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Luchsbewirtschaftung unsinnig

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Ich streite nicht ab, dass die grosse Luchspopulation in unseren Voralpen die Reh- und Gamsbestände reduziert hat. Aus der Sicht des Biologen ist diese Erscheinung temporär und hat keine dramatischen Folgen, zudem ist sie nicht ausschliesslich auf den Luchs zurückzuführen. Dazu folgende Erläuterungen:
– Die Tatsache, dass die Reh- und Gamsbestände abgenommen haben, also weniger Nahrung vorhanden ist, wird dazu führen, dass in nächster Zeit die Luchsbestände von selbst zusammenbrechen werden. Die Forderung von Staatsrat Pascal Corminboeuf (siehe FN vom 29.2.2000), die Luchsbestände den immer seltener werdenden Beutetieren anzupassen, ist also grotesk. Die gegenseitige Abhängigkeit von Räuber und Beute sind am Beispiel des nordamerikanischen Luchses und des Schneehasen während 90 Jahren (1845 bis 1935) sehr gut illustriert worden.
– Die grossen Reh- und Gamsbestände unserer Voralpen konnten nur dank der Winterfütterung aufgebaut und erhalten werden. Diese Bestände waren problematisch, denn sie richteten erhebliche Waldschäden an und verhinderten insbesondere die natürliche Waldverjüngung.
– Der Luchs ist nicht an allem schuld, die Gamsblindheit und der strenge Winter 98/99 haben auch ihren Beitrag geleistet und unzählige Opfer gefordert.
– Die Grösse der heutigen Luchspopulation unserer Voralpen lässt sich nur dadurch erklären, dass der Luchs noch genügend Nahrung findet, also genügend Rehe und Gämse vorkommen. Die Beutetiere haben ihr Verhalten dem Räuber angepasst und sind scheuer geworden, deshalb weniger sichtbar, was den Eindruck erwecken mag, es gäbe keine mehr.
– Der Luchs stellt für die Reh- und Gamsbestände keine Bedrohung dar. Vergessen wir nicht, dass diese Tiere seit Jahrtausenden den gleichen Lebensraum teilen, ohne dass die eine oder andere Art ausgestorben wäre. Die Räuber, der in der Natur seine Beute ausrottet, ist nämlich zum Tode verurteilt, da er verhungern muss. Nur der Mensch kann es sich leisten, Arten zum Verschwinden zu bringen, ohne dass er die direkten Konsequenzen seiner Tat zu spüren bekommt.

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