Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Lugano stoppt Gottérons Siegeszug

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Gegen ein bis in die Fingerspitzen motiviertes Lugano musste Tabellenleader Gottéron vorweg im ersten Drittel bös unten durch und konnte trotz einer sichtlichen Leistungssteigerung in den beiden letzten Abschnitten die früh eingehandelte 0:3-Hypothek nicht mehr wettmachen. Am Ende feierten die gut 5000 Fans in der Resega diesen Sieg fast wie den Meistertitel.

Überragender Hoffmann

In jurassischen Tramelan ausgebildet, dann über die Stationen La Chaux-de-Fonds (NLB) und Ambri und Davos auf diese Saison in Lugano gelandet, hatte am Samstagabend Gregory Hoffmann seinen ersten grossen Auftritt in dieser Saison. Neben den beiden Offensivstars Ilari Filppula und Fredrik Pettersson eingesetzt, kam der technisch versierte Stürmer, der immer noch auf ein WM-Aufgebot von Nati-Coach Glen Hanlon wartet, zu seinem ersten Hattrick in der NLA. Das 1:0 schoss er in Überzahl nach nur gerade elf Sekunden Powerplay, beim zweiten Treffer profitierte er von einem der wenigen Abpraller von Goalie Benjamin Conz, und beim wohl schon vorentscheidenden 3:0 hatte Luganos Paradesturm gegen Freiburgs vierten Angriff relativ leichtes Spiel. Nach diesen frühen Toren wichen die Sorgenfalten im Gesicht von Luganos Coach Patrick Fischer, denn die Tessiner Anhänger waren mit den bisherigen Auftritten ihrer Lieblinge alles andere als zufrieden. Am Samstag gelang es Fischer, sein Team gegen den überraschenden Leader aus der Saanestadt bestens einzustellen, denn so gut und aggressiv hat man die Tessiner zuletzt nicht oft gesehen. Laut Fischer habe die Steigerung jedoch schon am Vorabend bei der Overtimeniederlage in Kloten begonnen, gegen Freiburg habe nun Goalie Elvis Merzlikins mit ein tollen Paraden noch die nötige Schippe draufgelegt, damit es zum Sieg gereicht habe.

Nach dem Rückstand Charakter gezeigt

 Freiburgs wenig wirkungsvoller Angriff machte es Lugano ziemlich leicht. Typisch für die Harmlosigkeit des Gottéron-Sturmes war die Tatsache, dass die zwei ersten und einzigen Chancen des Startdrittels auf das Konto des offensiven Verteidigers Jérémie Kamerzin gingen, eine davon sogar im Unterzahlspiel.

Letzte Saison unter Hans Kossmann hätte Freiburg nach einem so schnellen 0:3-Rückstand wohl die Segel gestrichen und sich früh in eine Kanterniederlage ergeben. Nicht so am Samstag, als Benjamin Conz nach dem dritten Gegentreffer wutentbrannt seinen Stock aufs Tor haute und so seinen Teamkollegen zeigte, dass man nun endlich aufwachen müsse. Auch Nati-Verteidiger Jérémie Kamerzin nahm dieses Zeichen wahr und war nach dem Spiel stolz, dass man sich zumindest gegen die drohende Niederlage aufgestellt habe. Der Gegner sei dieses Mal einfach besser und disziplinierter gewesen. Für Trainer Gerd Zenhäusern war Lugano die bisher beste Mannschaft, gegen die man gespielt habe, und wenn man in solchen Partien nicht von Anfang an bereit sei, werde es eben auch für einen Leader schwierig. Hinzugekommen sei, dass der angestrebte erste Treffer einfach nicht habe fallen wollen, denn das 3:1 hätte vielleicht nochmals Aufschwung geben können. Die Chancen der Freiburger waren in diesem Match allerdings an einer Hand abzuzählen. So mussten die Saanestädter bis eine Minute vor Schluss warten, um wenigstens noch zum verdienten Ehrentor zu kommen. Sakari Salminen erwischte dabei den sonst fehlerfreien Lugano-Goalie mit einem schönen Buebetrickli. Dieser späte Treffer war jedoch am Ende nur noch Torkosmetik.

Hamill und Kwiatkowski müssen gehen

Für Freiburgs kanadischen Aushilfsausländer Zach Hamill (5 Tore/2 Assists) war das Spiel in Lugano, wo er etwas übermotiviert zweimal auf der Strafbank sass, sein letztes im Drachendress. Aus budgettechnischen Gründen, wie Trainer Gerd Zenhäusern nach dem Spiel erklärte, könne man sich bei Gottéron im Moment keinen zusätzlichen fünften Söldner leisten. Für das Heimspiel vom kommenden Freitag gegen Zug rechnet man in Freiburg offensichtlich mit der Rückkehr von Greg Mauldin (Hirnerschütterung seit Saisonstart). Dass dies ein personeller Hochseilakt werden könnte, hat der Match im Tessin gezeigt, wo Gottéron nur noch gerade mit zwölf Stürmern antreten konnte, inklusive Elite-A-Stürmer Nathan Marchon. Dass dieser hoffnungsvolle Juniorennationalspieler in einem solch heissen Match körperlich noch Mühe hat, zeigte die Tatsache, dass Zenhäusern nach dem 3:0 anstelle Marchons Tristan Vauclair und John Fritsche Doppeleinsätze leisten liess, um dem vierten Angriff mehr Durchschlagskraft zu verleihen.

Vor dem Spiel gab die Freiburger Klubleitung bekannt, dass der nicht mehr erwünschte Verteidiger Joel Kwiatkowski per sofort und bis Ende Saison zu seinem früheren Trainer Larry Huras zum schwedischen Klub Modo wechselt. Über die Transfermodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart; trotz diesem Transfer besteht bei Gottéron im Moment offensichtlich kein Geldüberschuss für weitere Verstärkungen im knappen Kader.

Gottéron bleibt Leader

Bei Gottéron, das dank der Heimniederlage von Verfolger Zug immer noch Tabellenführer bleibt, richtet man den Fokus in die Zukunft, die sicher nicht leichter als der Match im Tessin sein wird. «Jetzt müssen wir diese Niederlage analysieren und die nötigen Lehren daraus ziehen», sagte nach dem Match ein sichtlich gefasster Freiburger Coach. Schon gegen Zug werde man sehen, wie sein Team diese erste Niederlage mental verkraftet habe.

Telegramm

Lugano – Gottéron 4:1 (3:0, 0:0, 1:1)

5461 Zuschauer.–SR Piechaczek/ Wehrli, Kohler/Wüst.Tore:6. Hofmann (Brunner/Ausschluss Rivera) 1:0. 13. Hofmann (Pettersson, Filppula) 2:0 (Eigentor Schilt). 16. Hofmann (Filppula, Pettersson) 3:0. 55. Fazzini (Steinmann) 4:0. 59. Salminen (Bykow) 4:1.Strafen:4-mal gegen Lugano, 7-mal gegen Freiburg-Gottéron.

Lugano:Merzlikins; Kienzle, Chiesa; Julien Vauclair, Ulmer; Hirschi, Kparghai; Klasen, Reuille, Brunner; Pettersson, Filppula, Hofmann; Walker, Romanenghi, Morini; Fazzini, Steinmann, Bertaggia.

 

Freiburg-Gottéron:Conz; Ngoy, Kamerzin; Picard, Rathgeb, Schilt, Maret; Abplanalp; Hamill, Pouliot, Mottet; Fritsche, Gardner, Tristan Vauclair; Plüss, Bykow, Salminen; Rivera, Schmutz, Marchon.

Bemerkungen:Lugano ohne Furrer, Sannitz (beide verletzt) und Martensson (private Gründe), Freiburg-Gottéron ohne Sprunger (gesperrt), Mauldin, Loichat, Pivron und Neukom (alle verletzt), Camperchioli (Farmteam Red Ice Martigny). 49. Pfostenschuss Pouliot. 50. Timeout Lugano.

Die FN-Besten:Hoffmann und Bykow.

 

Mehr zum Thema