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Lösungen für Schulkantinen gesucht

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«Stimmt es, dass die Kantinen in den Mittelschulen Ende Juni wahrscheinlich schliessen?» Das fragen die SP-Grossratsmitglieder Guy-Noël Jelk (Freiburg) und Ursula Krattinger (Düdingen) den Staatsrat. Beide unterrichten an der Fachmittelschule Freiburg und haben erfahren, dass der Betreiber der Schulkantine–das Freiburger Unternehmen Delectis–seinen Vertrag in der Fachmittelschule sowie im Kollegium Gambach auf Ende Schuljahr gekündigt hat.

Charles Ducrot vom kantonalen Hochbauamt bestätigt dies: «Die beiden Kantinen sind nicht rentabel.» Eine Arbeitsgruppe suche nach Lösungen. Delectis sei ein leistungsfähiges Unternehmen. «Wenn sogar ein solcher Betrieb die Kantine nicht rentabel führen kann, besteht wirklich ein Problem.»

Es gebe zu wenige Schülerinnen und Schüler, die in der Mensa ässen, sagt Ducrot. «Die Gewohnheiten haben sich geändert, die Jugendlichen wollen nicht mehr unbedingt ein traditionelles Menü.» Rund um die Schulen bestehe zudem ein grosses Angebot für die schnelle Mittagsverpflegung. «Das beeinflusst die Zahl der verkauften Menüs.»

Eine zentrale Grossküche?

Um eine Schulkantine rentabel zu betreiben, brauche es eine «kritische Masse» an verkauften Mahlzeiten. «Wir analysieren nun die Situation und schauen, wie gross eine Mensa sein muss», sagt Ducrot.

Delectis führt im Kanton Freiburg insgesamt sieben Kantinen an Schulen, zum Beispiel auch jene an der Pädagogischen Hochschule. «Bisher ist aber jede Küche eine eigene Einheit», sagt Ducrot. Die Arbeitsgruppe ist am Überlegen, ob eine Grossküche, die mehrere Standorte beliefert, die ideale Lösung wäre. Die Grossküche, welche die diversen Standorte bedient, könnte in einer kantonalen Schule untergebracht werden–oder ein Unternehmen könnte die Mahlzeiten in seiner eigenen Küche vorbereiten und liefern.

Daneben müsse aber auch das Angebot der Kantinen den Bedürfnissen der Jugendlichen angepasst werden, sagt Charles Ducrot. «Wir werden dem Staatsrat unsere Lösungsvorschläge unterbreiten, er muss entscheiden.» Klar sei: Der Kanton wolle die Kantinen erhalten.

Eine zentrale Grossküche ist nicht das, was sich die Grossratsmitglieder Jelk und Krattinger vorstellen. «Damit würde die Seele der Schule fehlen», sagt Ursula Krattinger den FN. «Heute gehen der Koch und sein Team auf die Wünsche der Jugendlichen ein–das wäre mit einer zentralen Küche nicht mehr möglich.» Die beiden schlagen dem Staatsrat in ihrer Frage denn auch vor, er solle die Mahlzeiten in den Schulkantinen finanziell unterstützen–und dabei darauf achten, dass sie ausgewogen und gesund sind. Zudem fragen sie, ob der Kanton die Kantinen nicht besser selber führen solle.

Gespräche mit Delectis

Ducrot betont, dass der Kanton weiterhin im Gespräch mit Delectis sei. «Wir wollten von ihnen wissen, wo die Probleme liegen, damit wir die Situation verbessern können.» Es sei nicht ausgeschlossen, dass Delectis unter neuen Rahmenbedingungen die Schulkantinen wieder betreibe. Christian Saudan, Chef von Delectis, weilt zurzeit im Ausland. Deshalb wollte gestern niemand vom Unternehmen Stellung nehmen.

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