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«Manchmal etwas Neues ausprobieren»

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«2013 war ein exzellenter Jahrgang», sagte Stéphane Maret, Präsident des Internationalen Folkloretreffens Freiburg, gestern vor den Medien.

Genaue Zahlen könne er zwar noch keine nennen, so Maret, «das Budget von 620 000 Franken wird aber voraussichtlich ausgeglichen sein». Die Anzahl der Zuschauer an den kostenpflichtigen Abenden sei im Vergleich zum letzten Jahr leicht angestiegen. So seien die Galaabende im Theater Equilibre sowie die Eröffnungs- und die Schlussvorstellung in der Basketballhalle St. Leonhard sehr gut besucht gewesen, sagte Maret und lobte die Infrastrukturen. «Bereits letztes Jahr zeigte sich, wie gut das Equilibre für die Galaabende geeignet ist. Auch die neue Basketballhalle ist grossartig.» Insbesondere in Bezug auf die Sichtbarkeit der Bühne und die Temperatur im Saal biete die neue Halle grosse Vorteile gegenüber der Heilig-Kreuz-Turnhalle, dem bisherigen Austragungsort der Eröffnungs- und der Schlussvorstellung.

Standort 2014 noch offen

Schwieriger zu beurteilen sei die Besucherzahl an den vielen Gratis-Veranstaltungen, welche das Folkloretreffen bietet, sagte Maret; jedoch habe er einen sehr guten Eindruck. Zur Kategorie der kostenlosen Anlässe gehört auch das Dorf der Nationen, das dieses Jahr erstmals im St. Leonhard situiert war und damit für einige kritische Reaktionen gesorgt hatte (die FN berichteten). «Es hat wohl etwas weniger Besucher als letztes Jahr auf dem Python-Platz gegeben», räumte Maret ein, betonte aber: «Das Risiko hat sich trotzdem gelohnt.» Zwar sei die Besucherzahl ein wichtiger Faktor, jedoch nicht der einzige, gab Stéphane Renz, künstlerischer Leiter, zu bedenken. «In den letzten Jahren hatten wir immer Glück mit dem Wetter. Bei Regen würde der Standort St. Leonhard eine trockene Alternative im Festsaal bieten.» Wie die Situation im nächsten Jahr aussehe, sei jedoch noch nicht klar. «Die Zahlen müssen genau analysiert werden. Die Entscheidungskompetenz liegt jedoch nicht mehr bei mir», sagte Maret, der nach sieben Jahren aus dem Vorstand zurücktritt (siehe Kasten). Er betonte jedoch: «Damit sich das Festival weiterentwickeln kann, muss man manchmal auch etwas Neues ausprobieren.»

Künstlerische Höhepunkte

Auch vom künstlerischen Standpunkt gebe es viel Positives zu berichten, sagte Stéphane Renz. Neben dem guten Niveau aller Gruppen hob er einige besonders eindrückliche Anlässe hervor. So beispielsweise die alten aztekischen Tänze der mexikanischen Gruppe oder die Darbietung der nächtlichen Rituale aus Nepal. Ebenfalls bewährt habe sich die regionale Differenzierung der Galaabende. «Jede Vorführung hat ihr Publikum gefunden.»

Viele Freiwillige

Bei einem solchen Anlass nicht zu vergessen sei die grosse Arbeit, die dahinter stecke, sagte der zukünftige Präsident Jean-Pierre Gauch, der sich bereits mit den kommenden Aufgaben vertraut gemacht hat. Neben dem 15-köpfigen Vorstand, der das ganze Jahr durch mit Vorbereitungsarbeiten beschäftigt ist, braucht es auch während des Festivals freiwillige Helfer. Rund 250 Leute seien an sechs Tagen unentgeltlich im Einsatz gewesen, sagte Maret. «Das ist ein kleines Wunder.»

Stéphane Maret. Bild Aldo Ellena

Rückblick: Sieben Jahre als Präsident

Seit 2006 ist Stéphane Maret Präsident des Folkloretreffens. Nun übergibt er sein Amt an Jean-Pierre Gauch.

 

Wie sieht Ihre persönliche Bilanz nach diesen sieben Jahren aus?

Viele denken, Folklore sei nur etwas für ältere Leute. Dies stimmt aber nicht. Ich wollte das Festival auch einem breiteren Publikum zugänglich machen. Dank Massnahmen wie dem kostenlosen Eintritt ins Dorf der Nationen oder der Vorverlegung des Festivals auf die letzte Ferienwoche ist uns dies auch gelungen. Ich verlasse diesen Posten sehr zufrieden.

 

Welches waren die grössten Schwierigkeiten, die Sie zu meistern hatten?

Als ich 2006 begann, waren acht der 15 Vorstandsmitglieder neu dabei. Das bedeutete einige organisatorische Herausforderungen. Zudem hatten wir Schulden von rund 30 000 Franken. Dank einer sehr vorsichtigen Budgetplanung und neuen Sponsoren ist es uns jedoch bereits im ersten Jahr gelungen, die Schulden zu eliminieren.

 

Welche Ratschläge geben Sie Ihrem Nachfolger Jean-Pierre Gauch mit?

Ich denke nicht, dass er Ratschläge nötig hat. Er liebt das Folkloretreffen, hat neue Ideen und ein super Team, das hinter ihm steht. rb

Ausblick: Folkloretreffen feiert 40-Jahr-Jubiläum

Nächstes Jahr feiert das Internationale Folkloretreffen Freiburg sein 40-jähriges Bestehen. Bereits jetzt läuft die Planung für diesen besonderen Anlass. «Das Programm 2014 steht unter dem Motto ‹Entdeckung›», sagte der künstlerische Leiter Stéphane Renz. Dieses werde vor allem in zwei Bereichen zum Tragen kommen, erklärte er. Einerseits möchten die Organisatoren erstmals drei Kinder-Folkloregruppen einladen, die aus möglichst unterschiedlichen Regionen stammen. «Ich bin schon mit einigen Gruppen in Kontakt. Es ist sehr beeindruckend, auf welchem Niveau die Kinder teilweise tanzen», sagte Renz.

Das zweite Element, welches die Entdeckungsreise im Jubiläumsjahr fördern soll, ist die besondere Auswahl der Gruppen. «Wir möchten Formationen aus Ländern einladen, die bisher noch nie am Folkloretreffen vertreten waren», erklärt der künstlerische Leiter des Folkloretreffens, Stéphane Renz, So soll über die Hälfte der Gruppen eine neue Erfahrung für das Publikum darstellen. Ihre Teilnahme bereits bestätigt haben eine Gruppe aus der Mongolei sowie eine Formation aus Uruguay. Die 40. Ausgabe des Folkloretreffens findet vom 19. bis zum 24. August 2014 statt, also wie gewohnt in der letzten Ferienwoche statt. rb

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