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Lurtigen soll massvoll wachsen

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Die Gemeinde Lurtigen möchte in der laufenden Ortsplanungsrevision zwei Parzellen Landwirtschaftsland in Bauland umzonen. Es soll eine neue Bauzone von insgesamt 3650 Quadratmetern entstehen. «Wir möchten damit ein massvolles Wachstum ermöglichen», erklärte Gemeindepräsident Hans-Beat Johner am Montagabend an einer Informationsveranstaltung zur öffentlichen Auflage der Ortsplanung. Obwohl diese Bauzone nicht gross ist, könnte sie zum Knackpunkt der Ortsplanung werden. Denn die Fläche ist grösser, als es die Berechnung neuer Bauzonen des kantonalen Richtplans vorsieht. Bei der Berechnung ist die Fläche massgebend, die in den letzten 15 Jahren in der Gemeinde überbaut wurde. In Lurtigen waren dies nur rund 4600 Quadratmeter. Weil gleichzeitig Baulandreserven von rund 5500 Quadratmetern vorhanden sind, darf die Gemeinde gemäss kantonaler Berechnung eigentlich kein neues Bauland einzonen.

 Um abzuklären, ob das trotzdem möglich ist, fragte Ortsplaner Dieter Stauffacher das kantonale Bau- und Raumplanungsamt (BRPA) an. Dieses teilte mit, es könne dazu erst in der Schlussgenehmigung der Ortsplanung eine verbindliche Antwort geben. Der Gemeinderat habe sich aber entschieden, es mit der Einzonung zu versuchen, so Stauffacher.

Besitzer wollen nicht bauen

 Wäre die Einzonung nicht möglich, würde dies laut Johner für Lurtigen Stillstand bedeuten. Denn faktisch gibt es trotz Baulandreserven keine Parzellen, die überbaut werden können. «Wir wissen von den betroffenen Landbesitzern, dass sie ihr Bauland kurz und mittelfristig nicht überbauen wollen», so Johner. Bei den meisten habe dies famililäre Gründe. «Eine Auszonung der Parzellen ist aber von den Besitzern nicht erwünscht», so Johner. «Es macht auch keinen Sinn, da es sich um Parzellen mitten in der Bauzone im Dorfbereich handelt.»

Bei der nun vorgesehenen Neueinzonung handle es sich um eine vernünftige und massvolle Grösse, sagt Johner. 3650 Quadratmeter seien im Verhältnis zu den bereits überbauten 73 800 Quadratmetern in Lurtigen wenig. Für Stauffacher ist vor allem die Begründung entscheidend. Zum einen sei es die letzte eigenständige Ortsplanung der Gemeinde Lurtigen. Nach der geplanten Fusion mit Murten werde es wohl schwierig, noch Land einzuzonen. Zudem seien die Parzellen am Lischereweg geeignet: «Es ist kein wertvolles Landwirtschaftsland und einfach zu erschliessen», so Stauffacher. Er sei deshalb optimistisch, dass es klappe. Und auch Johner ist guter Dinge: «Wir wollen ja nicht überrissen einzonen.»

 

Zum Verfahren

Öffentliche Auflage bis 16. September

Die Ortsplanungsrevision von Lurtigen liegt bis zum 16. September öffentlich auf. Betroffene können zum Zonennutzungsplan sowie zum Bau- und Planungsreglement Einsprachen machen. Zum Richtplan und zum Erschliessungsprogramm sind begründete Bemerkungen und Vorschläge möglich. Am Freitag von 9 bis 11 Uhr stehen die Planer für Fragen zur Verfügung.luk

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