yvon hat sich in den letzten Jahren trotz weniger Spieleinsätze sehr gut entwickelt. Um den nächsten Schritt zu gehen, braucht er nun aber Wettkampfpraxis, die wir ihm mit der Ausleihe nach Eindhoven ermöglichen wollen», liess sich der damalige Sportdirektor von Leipzig, Markus Krösche (heute Eintracht Frankfurt) zitieren. Obwohl er in der Bundesliga kaum zum Einsatz kam, sei der Club von Mvogo völlig überzeugt. Derweil erklärte der Freiburger die ein Stück weit erstaunliche Vertragsverlängerung dadurch, dass er sich beim Verein und in der Stadt immer extrem gut aufgehoben fühle. «Gleichzeitig habe ich den Anspruch, spielen zu wollen und mich weiter zu verbessern. Die Chance sehe ich nun bei der PSV.»

Erst der Schock, dann der Pokalsieg

In der Saison 2020/21 konnte Mvogo diese Chance tatsächlich nutzen. Zwar war der Freiburger nicht immer über alle Zweifel erhaben, dennoch war er Stammhüter in Eindhoven und kam in der «Eredivisie» und der Europa League auf 43 Einsätze. Umso grösser war die Ernüchterung, als ihm nach der Sommerpause plötzlich Joël Drommel vorgezogen wurde. Mvogo kam in der niederländischen Liga nur noch auf gerade mal acht Einsätze. «Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet», erklärte Mvogo letzten Monat im Kreis der Schweizer Nationalmannschaft, die sich auf die Spiele in der Nations League gegen Tschechien, Portugal und Spanien vorbereitete. «Ich spielte letzte Saison sehr gut, war die unbestrittene Nummer 1 und plötzlich sass ich auf der Bank. Ich erhielt nicht einmal die Chance, zu beweisen, dass ich einen Stammplatz verdiene.»

Deshalb verhandelte Mvogo im Winter mit anderen Clubs, unter anderem mit Bordeaux, das inzwischen aus der Ligue 1 abgestiegen ist und aufgrund finanzieller Schwierigkeiten womöglich ganz in den Niederungen des französischen Fussballs verschwinden wird. Obwohl ihm Eindhoven keine Steine in den Weg legte, zerschlug sich ein möglicher Transfer. Im Rückblick ein doppeltes Glück. Mvogo kämpfte weiter und gab im Training Gas. «Ich blieb mental stark, auch dank der Unterstützung der Familie.» Mvogos Resilienz wurde schliesslich doch noch belohnt. Weil Konkurrent Drommel schwächelte, setzte Trainer Roger Schmidt Ende Saison plötzlich wieder auf den Freiburger. «Er meinte, dass ich zu gut sei, um nur auf der Bank zu sitzen.» Das Comeback von Mvogo wurde schliesslich mit dem Pokalsieg gegen Ajax Amsterdam gekrönt. Es sei ein unglaubliches Gefühl gewesen, erklärte er – und gleichzeitig war es ein versöhnlicher Abschluss mit Eindhoven. Die Niederländer sahen von einem weiteren Engagement des Torhüters ab.

Er bereut nichts

Zu Leipzig wollte Mvogo allerdings nicht zurückkehren, zumal der Bundesligist mit Gulacsi und Neuzugang Janis Blaswich sowie Oskar Preil, Jonas Nickisch und Timo Schlieck allein fünf Torhüter mit ins Trainingslager nach Österreich nahm. «Die Situation ist klar: Ich muss wechseln. Ich möchte einfach nur wieder regelmässig spielen und die Nummer 1 sein», erklärte Mvogo im Juni. Beim FC Lorient eröffnet sich ihm nun diese Möglichkeit. «Yvon ist ein dynamischer und ambitionierter Torhüter. Er verfügt über eine schöne Erfahrung mit Clubs auf europäischem Niveau und in der Nationalmannschaft. Überdies bringt er viel Leadership und eine tadellose Einstellung mit», charakterisiert sein neuer Coach Régis Le Bris den neuen Stammgoalie auf der Club-Homepage.

In Frankreich will Mvogo nun die letzten schwierigen Jahre vergessen machen. Er bereue den Wechsel zu RB Leipzig aber nicht, wie er unlängst in einem Interview klarstellte. «Getroffene Entscheidungen kann man nicht bereuen. Als ich zu Leipzig ging, wusste ich, dass es einen Kampf ums Tor geben wird. Doch die Philosophie des Vereins, auf junge Talente zu setzen, überzeugte mich. Klar wollte ich die Nummer 1 sein, doch als ich kam, gab Peter Gulacsi Vollgas. Leipzig hat sich das so sicherlich auch nicht vorgestellt, als sie mich holten.» Er habe Geduld und Bodenständigkeit gelernt. Wenn man jung sei, denke man schnell, dass einem die Fussballwelt zu Füssen liege. «Doch das ist nicht so. Man muss sich alles hart erkämpfen. Manchmal braucht es einen Schritt zurück, um zwei voranzukommen. Dank RB Leipzig bin ich ein besserer Mensch und Torhüter geworden.»

Die WM in Katar als Ziel

Lorient ist die ideale Herausforderung, um diese Entwicklung mit Leistung zu belegen. Das Team aus der Bretagne stieg 2020 in die Ligue 1 auf und beendete die letzten beiden Saisons in der Beletage des französischen Fussballs im 16. Rang. Auch in der nächsten Saison wird Lorient um den Klassenerhalt kämpfen müssen, der zusätzlich akzentuiert wird, weil statt wie bisher drei gleich vier Teams in die Ligue 2 absteigen werden.

Ist Mvogo der erhoffte sichere Rückhalt in Lorient, steigert das zudem die Wahrscheinlichkeit, dass er im Winter mit der Nationalmannschaft – für die er bisher vier Länderspiele bestreiten konnte – an die WM in Katar reisen kann. Goalie-Trainer Patrick Foletti habe ihm gesagt, dass er spielen müsse. Sonst werde er nicht aufgeboten. «Das mache ich jetzt. Und daher ist Katar natürlich ein grosses Ziel für mich.» Bei Mvogo herrscht Aufbruchstimmung – vom erhofft sicheren Hafen Lorient aus.

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