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Macht Glauben wirklich selig?

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An grossen Sportanlässen, wie der letzten Fussball-WM oder auch der eben beendeten Leichtahtletik-EM, fiel es wieder besonders auf: Glaubensbekenntnisse noch und noch. Kaum ein Törchen, das vom Schützen nicht mit dem obligaten Blick nach oben, einem mehrfachen Kreuzzeichen oder ähnlichen Gesten, verdankt wird. Kaum ein Siegeslauf, bei dem man sich danach nicht inbrünstig nach Osten verneigt. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis nach irgendwelchen Erfolgen ein Teppichli ausgerollt, niedergekniet und unverständliche Gesänge angestimmt werden.

Klar, die Glaubensfreiheit ist Bestandteil unseres zivilisierten Fortschritts. Aber sind solche Huldigungen vor einem Millionenpublikum, welches ethnisch völlig durchmischt ist, nötig? Und können diese Signale nicht auch als Provokation verstanden werden?

Tatsache ist, dass Religionen schon immer Nährboden für Kriege aller Art waren oder zumindest als Deckmantel herhalten mussten. Wenn dann noch in gewissen Kulturen vom «Heiligen Krieg» gesprochen und dieser Widerspruch in sich selbst nicht als solcher erkannt wird, kann über eine derartige Dummheit nur gestaunt werden. In diesem Zusammenhang wäre der Ausdruck «heilig» sowieso wieder mal grundsätzlich zu hinterfragen. Als neutrale Erklärung steht «verehrungswürdig» im Duden und der Wortstamm kommt von «Heil», einem Begriff, der je nach Interpretation in erheblichem Mass negativ belastet ist.

Während ein paar Hundert Jahre früher christliche Ritter und Seefahrer unter dem Zeichen des Kreuzes und dem Segen der Päpste ganze Völker in mörderischen Raubzügen vernichteten, sehen wir uns heute wieder den gleichen Ungeheuerlichkeiten anderer Fanatiker ausgesetzt.

Was sich aktuell die IS-Terroristen im Irak oder die Boko-Haram-Vandalen in Nigeria unter dem Unwort «Gotteskrieger» erlauben, ist unglaublich und verdient null Verständnis. Sie stürzen damit nicht nur unschuldige Menschen, sondern gleichzeitig auch alle gemässigten und friedfertigen Muslime ins Unglück.

Die absolute Wahrheit beweisen kann eh niemand und trotzdem wird behauptet, missioniert, zelebriert, verherrlicht und geheuchelt, was das Zeug hält. Stellen Sie sich doch kurz mal die Situation vor, wenn alle nichts–oder wenn es schon sein muss–wenigstens alle an das Gleiche glauben würden. Viel unsägliches Leid würde verhindert, und der Glaube als Waffe und die unerträgliche Scheinheiligkeit müssten einer Ideologie, die Frieden und Toleranz stiftet, weichen.

Wie wär’s übrigens, wenn man einfach nur an das Gute im Menschen, an eine bessere Welt und nicht zuletzt auch vermehrt an sich selbst glauben würde? Ich persönlich bin überzeugt, dass der Friede der Welt immer noch im Kinderzimmer beginnt. Glauben Sie es mir …

 

 Heinz Pfander,Unternehmer in Düdingen, ist Inhaber der ATEC Personal AG und REGA-TEXT TV, Gastgeber der Wallenried-Gespräche und Initiant des PRIX-ATEC. Als Mitglied des Gewerbeverbandes Sense ist er in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet. Der Inhalt braucht sich nicht zwingend mit der Meinung der Redaktion zu decken.

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