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Mangel an Hausärzten

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Mangel an Hausärzten

In der FN-Ausgabe vom 15. Juli wurde praxisnah die prekäre Situation der Hausärzte im Seebezirk beschrieben. Das Beispiel Seebezirk zeigt , dass kurzfristig Handlungsbedarf nötig wäre, obwohl direkt oder indirekt Beteiligte und Betroffene (Ärzteorganisationen, Patientenorganisationen, Bundesamt für Gesundheit, Parlamentarier, Santésuisse, Spitäler usw.) genau wissen, dass der Hausärztemangel unmöglich von heute auf morgen gelöst werden kann.

Als Ergänzung wäre noch Folgendes festzuhalten: Seit Jahren ist bekannt, dass es sich beim Hausärztemangel um ein Problem, in erster Linie der ländlichen Kantone – und dazu gehört auch der Kanton Freiburg -, handelt. Bekannt ist, dass das Durchschnittsalter aller Hausärzte in der Schweiz 58 Jahre beträgt. Im Jahre 2006 lag der schweizerische Durchschnitt bei 4,62 Ärztinnen und Ärzten auf 10 000 Einwohner.

Wie sieht nun die Situation im Kanton Freiburg und im Sensebezirk aus im Vergleich zum gesamtschweizerischen Durchschnitt? Im Jahr 2006 war der kantonale Durchschnitt bei 3,85 Ärztinnen und Ärzten auf 10 000 Einwohner. Damit liegt der Kanton Freiburg unter den 26 Kantonen an 23. Stelle. Im Sensebezirk ist ein Drittel aller Praxisinhaberinnen und -inhaber über 60-jährig, zwei Drittel sind über 50-jährig.

Rentner- und Patientenorganisationen haben schon lange erkannt, dass auf die Dauer in ländlichen Regionen für ältere und chronisch kranke Menschen, aber auch für Familien mit Kleinkindern die medizinische Grundversorgung und Betreuung nicht mehr gewährleistet sein wird. Diese Organisationen fordern deshalb:

Sofortige Aufhebung des Ärztestopps für Hausärzte/Allgemeinmediziner; Schaffen von Spielraum für differenzierte Lösungen, vor allem wenn die Ärztedichte unterdurchschnittlich ist; Sistierung der geplanten Tarifsenkungen der ambulanten Laboranalysen in den Praxen von Hausärzten; Erhöhung der Attraktivität für Ärztinnen und Ärzte in ländlichen Regionen, eventuell verbunden mit finanziellen Anreizen, z. B. bei der Übernahme einer Privatpraxis; die Reorganisation der Bereitschaftsdienste (Permanence) in allen Regionen und so die Herabsetzung der Präsenzzeiten von Grundversorgern.

Es ist eine Tatsache, dass wir in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern ein gut funktionierendes Gesundheitssystem haben, dennoch kränkelt es zurzeit in manchen Bereichen!

Autor: Joseph Zosso, Schmitten

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