Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Man muss das Rad nicht neu erfinden»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die einen üben das Penaltyschiessen, einige feilen in ihren Gruppen an der Technik und wiederum andere spielen einen Match gegeneinander. Eines haben sie alle gemeinsam: Bei den 80 Kindern und ihren Trainern auf dem Trainingsplatz in Tafers dreht sich alles um das runde Leder: Das Fussballer-Treffen nennt sich «Sensler Junioren-Camp». Die Idee dazu hatte Erwin Bertschy alias «Buba», der das fünftägige Projekt auch auf die Beine gestellt hat.

Fussball in der Familie

«Ich bin und war schon immer ein Fussballbegeisterter», erzählt Bertschy und diese Begeisterung hat er wohl weitergegeben: «Mein Sohn ist richtig angefressen», sagt der ehemalige Spieler der ersten Mannschaft von Tafers stolz und erklärt damit auch gleich den Ursprung der Idee. «Ich wollte etwas zurückgeben für die Zeit, die ich beim Fussballklub geniessen durfte», so Bertschy. Zudem habe er in Tafers eine passende Infrastruktur vorgefunden, fügt der 46-Jährige an. Das Programm mit den fünfzehnseitigen Trainingseinheiten habe er selbst zusammengestellt–mit ein wenig Hilfe aus dem Internet, wie der Taferser verrät: «Man muss das Rad nicht neu erfinden.» Jeden Tag ein Oberthema, zum Beispiel Penaltyschiessen oder Ballannahme, und ansonsten «sind die Trainer eigentlich recht frei in der Durchführung», sagt Erwin Bertschy. «Es fordert die Kids schon ein wenig, schliesslich sollen sie ja auch etwas lernen.»

 Aus dem ganzen Bezirk

Ist das Sensler Junioren-Camp also ein Fussballlager wie jedes andere? «Nicht ganz», meint Bertschy, der neben dem Fussball auch ein begnadeter Sänger ist. «Das Spezielle bei uns ist sicher, dass Kinder aus dem ganzen Bezirk dabei sind und nicht nur ein Dorf daran beteiligt ist», sagt der ehemalige Aktivspieler.

Eine Fussballspielerin

Eines dieser 80 Kinder ist der elfjährige Jan Stadelmann aus Tafers. Er ist zugleich der Älteste auf dem Feld. Er sei dabei überhaupt nicht unterfordert, sondern habe genauso viel Spass wie die Jüngsten hier, meint der Juniorenspieler des FC Sense Mitte. Und er habe im Camp auch schon etwas dazugelernt: «Im Lauftraining zeigte man uns die richtige Technik und wie man dabei richtig atmet», sagt Jan stolz. Das Beste sei für ihn als Torwart aber selbstverständlich das Penaltyschiessen gewesen. Letzteres hat auch bei der einzigen Fussballspielerin im Bunde am meisten Anklang gefunden: Nadia de Souza scheint es nichts auszumachen, dass sie als einziges Mädchen am Camp teilnimmt. Auf die Frage, ob sie mit den vielen Jungs klarkomme, sagt sie kurz, aber bestimmt «Ja, sicher», bevor sie sofort wieder aufs Spielfeld rennt, um ja nichts zu verpassen. Auch Nadias zugeteilter Trainer, der Taferser Joel Schöpfer, ist begeistert vom Projekt und sieht vor allem einen positiven Effekt des Camps: «Es entstehen neue Kameradschaften, da sich viele Kinder vorher nicht gut oder überhaupt nicht kannten.»

Bilanz : Kein Regen und lauter motivierte Fussballspieler

E rwin Bertschy steht die Freude über die gelungene erste Ausgabe des Sensler Junioren-Camps ins Gesicht geschrieben: «Ich bin sehr zufrieden», sagt er gegenüber den FN. «Es gab glücklicherweise keine Verletzungen, und alle Kinder waren wirklich extrem motiviert», sagt der Initiant und erwähnt auch das gute Wetter: «Wir hatten die ganze Woche keinen Tropfen Regen – bei diesem Sommer nicht selbstverständlich», freut sich der Sensler. Nicht verwunderlich, denkt Bertschy bereits an die nächste Ausgabe: «Wir werden das Camp nächstes Jahr sicher wieder in dieser Form durchführen.» Die Unterstützung des Fussballklubs Tafers scheint ihm jedenfalls sicher: «Wir werden auch bei der nächsten Ausgabe das nötige Trainingsmaterial und die Buvette zur Verfügung stellen», sagt Präsident Edy Hertli, der dem Geschehen auf dem Feld zuschaut. Ein «richtiges» Lager zu organisieren, in dem die Kinder auch im Rahmen des Camps übernachten werden, hat sich Bertschy auch schon überlegt – dafür müssen sich die Kids aber wohl noch etwas länger gedulden. ma

Mehr zum Thema